Lokalsport | 12.03.2013

Sayntal-Camp der E-Jugend

Fördern - Stärken - Verbinden

Akrobatik will gelernt sein.  Privat

Sayn. Mit dem nunmehr bereits zum zweiten Mal ausgerichteten Sayntal-Camp trafen sich Kinder der Sayn-Mülhofener E-Jugend auf dem Gelände rund um das Vereinsheim des SV Blau Weiß Sayn. Die Vereinsverantwortlichen möchten den Gemeinschaftssinn der Kinder außerhalb des regulären Spiel- und Trainingsbetriebs stärken. Natürlich - wie könnte es anders sein - wird auch Fußball gespielt, aber im Mittelpunkt steht das Gemeinschaftserlebnis.

Für den Vorsitzenden des SV Blau Weiß Sayn, Frank Matthies, steht fest: „Ein Verein muss mehr sein als ein Ort der technischen Optimierung seiner sportlichen Fähigkeiten. Ein guter Verein bietet seinen Mitgliedern auch die Möglichkeit, kindgerecht wichtige soziale Erfahrungen zu machen. Dazu gehört, den Kindern Raum dafür zu geben, eigene Grenzen auszutesten, gemeinsam etwas zu erleben, sich mit anderen zu messen.“

Der wichtigste Lerneffekt im Sayntal-Camp ist demzufolge, dass die Kinder sich einerseits in die Gruppe einfügen müssen, sich andererseits aber auch als Einzelpersonen mit ihren individuellen Besonderheiten angenommen fühlen können. „Wir legen großen Wert darauf, dass alle die nötige Wertschätzung erfahren und dass alle einander mit Respekt begegnen, denn das ist die Grundlage für eine gelingende Gemeinschaft“, betont der Jugendleiter des SV Blau Weiß Sayn, Dirk Schade. Wenn das dem Verein gelingt, dann haben alle etwas davon. In diesem Sinne hatten sich die hoch engagierten Dirk Schade, Frank Matthies, Deniz Görgün und Carmelo Latino für zwei Tage ein breites Spektrum an Aktivitäten für die Kinder überlegt: Geschicklichkeits-, Bewegungs- und Konzentrationsspiele, Nachtwanderung, Lagerfeuer, gemeinsames Grillen, Home-Kino, Übernachtung mit Camping-Faktor und einiges mehr. War noch was? Ach ja: die Mädchen. Inmitten einer umtriebigen Jungenschar nahmen auch einige Mädchen an den Aktivitäten rund um das Vereinsheim teil. Wird Mädchenfußball im Sayntal ein Thema? „Fußball spielende Mädchen sind bei uns schon länger ein Thema“, erläutert der Geschäftsführer, Dr. Benedikt Descourvières, „weil sie sich zunehmend bei uns anmelden, um mit den Jungen zu spielen - übrigens mit Erfolg und mit steigender Tendenz. Wir agieren da pragmatisch und ohne ideologische Hemmschuhe.

Bei uns sind einfach alle willkommen, die Fußball spielen wollen.“ Das ist wohl auch das Erfolgsrezept im Sayntal: Pragmatisch anpacken und menschlich gewinnen. Am Sonntagnachmittag endet das Sayntal-Camp nicht ohne ein glückliches Lächeln auf die müden, aber auch sehr glücklichen Gesichter aller Teilnehmenden gezaubert zu haben: „Das war ein großer Erfolg für die Kinder, die Eltern und den Verein.

Mich persönlich freut es immer wieder sehr, den Kindern durch Sport und Spiel Wichtiges auf den Weg geben zu können“, bilanziert Dirk Schade, während er hochzufrieden und glücklich erschöpft den Heimweg antritt. Auf ein Neues im Sayntal!

Ball-Kunst einmal anders.

Ball-Kunst einmal anders.

Akrobatik will gelernt sein. Fotos: Privat

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