Klub Kölner Karnevalisten 1950 e.V. kehrte für seinen Vorstellabend nach Weißenthurm zurück
Gelungenes karnevalistisches Gipfeltreffen
Weißenthurm. Im vergangenen Jahr führte der Klub Kölner Karnevalisten 1950 e.V. seinen Vorstellabend noch in Koblenz durch. Doch nach dem einjährigen „Auswärtsspiel“ ist der KKK an seine bewährte Wirkungsstätte zurückgekehrt: die Weißenthurmer Stadthalle.
Zahlreiche Repräsentanten regionaler Karnevalsvereine hatten sich eingefunden, um sich über Musikbands, Tanzgruppen und Redner zu informieren und eventuell auch noch den ein oder anderen Vertrag zu tätigen. Für die auftretenden Künstler war es ein erster Probelauf für die neue Session, die bekanntlich am 11.11. beginnt. Das Programm, welches der KKK für den Abend zusammengestellt hatte, war ein regelrechtes karnevalistisches Gipfeltreffen. Durch das Programm führte Robert Greven, seines Zeichens erster Vorsitzender des Klubs Kölner Karnevalisten. Er konnte im Publikum unter anderem die TV-Legende Hans Meiser und RKK-Präsident Hans Mayer begrüßen, wobei letzterer den Abend auch dazu nutzte, nochmals die Initiative seines Verbandes für die Berücksichtigung ehrenamtlicher Tätigkeiten bei der Berechnung der Rente vorzustellen.
Proben der vergangenen Wochen zahlten sich aus
Im Mittelpunkt des Abends standen jedoch nicht die prominenten Gäste, sondern vor allem die Showgrößen, die man ansonsten überwiegend nur aus TV-Sendungen und von Kölner Großveranstaltungen kennt. Und diese bewiesen eindrucksvoll, dass sie in den zurückliegenden Wochen und Monaten schon intensiv geprobt haben. Besonders große Aufmerksamkeit erhielt Fred van Halen, der als einer der gefragtesten Bauchredner in Europa gilt. Der im Safari-Look gekleidete Künstler lieferte sich ein köstliches Rede-Duell mit seinem gefiederten Freund namens „Aki“. Mit einem Rollator in Motorrad-Form (Kennzeichen: K-FC 4711) fuhr Peter Schulte (bekannt als „Fibbes“) in die Halle. Auch er zündete ein Feuerwerk gelungener Witze. Durch das Fernsehen bekannt sind auch „Harry und Achim“, die das klassische Zwiegespräch auf Rheinisch in Perfektion präsentierten: witzig, spontan, liebevoll boshaft und nie um eine Antwort verlegen.
Zu den musikalischen Highlights des Abends zählte Bruce Kapusta. Der Clown mit Trompete feiert sein 22-jähriges Bühnenjubiläum. Er ließ die große Showbühne kurzerhand links liegen und präsentierte sein komplettes Programm in der Mitte des Saales in unmittelbarer Nähe der Mitglieder des Mülheimer Möhnen-Clubs. Er begeisterte nicht nur durch sein außergewöhnliches Können an der Trompete, sondern auch mit seiner Stimme.
Zu den musikalischen Überraschungen des Abends gehörte die Gruppe „Druckluft“. Das junge Team begeisterte nicht nur mit farbenfrohen Kostümen, sondern auch mit klassischen Instrumenten wie zum Beispiel Trompeten, Posaunen und Geigen. Etwas rockiger ging es bei der Gruppe „Schäng“ zu, deren charismatisches Outfit einen vergleichbaren Wiedererkennungswert hat wie die Karo-Muster bei der Gruppe Brings. Bei den „Wanderern“ handelte es sich um die Künstler, die modernen A-Capella-Gesang vortrugen, welchen sie mit einer Show origineller Ideen bereicherten.
Von Rivalität nichts zu spüren
Zu den absoluten Höhepunkten des Abends, in dessen Verlauf noch viele weitere Künstler auftraten, gehörten drei hochkarätige Tanzgruppen. Die grün-weißen „Schlebuscher“ gelten als Aushängeschild des Leverkusener Karnevals. Die „Zunft-Müüs“ feierten ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Bei ihrer Zugabe „Atemlos“ (Helene Fischer) hielt es niemanden im Saal mehr auf den Sitzen. Luftakrobatik vom Feinsten präsentierte auch das Tanzcorps „Colonia Rut Wiess“, das die Zuschauer beeindruckte. Bei den drei Tanzgruppen war keine Rivalität festzustellen, im Gegenteil: Nach ihren Aufführungen verblieben die Gruppen noch gerne in der Stadthalle, feuerten ihre Mitbewerber bei deren Tanzdarbietungen an und bejubelten diese ebenso wie das begeisterte Publikum.
Der Vorstellabend war eine rundum gelungene Veranstaltung, bei der die 550 anwesenden Gäste schon einmal einen Vorgeschmack auf das erhielten, was in der anstehenden Session an karnevalistischen Höhepunkten auf den großen Bühnen in Köln und im gesamten Rheinland zu sehen sein wird.
Der „Fibbes“ begeistert seit über 35 Jahren seine Zuhörer.
Luftakrobatik vom Feinsten präsentierte auch das Tanzcorps „Colonia Rut Wiess“.
Die junge Gruppe „Druckluft Brass & Performanceband“ gehört zu den großen Neuentdeckungen des Karnevals.
Einen aktuellen Filmbeitrag zu diesem Thema finden Sie bald unter www.blick-aktuell.tvReinschauen lohnt! Viel Spaß.
