40 Jahre Weihnachtsmarkt in Bendorf
Ein romantischer Jubiläums-Markt
19 neue Holzhäuschen und eine Dekoration mit unzähligen Lichtern schufen eine einzigartige Atmosphäre
Bendorf. Seit 40 Jahren gibt es den Bendorfer Weihnachtsmarkt, und zum Jubiläum hatten sich die Organisatoren einiges einfallen lassen. Vor allem der Kirchplatz war mit vielen Lichtern und einem prachtvollen Weihnachtsbaum romantisch und heimelig. Dazu trugen auch die zahlreichen Holzhütten und Stände bei, die über die gesamte Bendorfer Fußgängerzone verteilt waren.
„Der Kirchplatz verleiht der Innenstadt seit seinem Umbau eine neue Mitte, die Neues mit Altem vereint. Auch das heutige Marktgeschehen präsentiert sich vor der ehrwürdigen Doppelkirche St. Medard, die eine ganz besondere Atmosphäre bringt“, sagte Stadtbürgermeister Michael Syré, als er den dreitägigen Markt eröffnete. Er wies auch auf die 19 neuen Holzhütten der Stadt hin, die das Marktbild veränderten: „Dass wir diese neuen Stände so attraktiv geschmückt heute präsentieren können, ist einer besonderen Partnerschaft von privaten Helfern und städtischen Mitarbeitern zu verdanken“, lobte der Stadtchef und weiter: „Die Gesichter auf den Baumstämmen sind Symbole für die Individualität unserer Bendorfer Innenstadt. 40 Gesichter stehen für 40 Jahre Weihnachtsmarkt. Die Weihnachtsgesichter der Holzmänner wurden von Schülerinnen und Schülern der Stufe 9 und 9 c der Karl-Fries-Realschule plus unter der kompetenten Anleitung ihrer Kunstlehrerinnen gestaltet.“ So hatte auch die Karl-Fries-Schule wie viele andere Gruppen und Vereine einen eigenen Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Syré betonte, dass es beim Jubiläums-Weihnachtsmarkt auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Schülern, Musikvereinen, Bands und dem Nikolaus gibt.
Zum Abschluss der Eröffnungsansprache dankte Syré allen, die zum Gelingen des Weihnachtsmarktes beigetragen hatten, insbesondere den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, der Werbegemeinschaft Blickpunkt Bendorf und den vielen freiwilligen Helfern und Organisatoren.
Und schon startete vor der Kirche auf der großen Bühne - die Akteure waren mit einem Halbrund aus Plastik vor Regen geschützt - der erste Programmpunkt mit den Musikvorträgen der Schüler des Wilhelm-Remy-Gymnasiums und danach des Musikvereins Sayn. Einen Tag später traten nach den Weihnachtsgeschichten mit dem Nikolaus die Musikvereine Stromberg und Ransbach-Baumbach auf. Highlight am Abend war die Gruppe „Vinnie Cooper“, die das Publikum mit ihrem Weihnachtskonzert begeisterte. „Vinnie Cooper“ ist mit mehr als zehn Jahren Bühnenerfahrung eine der angesagtesten Cover-Bands im Raum Koblenz und spielt auch Partyhits, Charts, Rock, Pop oder Karnevalshits. So standen die Zuhörer dicht gedrängt auf dem Bendorfer Kirchplatz und sangen und tanzten sogar zur Musik von „Vinnie Cooper“. Am dritten Markttag spielten die Big Band Mülheim, der Musikverein 1927 Nauort und die Georgsbläser Haiderbach.
An allen Tagen hatte nicht nur die Bücherei Bendorf mit einem tollen Bücherbasar geöffnet, sondern auch Galerien, zwei Kunstausstellungen und zahlreiche Geschäfte.
Die Betreiber der Stände boten das, was man sich für einen Weihnachtsmarkt wünscht: duftende Süßigkeiten, heiße und kalte Getränke sowie spezielle türkische Speisen. Das Sortiment an Weihnachtsdekoration, ein Standbetreiber aus dem erzgebirgischen Seiffen kommt schon seit 20 Jahren zum Bendorfer Weihnachtsmarkt, bot Wunderschönes für den Innen- und Außenbereich. Aber auch Wein und Pralinen, Selbstgemachtes, Bastelarbeiten, Wildspezialitäten, hochwertige Werkzeuge, Winterausrüstung und vieles mehr wurde angeboten.
An den drei Tagen besuchten Tausende Bürger den Bendorfer Weihnachtsmarkt und bestaunten auch Handwerkskunst von Holzschnitzern, Schaubäckern, Bürstenmacher oder Filzartikelherstellern. Dann gab es noch Kutschfahrten und für die Kinder Ponyreiten sowie auf dem Kirchplatz eine Krippe aus Holzfiguren und lebenden Schafen.