Allgemeine Berichte | 21.01.2014

Peter „Pit“ Schneider lebte für die Narretei

„Ein letztes SäBaLä‘“

Peter Schneider mit seiner Frau Käthe und Rolf Barthel.PS

Bendorf-Sayn. Er war das, was man getrost im Rückblick als „karnevalistisches Urgestein“ bezeichnen kann: Peter Schneider, den man besser unter „dä Schneider Pit“ kannte. Er hatte wohl in seinem karnevalistischen Lebenswerk alle Stationen in seinem Verein, der Karnevalsgesellschaft 1937 Sayn - die in diesem Jahr ihr 7 x 11 Jubiläum feiert - inne. Verschiedene Vorstandsposten füllte er aus, war Wagenbauer für die Gesellschaft und damit mitverantwortlich für tolle Motivwagen, die er auch lange Jahre noch mit im ehemaligen „Schul-Pavillion“ im Pfarrgarten entstehen ließ. Für seine besonderen Verdienste um die KG 1937 Sayn e.V. wurde er hier mit allen Ehrungen des Vereins ausgezeichnet, wurde Ehrenmützenträger und Ehrenmitglied. Er erlebte den „Sääner Karneval“ von Hardys Saal bis zur Mehrzweckhalle. Früh war er ein Nachwuchsförderer, erkannte schnell, wie wichtig Jugendarbeit ist. Ihn mit seiner Frau Käthe zu Beginn einer jeden Karnevalssitzung der letzten Jahre im Saal zu begrüßen, gehörte zum gewohnten Ablauf des Programms. Man sieht ihn noch heute mit seinem Freund „Dietze Häns“ als „KG-Rentner“ per Fahrrad durch den Sayner Karnevalszug fahren. Seine Familie teilte seine Leidenschaft der Narretei und schon in zweiter Generation lebt nun sein Engagement in Sayn weiter. Käthe Schneider war ebenso im Wagenbau und dem Dekorationsbau immer mit aktiv und ist auch sonst hoch geschätzt von der KG für ihre Leistungen. Seine Tochter Birgit war im Jahr 1973 Kinderprinzessin Birgit I. von Rothen Mühlenstein mit Prinz Rüdiger I. von Porzellanien und beide fuhren in einem wunderschönen Schwanenmotivwagen durch die Züge. Birgit Heckmann ist heute Gruppenbeauftragte der Tanzgruppen, Vorstandsmitglied, verantwortlich für die Kindersitzungen und die Organisation der „Sääner Mücken“, macht Saalregie und ist der „gute Geist“ hinter den Kulissen. Seine Enkelinnen Kirsten und Linda sind als Tänzerinnen der „Sääner Mücken“ aktiv und trainieren wiederum Nachwuchs-Karnevalisten für das Programm der Kindersitzungen. So schließt sich der große Kreis. „Immer den Verein unterstützen“, das war Peter Schneiders Motto, dem Mann mit dem großen Herz, der immer hilfsbereit und freundlich in Erinnerung bleibt. Viele Jahre baute der Hundefreund in frühen Jahren schon Lautsprecher an der Zugstrecke auf und steuerte die Musikanlage über der „alten Sayner Apotheke“ und moderierte von hier den Karnevalsumzug. Auch zu Fronleichnam gehörte er mit der Tontechnik im Schlosspark zum gewohnten Bild, auch als fleißiger Helfer im Bereich der KG 1937 Sayn e.V. bei den Burgen- und Parkfesten. Peter Schneider, Jahrgang 1926, war der letzte Vertreter einer KG-Ära in Sayn und verstarb nun, kurz vor Beginn der Karnvalstage 2014.

PS

Peter Schneider mit seiner Frau Käthe und Rolf Barthel.Foto: PS

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