BCE Mittelrhein
Im Dauereinsatz für die Kollegen
Willi Böhm wurde nach 29 Jahren Gewerkschaftsseniorenarbeit verabschiedet
Bendorf. Bei dem schon traditionellen Forellenessen am Silbersee, organisiert von Peter Speier, dem Vorsitzenden des Bendorfer Angelvereins, und unter Mithilfe seiner Familie, Waltraud und Leon sowie der Hilfe von Alfred Liebiech, wurde nach 29 Jahren erfolgreicher Gewerkschaftsseniorenarbeit in Bendorf im Bezirk der BCE Mittelrhein Willi Böhm als Vorsitzender verabschiedet. Hedi Schenk, seine Nachfolgerin, stellte noch einmal seine Verdienste um die Gewerkschaftsbewegung und die Arbeitnehmer heraus. 1984 gründete Willi Böhm mit H. Huber, damals Geschäftsführer der IG Chemie Verwaltungsstelle Neuwied, ein Netz von Seniorenarbeitskreisen, um den entlassenen Kolleginnen und Kollegen einen Halt zu geben. So auch in Bendorf unter der Leitung von Willi Böhm. Der SAK Bendorf macht im Jahr mindestens zwölf Veranstaltungen mit sozialpolitischen und kulturellen Themen. So war Willi Böhm auch 1987 Gründer des Förderkreises „Geschichte der Bendorfer Arbeiterbewegung.“ Der Förderkreis unterstützte lange Jahre das Museum für Sozial- und Industriegeschichte, welches später gegen den Widerstand der Senioren nach Sayn verlegt wurde. Er war auch Mitgründer der ALIB, die den entlassenen Kollegen beistand und in den 90er Jahren die Eisenerzröstöfen aufbauten. Und so gibt es noch viele Beispiele, mit denen Willi Böhm sich große Verdienste um die Arbeitnehmer in Bendorf und darüber hinaus erworben hat, stellte Hedi Schenk in Ihrer Dankesrede fest. Auch Tobias Hansen, Bezirkssekretär der BCE Mittelrhein beleuchtete noch mal die aktive Arbeit von Willi Böhm als Betriebsratvorsitzenden der Didier-Werke. Willi hat nie Konflikte gescheut, um den Kollegen zum Recht zu verhelfen. Und wer so oft geehrt wurde, hat auch was geleistet, stellte T. Hansen fest. Hajo Schwedthelm, als langjähriger Wegbegleiter von Willi Böhm, brachte Grüße von den übrigen SAKs im Bezirk. Dieter Klöckner, MdL, sprach ebenfalls anerkennende Worte und lobte die Arbeit von Willi Böhm. Ebenso der DGB-Ortsvereinvorsitzende Ferhat Cato. Willi Böhm bedankte sich mit bewegten Worten und stellte fest, dass für ihn die Arbeit und den Einsatz für die Kollegen selbstverständlich war, und dass er das gern gemacht hätte. Die Kollegen, die zahlreich erschienen waren, gratulierten Hedi Schenk noch zur Verleihung der Ehrenmedaille des Förderkreis „Geschichte der Bendorfer Arbeiterbewegung“ und wünschten Ihr eine glückliche Hand und viel Erfolg.