Wirtschaft | 09.05.2014

EVM an Demonstrationsanlage der „Strom zu Gas-Technologie“ beteiligt - Inbetriebnahmen am 7. Mai

Großprojekt der Energiewende nimmt Fahrt auf

Einmalig in Deutschland: „Strom zu Gas-Demonstrationsanlage“ wandelt Strom in Wasserstoff um und speichert diesen im Erdgasverteilnetz. Eveline Lemke, rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin, und Josef Rönz, Vorsitzender der EVM-Geschäftsführung, überzeugen sich am Kernstück der Anlage von der Technik, dem Elektrolyseur.Quelle: www.szg-energiespeicher.de

Koblenz/Frankfurt am Main. Zusammen mit zwölf Projektpartnern der Thüga-Gruppe und Gästen aus Politik und Wirtschaft hat die Energieversorgung Mittelrhein GmbH (EVM) gestern (7. Mai) in Frankfurt am Main ihre „Strom zu Gas-Demonstrationsanlage“ in Betrieb genommen. Die Unternehmen prüfen in einem dreijährigen Probebetrieb die Praxistauglichkeit der „Strom zu Gas-Technologie“, mit der die Speicherung von erneuerbaren Energien möglich wird. „Gemeinsam mit der regenerativen Stromerzeugung und den intelligenten Netzen bilden Speicher das Rückgrat der Energiewende. Ich freue mich, dass unsere vier beteiligten Unternehmen aus Rheinland-Pfalz hier auch für unser Bundesland wichtige Erfahrungen sammeln können“, betonte Eveline Lemke, rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin, an-lässlich der Inbetriebnahme der „Strom zu Gas-Demonstrationsanlage“. Ihr Kollege aus Hessen, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, fügte an: „Speichertechnologien zu entwickeln, ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die Energiewende, wenn die Integration von Wind- und Solarstrom gelingen soll. Die beteiligten Unternehmen leisten mit ihrer innovativen Anlage einen wichtigen Beitrag.“

Betriebs- und Forschungsphase bis Ende 2016

Ende vergangenen Jahres hat die Anlage den Probebetrieb aufgenommen und erstmalig Wasserstoff in das Erdgasverteilnetz eingespeist - Ende März erfolgte das Ende der Planungs- und Bauphase und damit die technologische Abnahme. „Dies ist bundesweit die erste Anlage, die in Wasserstoff umgewandelten Strom ins Erdgasverteilnetz einspeichert. Damit leisten wir wertvolle Informationen für die Forschung im Bereich der zukunftsfähigen Speichertechnologien“, sagte Josef Rönz, Vorsitzender der EVM-Geschäftsführung. Aufgrund der Einzigartigkeit sei es auch bis zum Ende des Probebetriebs besonders spannend gewesen, erklärte Andreas Weiland, als Projektverantwortlicher der EVM: „Wir mussten die stabile Funktionsweise einer so noch nicht existierenden Anlage nachweisen.“ In der nun beginnenden dreijährigen Betriebsphase wird die Anlage am Regelenergiemarkt teilnehmen. Das heißt, befindet sich zu viel Strom im Netz, nimmt die Anlage den überschüssigen Strom auf und wandelt ihn in Wasserstoff um. „Damit trägt die „Strom zu Gas-Technologie“ nicht nur zur Energiespeicherung bei, sondern auch zur Stabilität des Stromnetzes“, sagte Andreas Weiland. Die EVM wolle mit der Investition von 1,5 Millionen hauptsächlich Erfahrungen sammeln, erklärte Josef Rönz: „Wir halten diese Art der Speichertechnologie für vielversprechend und bundesweit einsetzbar. Gerade, weil wir das bereits sehr gut ausgebaute deutsche Erdgasnetz nutzen können.“ Darum gehe das Testen und Ausprobieren auch in den nächsten Monaten noch weiter. Kontinuierlich werden Parameter wie die Regelgeschwindigkeit, also wie schnell die Anlage hoch und runter gefahren werden kann, der Wirkungsgrad und die eventuelle Abnutzungserscheinungen gemessen und analysiert.

Erdgasnetz wird zum Speicher

Die „Strom zu Gas-Technologie“ wandelt mittels Elektrolyse Strom aus Wind und Sonne in Wasserstoff um. In dieser Form wird die Energie dann im Erdgasnetz gespeichert, bis sie gebraucht wird. Damit gelingt es, das schwankende Angebot der Natur effizienter zu nutzen. Denn weder Sonne noch Wind richten sich nach dem Bedarf der Stromverbraucher. Das Erdgasnetz könnte in Zukunft also ein großes und leistungsfähiges Speichermedium sein, das gleich einer wieder aufladbaren Batterie Angebot und Bedarf ausgleicht. Auf diese Weise kann das Energieangebot der Natur optimal genutzt werden.

