SV Blau Weiß 1911 Sayn
„Fußball ist ein Bewegungsspiel“
Sayner F1-Jugend hält Turnierrekord
Sayn. Martin Schilk trainiert mit Umsicht, Scharfsinn und Zielstrebigkeit die Sayner F1-Jugend. Für den engagierten Diplom-Sportlehrer zeichnen sich Fußballtraining und fußballerische Entwicklung durch die permanente Schulung von Bewegungsabläufen aus: „Das lernt man nur auf dem Platz und nicht auf dem Sofa. Wer sich entwickeln will, muss raus an die frische Luft und an den Ball“, lautet sein Credo. Die Kinder lassen sich von Schilks sportlichem Sendungsbewusstsein wahrhaft anstecken und folgen ihm unerschrocken auf jedes Turnier in ganz Rheinland-Pfalz. Denn das ist die große Besonderheit von Schilks Team: „Während andere Jugendmannschaften pro Halbjahr neben dem regulären Spielbetrieb noch ungefähr ein Turnier besuchen, steuert Schilks Truppe unermüdlich jede sich bietende Gelegenheit an, um sich jeden Monat auf Turnieren mit anderen Teams zu messen“, zollt Jugendleiter Dirk Schade Anerkennung. An langen Wochenenden mit Brückentag können es auch schon mal zwei Turniere sein, das ist Rekord. Fulminanter Höhepunkt war das Turnier in der Schneeeifel: Schilk hatte dort zwei Mannschaften gemeldet, konnte aber wegen Erkrankungen real nur ein Team aufstellen. Absagen? Kam nicht in die Tüte - Infolgedessen spielte dieselbe Mannschaft in zwei Gruppen und - jetzt kommt’s - qualifizierte sich in beiden Gruppen für das Halbfinale. Nach diesem Meisterstück gesellte sich neben großer Genugtuung auch freudvolle Erschöpfung. Zum Abschluss der Turnier-Olympiade gab sich die F1 Mitte Juli die Ehre auf der „F-Junioren-WM“ des VFR Koblenz auf der Karthause. Alle antretenden Mannschaften spielten nach der guten Idee der Turnierleitung in den Farben je eines WM-Teams. Die Sayner Jungs repräsentierten im übertragenen Sinne Frankreich und bekamen dazu auch die passenden blauen T-Shirts. Auf dem gepflegten Kunstrasenplatz der Karthause erspielten Francesco, Justus, Jasper, Leonhard, Arian, Jan Luca, Lorenz und Tristan begleitet von etlichen begeisterten Fans und den Trainern Martin Schilk, Michael Bernd und Rico Egler zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei sehr knappe 0:1-Niederlagen. „Es war heute mehr drin, aber wir haben gut mitgehalten“, resümierte Schilk am späten Nachmittag. Bedauerlich waren lediglich die harten Fouls der Urbarer Vereinsjugend, die es mit ihrem spielerischen Können nicht nötig gehabt hätten, als Klopper-Truppe aufzutreten. Aber das blieb glücklicherweise ein Einzelfall. Für Schilk und sein Team heißt es nun: kurze Trainingspause in den Sommerferien und danach Anlauf zur nächsten (Turnier)-Saison „mit Wille und Wucht“ (Mehmet Scholl).
Schnell und zielgerichtet stürmen die Spieler zum Ball.