Allgemeine Berichte | 03.07.2014

Verein „Individuelle Hilfen zur Erziehung“

Es werden noch Lernpaten gesucht

Eine der Lernpaten-Gruppen beim Supervisions-Treffen im Mai.privat

Kreis Mayen-Koblenz. Da die Lernpaten sehr erfolgreich sind und für das nächste Schuljahr schon weit mehr Anfragen als Lernpaten vorliegen, sucht der Verein „Individuelle Hilfen zur Erziehung“ dringend noch weitere Frauen und Männer, die sich vorstellen können, einmal in der Woche ein bis zwei Stunden Zeit mit einem Grundschüler (in der Schule) zu verbringen. Besonders im Kreis Mayen-Koblenz muss das Team verstärkt werden.

Vor der Arbeit mit den Kindern wird der Lernpate eigens geschult und erhält regelmäßiges Coaching und professionelle Hilfe.

„Nachdem ich mich bei dem Verein für die Aufgabe als Lernpate telefonisch gemeldet habe, ging es in meinem Fall auch schon sehr schnell los mit der Schulung. Wir haben die nötigen Informationen erhalten und konnten in der Gruppe viel über Kinder erfahren.

Wichtig war auch, dass unsere Lebenserfahrung mit einbezogen worden ist“, beschreibt ein Lernpate seinen Anfang beim Projekt.

Die Anforderungen an Lernpaten ergeben sich aus der Aufgabe, dem jungen Menschen Zuverlässigkeit, Halt und seelische Unterstützung zu geben. Sie sollten Kindern grundsätzlich mit Interesse, Einfühlungsvermögen und Respekt begegnen. Lebenserfahrung und ein Gespür für Probleme und deren kreativer Behandlung kann dabei ebenso hilfreich sein wie eine pädagogische Vorerfahrung.

Das Alter spielt dabei natürlich keine Rolle.

Gründe gibt es viele, sich als Lernpate zu engagieren: Da ist einmal die Einsicht, dass den Kindern und Jugendlichen geholfen werden muss. Nach einem langen Berufsleben kann die Lernpatenschaft eine lohnende Aufgabe für den geistig noch aktiven, aber nicht mehr geforderten Menschen sein, der noch so viele Fähigkeiten an die kommende Generation weiterzugeben hätte. Auch Eltern, deren eigene Kinder immer selbstständiger werden, können hierin noch eine neue Aufgabe sehen, ebenso Studierende, die pädagogische Berufe anstreben und in diesem Projekt Erfahrungen sammeln möchten.

„Auch für mich als Mutter einer kleinen Tochter und mit einer Teilzeitstelle ist dieses Ehrenamt gut zu schaffen.

Es macht mir viel Spaß zu sehen, wie sich mein Patenkind auf unsere gemeinsame Zeit freut. Das ist für mich einer der Kernpunkte in diesem Projekt. Ich möchte meinem Patenkind einen schönen Rahmen für die eigene Persönlichkeit bieten. Ohne Beurteilungen, Bewertungen oder Druck“, schildert eine Lernpatin die Beweggründe für die ehrenamtliche Arbeit.

So sehr das Kind von einem Erwachsenen profitiert, der ihm seine ganze Aufmerksamkeit für die wöchentliche Begegnung schenkt, so sehr profitiert der Erwachsene, der miterleben darf, wie wichtig diese Begleitung für den jungen Menschen ist. Interviews von Teilnehmern im Lernpatenprojekt sprechen eine deutliche Sprache, etwa, wenn das Kind voller Stolz von „seinem“ Lernpaten erzählt, um den es von der ganzen Klasse beneidet wird, weil er bei den Aufgaben hilft, mit ihm liest oder spielt.

Wer ein bis zwei Stunden in der Woche einem Kind Aufmerksamkeit schenken möchte, einfach da sein möchte, spielen, Hausaufgaben begleiten, kleine Übungen machen und mit viel Herz und gesunden Ohren für ein Jahr ein verlässlicher Partner für ein Patenkind sein möchte, kann sich als Lernpate melden.

Weitere Informationen zur nächsten Ausbildungsrunde unter Tel. (01 71) 4 37 69 12 oder unter Tel. (02 61) 55 01 85 78.

Eine der Lernpaten-Gruppen beim Supervisions-Treffen im Mai.Foto: privat

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