Thema der Woche - Fußball
Beständigkeit ist Trumpf bei der SpVgg
Der Bendorfer Dennis Simmat ist seit vielen Jahren in der Spitzengruppe der Torjägerliste zu finden
Bendorf. Wenn in der Bendorfer Fußballszene alljährlich der Fußballer des Jahres gekürt werden würde, könnte man alljährlich auch den Namen Dennis Simmat auf der Kandidatenliste finden. Simmat, ein Urgestein der SpVgg Bendorf, gehört seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Angreifern in der Koblenzer A-Klasse und ist immer ganz vorne dabei, wenn die besten Torjäger der A-Klasse aufgezählt werden. Dabei ist der gelernte Kraftfahrer nicht unbedingt ein gelernter Stürmer. „Ich habe ja immer da gespielt, wo mich der Trainer hingestellt hat. Eigentlich hat erst Daniel Berthold mich als etatmäßigen Mittelstürmer regelmäßig in die Spitze gestellt“.
Angefangen hatte Simmat allerdings als Bambini-Kicker im benachbarten Engers. „Das war damals aber eher aus der Not geboren. In Bendorf gab es in diesen Jahren noch kein Jugendteam in der Altersklasse“. Und so fuhren die Eltern Klein-Dennis regelmäßig zum Wasserturm, damit ihr Steppke seinem Hobby Fußball nachgehen konnte. Allerdings schnürte der Nachwuchskicker nach dem Aufrücken in die F-Jugend dann erst einmal für einige Jahre im Bendorfer Rheinstadion seine Fußballschuhe und durchlief bis einschließlich des ersten C-Jugendjahrgangs alle Altersklassen. Und bereits hier wohl sehr erfolgreich, denn ansonsten hätten nicht 1997 die Scouts der TuS Koblenz angeklopft, um das Talent ans Deutsche Eck zu lotsen. Zwei Jahre dauerte der Ausflug ans Oberwerth. „Eine interessante Zeit. Sportlich, aber auch neben dem Platz. Hier gab es bereits in meinem ersten C-Jugend-Jahr ein Trainingslager, wo wir uns als Tabellenführer der Bezirksliga, damals die höchste Liga dieser Altersklasse in Deutschland, auf die Rückrunde vorbereiten konnten.“ So feierte Dennis Simmat in seinem ersten Jahr bei den Schängel auch gleich seinen ersten Titel auf Verbandsebene. Bezirksligameister 1998 in der Gruppe Mitte, Vizerheinlandmeister und dazu noch Rheinlandpokalsieger. Insgesamt zwei Jahre dauerte das Intermezzo auf der anderen Rheinseite. „Ich hatte einfach keinen Bock mehr auf Fußball. Erst meine damaligen Kumpels haben mich wieder überredet anzufangen“. Da war der Bendorfer aber bereits im A-Jugendalter und spielte genau mit diesen Kumpels aber mehr so aus Spaß an der Freud. „Für regelmäßiges Training war ich nicht zu motivieren. Wir kickten in der Staffel und dafür reichte es allemale. Ich glaube, wenn damals schon dort eine Torjägerliste geführt worden wäre, hätte ich am Ende der Saison ganz oben gestanden“.
So kam erst wieder 2001 ein wenig Zucht in das Leben des Fußballers Dennis Simmat. Dafür sorgte dann Manfred Janssen, der erste Seniorentrainer des Nachwuchstalentes. Und der Erfolg ließ auch hier nicht lange auf sich warten. Platz zwei in der A-Klasse Koblenz, hinter der SG Eitelborn/Neuhäusel, reichte, um eine Liga höher zu klettern. Allerdings dauerte der Höhenflug nur eine Saison. Durch die Abschaffung der Landesliga musste auch Bendorf wieder in den Kreis zurückkehren. Aber der heute 31-Jährige blieb der SpVgg treu oder eher gesagt Manfred Janssen. Denn die Wege der beiden sollten sich fortan öfter kreuzen. So 2006/07 bei der SG Neuwied, eine Saison später in Eitelborn und ab 2009 wieder bei der SpVgg Bendorf. Der Familienvater war bereits 2008 ins Rheinstadion zurückgekehrt, wo er nun bereits wieder seit sechs Jahren erfolgreich aufläuft. Immerhin holte die SpVgg in der Saison 2011/12 auch dank seiner Treffer mit dem Kreispokal ihren bisher letzten Titel.
Hier war Dennis Simmat beim letzten Heimspiel gegen den FC Metternich einen Schritt zu spät. Insgesamt aber hat der Bendorfer Angreifer auch in dieser Saison bereits vier Mal getroffen.Foto: TH
Der letzte Titel der SpVgg Bendorf konnte im „Feindesland“ gewonnen werden. Ausgerechnet im damals frisch renovierten Weiherstadion in Weitersburg gewannen die Bendorfer ihren letzten Titel durch einen 2:1-Erfolg über Cosmos Koblenz.Foto: SpVgg Bendorf/Fl.Reinhardts