Exponate gesucht für Sonderausstellung im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum
„Die Braut trägt schwarz“
Bendorf. Der Traum in Weiß wurde vor circa 100 Jahren nur für wenige Bräute rund um den Hochofen der Sayner Hütte wahr. Die Arbeiter der Eisenhütten mussten oft kreativ sein, um die Hochzeit dennoch zum schönsten Tag im Leben werden zu lassen. Oft saßen die Bräute selbst an den Nähmaschinen oder änderten vorhandene oder geschenkte Brautkleider. Madita Grein und Marie Gödert, Praktikantinnen von der Trierer Schule für Mode und Design, widmen sich in einem Projekt dem Thema der „Eisernen Hochzeiten“. Sie tragen Traditionen, Bräuche sowie Lebens- und Liebesgeschichten zusammen. Das Projekt steht unter der Leitung der Villa Petersberg: Kleiderträume Kollektion und Couture, Natascha Klein. Inspiriert vom schwarzen Eisenschmuck hat sie exklusiv für die Ausstellung ein Brautkleid entworfen. Die Ausstellungsmacherinnen bitten um Mithilfe der Bevölkerung. Vielleicht gibt es noch alte Schätze, die innerhalb der Ausstellung veranschaulichen können, wie Urgroßvater und Urgroßmutter geheiratet haben. Kleidungsstücke, Schleier, Fotografien, Schmuck und sonstige Leihgaben sind willkommen. Die Stücke sollen die vergangene Zeit erlebbar machen, so Natascha Klein.
Die Sonderausstellung wird am 8. November im Rahmen der Hochzeitsmesse „Hochzeitsnacht auf Schloss Sayn“ eröffnet und bis zum 14. Dezember im Rheinischen Kunstguss Museum präsentiert. Sollten Exponate vorhanden sein, bitte unter Tel. (0 26 22) 90 29 13 oder per Mail museum@bendorf.de melden.