Allgemeine Berichte | 05.01.2016

Südindieninitiative Bendorf

Eindrucksvolles Spendenergebnis

Bendorf. Dank der großzügigen Spendenbereitschaft einzelner Mitglieder konnte die Südindieninitiative Bendorf im Jahr 2015 einen beachtlichen Spendenrekord verzeichnen.Für arme Schulkinder in Südindien, deren Eltern und Schule konnten im Jahr 2015 insgesamt 17.229,72 Euro nach Indien überwiesen werden. Dort wurden die Gelder nicht einfach verteilt, sondern gezielt eingesetzt.Father Balashowry, ehemaliger Schulleiter einer Mittelschule in Mothkur,kennt persönlich die Schüler(innen) und ihre Familien sowiederen Herkunftsorte. Darüber hinaus sorgt eine jährliche „Closing List“ dafür, dass aus der Förderung alle die ausscheiden, die die Schule, aus welchen Gründen auch immer, verlassen haben. Das wird den Patenkindern rechtzeitig mitgeteilt. Ds neue Schuljahrbeginnt in Indien übrigens im Monat Juni.

Wie vielleicht bekannt, wurde die Südindieninitiative („ISI“) im Jahr 2001 gegründet, in Deutschland wird sie betreut von K.H.Brink, ehemaliger Studiendirektor am Gymnasium Bendorf. Dorthin sollten sich auch alle wenden, die an einer Förderung eines indischen Kindes interessiert sind. Die Pateneltern erhalten jeweils ein Foto ihres persönlichen Patenkindes. Seit der Gründung wurden bis einschließlich 2015 172.727,30 Euro nach Indien überwiesen, wobei die Gelder ohne Abzug von Verwaltungskosten in Indien ankommen. In deutschen Presseorganen liest man meist leider nur etwas über das Riesenland mit 1,3 Mrd. Einwohnern, wenn dort ein Unglück passiert ist oder sonst etwas Ungewöhnliches zu verzeichnen ist. So berichten die Medien ausführlich über Mukesh Ambani aus Mumbay (Bombay), der im Herzen der Großstadt ein 27-stöckiges Schachtelgebäude mit Platz für drei Helikopterplätze, für 168 Autos, neun Aufzüge, ein Kino und einen Tempel besitzt. Ds Gesamtvermögen des reichsten Mannes Indiens wird auf 20 Mrd. Dollar geschätzt. Doch darf man sich von solchen Meldungen nicht blenden lassen. Auch in Indien klafft eine Schere zwischen arm und reich, die immer größer wird. Die Statistik weist des weiteren aus, dass 30% der Einwohner immer noch unter der absoluten Armutsgrenze leben, das sind 363 Mio. Menschen. Indien ist das Land mit den meisten Armen weltweit. Das gilt auch insbesondere für den Süden des Landes, wo unser Fördergebiet liegt, und das vor allem landwirtschaftlich geprägt ist. Viele sind dort von der Arbeit auf den Feldern abhängig. Unter Umständen müssen sie den Wohnort verlassen, wenn die Ernten ungleich verteilt sind. Die meisten wohnen in Lehmhütten, haben einen Hauptwohnraum zur Verfügung, ein Dach aus Palmblättern. Fließendes Wasser und eine Toilette gibt es noch längst nicht in allen Hütten. Deshalb ist finanzielle Hilfe nach wie vor erforderlich. Einer der Superreichen, der eine Stiftung für Bildung ins Leben gerufen hat, drückte das Förderziel wie folgt aus: Bildung sei die wohl wichtigste Institution, wenn es darum gehe, die Gesellschaft zu verbessern. In diesem Sinne arbeitet „ISI“ seit seiner Gründung.

Weiter oben wurde die Wirkweise der „Closing List“ erwähnt. Neben dem erhöhten Verwaltungsaufwand ist eine weitere Folge, dass nicht jede Patenfamilie nach Ablauf der Förderzeit bereit ist, ein neues Patenkind zu übernehmen. Deshalb würden es die Beteiligten begrüßen, wenn sich neue Einzelpersonen oder Familien für eine Mitgliedschaft bei „ISI“ bereit finden würden. Wer sich angesprochen fühlt, und ein Patenkind oder ein Projekt fördern möchte, setze sich bitte mit dem Leiter der Initiative in Verbindung: K.H.Brink, Kirchhofsweg 9,56170 Bendorf, Tel 02622/13958,Mail:karl-heinz.brink@online.de Förderer erhalten am Jahresende eine Spendenbescheinigung. Das Spendenkonto lautet: Pfarrgemeinde St. Clemens Mülhofen,IBAN DE 570501200002018521;Swift-Bic MALADE 51 KOB

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