Programmvorstellung auf der ITB Berlin
Die Sayner Hütte im Preußenjahr 2015
Bendorf. „200 Jahre Preußen am Rhein“ nehmen der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz und seine Kooperationspartner zum Anlass, das Jahr 2015 unter das Leitthema „Preußen“ zu stellen. „Danke Berlin“ ist das Motto, mit dem der Rheinische Verein an eine 200-jährige Beziehung mit Folgen erinnert. Durch das ganze Jahr hindurch werden im gesamten Gebiet der ehemaligen preußischen Rheinprovinz verschiedenste Veranstaltungen unterschiedlichste Aspekte beleuchten. Am 1. Juni 1815 übernahm der preußische Staat die Sayner Hütte. Um 1830 wurde die neue Gießhalle errichtet. Neben den bereits bestehenden Gießereien in Gleiwitz (ab 1796) und Berlin (ab 1804) wurde die Sayner Hütte in den folgenden 50 Jahren zu einer der größten in Preußen. Sie versorgte das Rheinland mit Gebrauchseisen jeder Art und Größe und fertigte Rohre, Schienen, Kanonen und Munition für den Ausbau der Koblenzer Festungen. Durch neuartige Funktionsabläufe beim Verhütten und Gießen und durch die Leistungsfähigkeit ihrer Gebrauchseisen- und Kunstgussproduktion trat sie zum „Musterbetrieb“ hervor. Mit Ihr entstand in Sayn zu Beginn des 19. Jahrhunderts eines der großen Innovationszentren der Gusseisen-Technologie. Unter preußischer Führung gelang der Übergang zur industriellen Fabrikation. Auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) Berlin präsentiert sich denn auch die Sayner Hütte am Messestand des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. Mit einer ganz eigenen Veranstaltungsreihe widmen sich das Rheinische Eisenkunstguss-Museum Bendorf-Sayn und die Stiftung Sayner Hütte dem spannenden Thema im „Preußenjahr 2015“. Der international tätige Installationskünstler Ingo Bracke choreografiert einen inszenierten Rundweg über das Gelände der Sayner Hütte. Mit den Medien Licht, Klang und Objekt eröffnet er neue Blickwinkel auf Sujets des Hüttenbetriebes. Dabei bringt er Altes zum Klingen und gibt neue Einblicke in eine vergangene Welt.
Pressemitteilung
Stiftung Sayner Hütte
(v.l.) Die Geschäftsführer der Stiftung Sayner Hütte Werner Prümm und Rehlinde Glöckner, Ministerin Lemke und Bürgermeister Kessler.
Am Messestand des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz trafen sich die Vertreter aus Bendorf Werner Prümm, Rehlinde Glöckner, Michael Kessler und Barbara Friedhofen mit dem Vorsitzenden des Rheinischen Vereins, Prof. Dr. Heinz Günter Horn und Geschäftsführerin Dr. Heike Otto.Fotos: privat