Solidaritätsfest in Engers zugunsten der türkischen Bergleute
Fußballfans aller Farben feiern und spielen gemeinsam
Engers. In Engers feierten Fußballfans aller Farben ein friedliches Fest zugunsten der Bergarbeiterfamilien in Soma (Türkei), wo 301 Kumpels vor wenigen Wochen bei einem Grubenunglück starben. Schalke 04 hatte als traditioneller Bergmannsverein in Deutschland in besonderer Weise sein Betroffenheit zum Ausdruck gebracht. Die Veranstalter wussten nicht, ob und inwieweit ihr Aufruf Resonanz finden würde, „aber jetzt sind alle die mitgemacht haben, zufrieden“, sagten die Organisatoren des Festes, zu dem Hunderte Zuschauer den ganzen Nachmittag über nach Engers kamen und ein vielfältiges Programm erlebten: Zwei Jugendspiele, eine Ansage durch Trainerlegende Rudi Gutendorf, der Schirmherr der Veranstaltung war. eine große Tombola, die alle einem Zweck dienten, nämlich Spenden zu sammeln für die Familien der 301 toten Bergleute in der Türkei. Sogar Schalke-Fans aus Holland („Schalke Fanclub Bakel“) beteiligten sich an der Aktion und an dem Tag brachten viele Fußballfans ihre Farben gleich mit und so hingen am Zaun des Stadions am Wasserturm alle möglichen internationalen Fußballfarben, was die Veranstaltung noch einmal aufwertete. Am Grill standen den ganzen Nachmittag türkischstämmige Sportkameraden, die die Gäste mit Grillspezialitäten versorgten. Auf einem Transparent drückten die Veranstalter ihre Solidarität für die betroffenen Familien auf deutsch und türkisch aus („Wir sind bei Euch“). Jeder Besucher konnte selbst auf dem Transparent seine Unterschrift und damit Solidarität ausdrücken. Die Spendengelder nimmt Schalke-Ehrenpräsident Gerhard Rehberg, selbst pensionierter Bergmann, mit in die Türkei und wird es dort persönlich an die Betroffenen weiter reichen.
In kürzester Zeit war der Zaun mit allen teilnehmenden Vereinsfarben behängt.