Mehr Details? Siehe Projektplattform: www.szg-energiespeicher.de.

Pressemitteilung

der EVM Mittelrhein GmbH

Einmalig in Deutschland: „Strom zu Gas-Demonstrationsanlage“ wandelt Strom in Wasserstoff um und speichert diesen im Erdgasverteilnetz. Eveline Lemke, rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin, und Josef Rönz, Vorsitzender der EVM-Geschäftsführung, überzeugen sich am Kernstück der Anlage von der Technik, dem Elektrolyseur. Foto: Quelle: www.szg-energiespeicher.de

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Christian Vogel: Der Bereich muss raus aus Koblenz! Neues Umfeld, neues Personal und dichter h heran an die wichtigen Entscheidungsträger. Bonn, Koblenz und die Rhein-Schienen als solches sind Geschichte und wurden...
  • Daniela Espig-Austerschmidt : Ich arbeite mit meiner Helfertruppe " Die AHRtal Maulwürfe " seit 5 Jahren im Ahrtal im Wiederaufbau! Überall fehlt es an Geldern , die Versicherungen zahlen nicht, die Gutachter besch.....die Betroffenen...
  • Klitzing Manfred : Da die Verfilmung mit Sicherheit nicht die Schuldigen der Folgen der Flut benennt und diese auch nicht real zur Rechenschaft gezogen worden sind , könnt Ihr Euch die Schönfärberei sparen ! Es gibt immer...
  • Maria Dünchem: Die KI sagt: Standort: Die Aufnahme zeigt den alten Brunnen vor den Römer-Thermen in Bad Breisig. Objekt: Zu sehen ist ein Brunnen mit dicken Verkrustungen, die durch mineralreiches Wasser entstanden...
  • Christa Jobelius : Das ist der alte Brunnen vor den Römerthermen, wo früher das braune Breisiger Wasser floß. Dieser Brunnen wurde von der Familie Schuh vor ihrem Bäderhaus errichtet.
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag Imageanzeige
Imageanzeige - Dauerauftrag
Gesundheitsmagazin Kreis AW
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Gesundheitsmagazin
Anlagenmechaniker
Titelanzeige
Koblenzer Fashion Show
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die Kölner Straße in Sinzig: Hier wird bald gebaut.  Foto: ROB
90

Bis Ende Juni wird eine Baustellenampelanlage installiert

Sinzig: Bauarbeiten und Umleitung in der Kölner Straße

Sinzig. Ab dem 26. Mai 2026 finden im Stadtgebiet Sinzig weitere Straßenbauarbeiten statt, die den Verkehr beeinträchtigen. Zusätzlich zu den Bauarbeiten und Umleitungen im Bereich Schulzentrum wird in der Kölner Straße im Bereich Hohenstaufenstraße bis Ende Juni 2026 eine Baustellenampelanlage installiert, weil baustellenbedingt nur einspuriger Verkehr möglich ist. Da eine Zufahrt über die Hohenstaufenstraße...

Weiterlesen

Nadine Kreuser.  Foto: privat
30

Manchmal reicht ein offenes Fenster. Ein Luftzug, der plötzlich durchs Haus geht. Alte, abgestandene Luft hinaus – frische hinein. Gerade jetzt im Frühsommer stehen viele Fenster offen. Es wird heller, leichter, bewegter.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: ROB
31

Aus dem Polizeibericht

Diebstahl in Rheinbrohl

Rheinbrohl. Im Zeitraum zwischen dem 21.04.2026 und dem 19.05.2026 entwendeten bislang unbekannte Täter aus einem Rohbau in der Hilgersstraße in Rheinbrohl mehrere Paletten mit Fliesen, Spezialkleber sowie diverse Werkzeuge. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte zum Abtransport des Diebesguts ein größeres Fahrzeug genutzt worden sein.

Weiterlesen

Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige Werbeplan 2026
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0299#
Rund ums Haus
Neueröffnung in Bad Neuenahr
Anzeige Filiale Ahrweiler
2026, Herzenswolle feiert ersten Geburtstag
Stellenausschreibung: Betriebshof
Kirmes in Weißenthurm
Fit für`s Alter?