Vivat Limes - Römisch-Germanisches Erlebniswochenende in Sayn
Cicerones ließen Antike lebendig werden
Bendorf-Sayn. „Vivat Limes - Hoch lebe der Limes“ unter diesem Motto stand am vergangenen Wochenende eine Römisch-Germanische Erlebniswelt von Rheinbrohl bis nach Bendorf-Sayn. In Sayn, nicht weit von der Abteikirche entfernt, lief einst der römische Grenzwall. Insgesamt war er 550 Kilometer lang. Der Grenzwall sollte das Römische Reich vor den freien Germanen schützen.
Eine kleine Gruppe Germanen hatten es sich friedlich mit Zelt und allerlei Ausrüstungsgegenstände hinter dem Prälatengarten gemütlich gemacht. Am Vormittag gab es eine „Pferdepatrouille an der Grenze Roms“ - eine Limeswanderung mit Limes-Cicerona Barbara Friedhofen. Tags zuvor am Abend eine Fackelwanderung zum Römerturm.
Cicerones sind ausgebildete Gästeführer und Gästeführerinnen im Weltkulturerbe Limes. Am Prälatengarten war Cicerona Sylvana Sylvesta vor Ort. Im außerrömischen Leben heißt sie Susanne Syré. Am Nachmittag wurde die Germanengruppe inklusiv der Cicerona von Neugierigen besucht. Groß und Klein und Jung und Alt wollten erleben, wie denn das Leben an der Grenze zum Römerreich gewesen sein konnte. Es gab Stockbrot und Stelzenlaufen, im Bogenschießen und Axtwerfen konnte man sich probieren, Fibeln wurden geschmiedet, das sind römische Schnallen, die ein Kleidungsstück zusammenhalten. Kräfte waren zu messen beim Seilziehen und der Zauberer überraschte mit seinen Kunststücken und einer Schatzsuche. Und ganz klar: Lagerleben ohne Pferde nicht denkbar! Deshalb gab es Lanzenreiten und Ringstecken und ganz mutige kleine Germanen oder Römer durften sogar auf den Pferdchen ein Rundweg reiten. An dem Limes Wochenende konnte man die Geschichte der Römer und ihrer nächsten Nachbarn hautnah erleben - so auch in Sayn eine Veranstaltung für die ganze Familie.
Bogenschießen mit Cicerone Susanne Syré.
Das Lagerleben.