Informationsveranstaltung der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (Remet) und der Vulkanpark GmbH
Anstrengungen von Erfolg gekrönt
Remet und Vulkanpark präsentierten Gastbetrieben erfreuliche Zahlen und Fakten zum Tourismus
Kaltenengers. Im Landkreis Mayen-Koblenz unternehmen die für den Tourismus Verantwortlichen seit Jahren vielfältige Anstrengungen, um die Auslastung der Gastbetriebe zu steigern, die Übernachtungsdauer zu erhöhen und bestehende Arbeitsplätze zu sichern. Mit großem Erfolg. Aktuelle Projekte und dazugehörige Zahlen wurden jetzt bei einer Informationsveranstaltung für Gastgeber und Gastronomen im Rheinhotel Larus in Kaltenengers von der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (Remet) und der Vulkanpark GmbH vorgestellt.
Vielfalt als Erfolgsgeheimnis
„Wir haben die Vielfalt im Landkreis zu unserem Markenzeichen, zu unserem Erfolg gemacht“, bilanzierte Landrat Dr. Alexander Saftig vor 60 Gastronomen, Gastgebern und Touristikern. Er hielt stolz fest, dass im vergangenen Jahr rund 319.000 Gäste in Mayen-Koblenz übernachteten. „2013 war ein Rekordjahr“, betonte Michael Schwippert, stellvertretender Geschäftsführer der Remet, in seinen Ausführungen. Denn: So viele waren mit Ausnahme des Buga-Jahres 2011 seit Beginn der Aufzeichnungen nicht mehr im Landkreis zu Gast. Rund 699.000 Übernachtungen wurden verzeichnet. Auch dies ist ein hervorragendes Ergebnis, ist es doch ein Plus von fast vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.
In 2014 könnte dies sogar noch gesteigert werden. Im Zeitraum Januar bis Mai gibt es gegenüber dem Vorjahr bereits einen Zuwachs von 20,3 Prozent bei den Gästen und 19,4 Prozent bei den Übernachtungen - wobei diese stark erhöhten Zahlen aber auch teils auf eine geänderte Erhebungssystematik des Statistischen Landesamtes zurückzuführen sind.
Zugpferd Premiumwege
Wie begründet sich nun diese enorme Attraktivität von Mayen-Koblenz für Touristen? Da ist vor allem der Wandertourismus, der mit der seit 2008 vorgenommenen Einrichtung von 26 Traumpfaden in den Teilregionen Rhein, Mosel und Eifel sowie dem Themenweg Streuobstwiesenweg zu einem regelrechten Boom geführt hat. Von 165.000 Wanderern im Jahr 2010 konnte die Zahl noch mal deutlich gesteigert werden: auf mittlerweile geschätzte 200.000 bis 250.000 Wanderer pro Jahr auf den Traumpfaden und dazugehörigem Themenweg.
„Alle sind Rundwanderwege in Premiumqualität, die bei den im Drei-Jahres-Turnus erforderlichen Nachzertifizierungen ihre ohnehin sehr hohe Punktezahl teils noch mal kräftig steigern konnten“, wie Remet-Geschäftsführer Henning Schröder in seinem Vortrag ausführte. „Um die hohe Qualität der Traumpfade zu halten beziehungsweise weiter auszubauen, werden Remet-seitig für Qualitätssicherung und Nachzertifizierungen rund 43.500 Euro pro Jahr ausgegeben“, berichtete Henning Schröder.
Weitere beeindruckende Zahlen und Fakten folgten in Michael Schwipperts Ausführungen: Über 437.000 Besucher im Jahr verzeichnet die offizielle Traumpfade-Internetseite mittlerweile, wobei das Interesse an den MYK-Premiumwegen bis nach Berlin und Sachsen reicht. Michael Schwippert: „Unser Marketing wirkt deutschlandweit.“ Medien zu den Traumpfaden gibt es aufgrund der starken Nachfrage aus dem Beneluxraum inzwischen auch in englischer und holländischer Sprache.
Gastgeber eingebunden
Projekte wie das in Zusammenarbeit mit dem Wandermagazin entstandene Traumpfade-Erlebnismagazin mit Vorstellung der ganzen touristischen Vielfalt des Kreises sollen eine längere Aufenthaltsdauer der Gäste bewirken. Durch das mit der Internetseite sowie der Traumpfade-App gekoppelte Traumpfade-Gastgeberverzeichnis, das aktuell über 125 Einträge umfasst, erhalten die Touristen schnelle Orientierung bei der Gastgeberauswahl. Zudem hat die im Kreis aufgelegte Qualitätsoffensive für Gastgeber und Gastronomen dazu beigetragen, dass den Investitionen in Traumpfade und Vulkanpark teils beträchtliche Investitionen in die Qualität der Gastbetriebe folgten: So gibt es in Mayen-Koblenz aktuell 37 Sterne-Hotels und sechs Sterne-Gasthöfe sowie 200 klassifizierte Ferienwohnungen und Privatzimmer. Für Wandergäste hochattraktiv sind ebenfalls die als „Qualitätsgastgeber wanderbares Deutschland“ zertifizierten 46 Betriebe im Kreis.
Feste Größe Vulkanpark
Auch Guido Lotz von der Vulkanpark GmbH, der den Gastgebern das Konzept der vielfältigen touristischen Präsentationen des vulkanischen Erbes in Mayen-Koblenz vermittelte, hatte etliche Erfolgsmeldungen mit dabei. Etwa, dass der Vulkanpark in seinen mittlerweile sechs Info- und Erlebniszentren seit bereits fünf Jahren mehr als 200.000 Besucher jährlich verzeichnet. „Hinzu kommen hier noch die zahlreichen Spaziergänger und Wanderer, die sich in den 19 Landschaftsdenkmälern des Vulkanparks bewegen“, sagte er. Jüngstes Kind des Vulkanparks, einer festen und wichtigen Größe im MYK-Tourismus, ist das im Frühjahr eröffnete Bimsmuseum in Kaltenengers. Von dessen Attraktivität konnten sich die Gastgeber bei einer anschließenden Führung selbst überzeugen.
Gastgeber regelmäßig informiert
Seit dem Jahr 2001 veranstalten Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (Remet) und Vulkanpark GmbH Informationsveranstaltungen für Gastgeber und Gastronomen im Landkreis Mayen-Koblenz. Dabei möchten beide Organisationen des Kreises den Gastbetrieben einen Überblick über aktuelle Projekte im Tourismus geben und vor Ort konkrete Projekte vorstellen. Nachdem in den vergangenen Jahren unter anderem das Eifelmuseum in Mayen, der Geysir Andernach sowie der Mendiger Lava-Dome/Lavakeller besichtigt und der Traumpfad Vulkanpfad erwandert wurde, führte die Einladung in diesem Jahr in das Museum der Bimsindustrie nach Kaltenengers.
Pressemitteilung
Rhein-Mosel-Eifel-Touristik
Auf die Spuren der Bimssteinproduktion begaben sich bei der Info-Veranstaltung von Remet und Vulkanpark Gastgeber und Touristiker. Mit dabei: Georg Hollmann, Bürgermeister VG Weißenthurm (7.v.r.), Dieter Heller, Geschäftsführer des Bundesverbandes Leichtbeton (9.v.r.), Henning Schröder, Remet-Geschäftsführer (11.v.r.), daneben Dr. Heinz Geenen vom Vorstand des Fördervereins des Bimsmuseums sowie Michael Schwippert von der Remet und Guido Lotz vom der Vulkanpark GmbH (4.v.l.). Foto: privat
