Politik | 05.05.2014

Veranstaltung „Wachstum für Europa“ in Koblenz

Elektroautos stärker fördern

Die GRÜNEN-Mitglieder Carmen und Andreas Bohlender aus Vallendar (v.l.)mit Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (M.). privat

Koblenz/Vallendar. Der Kreisverband Koblenz von Bündnis 90/DIE GRÜNEN lud zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Zukunft von Europa ein. Carmen Bohlender, Kandidatin der GRÜNEN-Listen für den Stadtrat und die VG Vallendar sowie den Kreistag Mayen-Koblenz, nutzte gemeinsam mit weiteren Mitgliedern aus dem GRÜNEN-Ortsverband Vallendar die Gelegenheit, um sich zu informieren und ihre Frage zur Elektromobilität zu stellen: „In Frankreich wird der Kauf eines E-Mobils mit 5.000 Euro gefördert. Wie kann man nach diesem Vorbild eine einheitliche europäische Regelung erreichen?“ Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, schlägt vor, dass in 20 Jahren nur noch Elektro- und Hybridfahrzeuge neu zugelassen werden können – und das möglichst europaweit. Vorreiter sei hier China, hier gebe es in Großstädten Quoten für Elektrofahrzeuge. In Peking sollen ab 2017 die Hälfte der neu zugelassenen Autos mit Elektroantrieb fahren. Ralf Fücks erläuterte seine Zukunftsvisionen für ein zukunftsorientiertes Europa. Dazu gehört nicht nur die Umstellung auf eine nachhaltige Produktionsweise, sondern eine möglichst gute Bildung und Ausbildung. Bildung mache uns alle stark, um selbstbewusst mit dem raschen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft umgehen zu können. Erneuerbare Energien schaffen neue Arbeitsfelder, die in der Zukunft maßgeblich für Erfolg oder Misserfolg unsere Wirtschaft sind. Elektromobilität sei eine Brücke zwischen dem Energie- und dem Verkehrssektor. Der Übergang zur Massenproduktion von Elektrofahrzeugen müsse stärker von der Bundesregierung gefördert werden, zum Beispiel durch Steuervergünstigungen und bessere Abschreibungsmöglichkeiten für Firmenfahrzeuge.

In einem persönlichen Gespräch der Vallendarer GRÜNEN mit der Wirtschaftsministerin Eveline Lemke war man sich einig, dass das Herz des wirtschaftlichen und ökologischen Europas in jeder einzelnen Kommune schlägt und die kommunalen Räte gezielt an der Umsetzung der dezentralen erneuerbaren Energien arbeiten müssen. In ihrer Ansprache wies Ministerin Eveline Lemke darauf hin, dass Investitionen die heute getätigt werden, langfristiger und zukunftsorientierter begutachtet werden müssen. Wirtschaft, Klimaschutz und Energie seien stark miteinander verknüpft. Die Selbstversorgung mit Strom mache uns unabhängig und stark. Die Weiterentwicklung von kommunalen Abfallwirtschaftskonzepten im Sinne der Energieerzeugung müsse unterstützt und gefördert werden. Es lohne sich, jeden Tag für Europa zu kämpfen. Gesetze müssten auf Bundesebene geändert werden, damit wir die realen wirtschaftlichen und ökologischen Zukunftsvisionen leben können. „Nur wenn wir europäisch Denken und das große Ganze sehen, können wir auch in den kommunalen Räten effizient und sinnvoll agieren und die Energiewende voranbringen. Hierbei muss die dezentrale Energieerzeugung eine herausragende Rolle spielen, um die Wertschöpfung in den Kommunen zu behalten“, so Carmen Bohlender abschließend.Pressemitteilung

Carmen Bohlender

Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Die GRÜNEN-Mitglieder Carmen und Andreas Bohlender aus Vallendar (v.l.)mit Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (M.). Foto: privat

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