Allgemeine Berichte | 03.06.2014

Gymnasium Bendorf setzt deutsch-polnische Freundschaft fort

Interkultureller Kompetenzerwerb

Ein vielfältiges Programm führte Austauschschüler aus Bendorf und Krotoszyn zusammen. privat

Bendorf.Das Wilhelm-Remy-Gymnasium hat seinen Schülerinnen und Schülern mit der Fortsetzung des deutsch-polnischen Austauschprogramms erneut eine Möglichkeit zum interkulturellen Kompetenzerwerb ermöglicht. Eine 16-köpfige Lerngruppe des Liceums aus Krotoszyn besuchte das Bendorfer Gymnasium. Damit ist dieses deutsch-polnische Projekt neben den bisherigen Partnerschaften mit Provins/ Frankreich und Szeged/ Ungarn der dritte länderübergreifende Programmbaustein der Schule. Diese programmatische Erweiterung ist ganz im Sinne der Schulleiterin Lisa Schneider, die die Förderung und Entwicklung interkultureller Kompetenzen an ihrer Schule durch das erweiterte Schulprogramm gestärkt sieht und den Teilnehmern „vielfältige, europaweite Erfahrungsmöglichkeiten“ bietet. Die beiden Organisatoren Thomas Damson und Michael Lazarou hatten zusammen mit den Schülerinnen und Schülern des WRG seit Wochen den Besuch der polnischen Partner geplant, um ihnen eine gleichermaßen lehrreiche und abwechslungsreiche Woche zu bieten. Unterstützt wurde das Organisationsduo durch den KB-Bereich, der sich in der Austauschwoche präsentierte und den Schwerpunkt der Schule vorstellte. Nach der Anreise am Sonntag und einem entspannten Grillabend begrüßte Schulleiterin Lisa Schneider die polnischen Gäste zum Wochenstart am WRG, bevor der erste Vormittag in Deutschland im Zeichen des Projektunterrichts sowie des gegenseitigen Kennenlernens stand. Einen Eindruck von der Stadt Bendorf erhielten die Gastschüler und ihre begleitenden Lehrer bei einem Stadtrundgang und einer von den deutschen Schülern herausgearbeiteten Stadtrallye. Auch eine Stadtführung in der Nachbarstadt Koblenz inklusive Seilbahnfahrt durfte auf dem Programm nicht fehlen. Besonderer Höhepunkt war neben den Besuch der Stadt Bonn und dem Bonner „Haus der Geschichte“ der Kulturabend mit Musik und landestypischen Speisen. Hier äußerten sich die betreuenden Lehrkräfte sehr positiv darüber, dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bei entspannter Atmosphäre deutsche und englische Lieder sangen und dadurch auch die letzten Kommunikationshemmnisse ablegten. Mit einer Kanutour auf der Lahn wurde das Programm letztlich abgerundet. Dabei zeigte sich den polnischen Gästen die Natur unserer Region von der schönsten Seite. Neben den festgelegten Programmpunkten in der Woche stand auch ein offener Familientag auf dem Plan, der von den Familien genutzt wurde, um die Region individuell zu erkunden. Parallel zum Rahmenprogramm besuchten die polnischen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte auch den regulären Unterricht ihrer deutschen Gastgeber und erhielten so eine Vorstellung vom deutschen Regelschulbetrieb. Sie berichteten erstaunt von der intensiven Unterrichtsbeteiligung der deutschen Schülerinnen und Schüler und den vielfältigen Themen, die im Unterricht behandelt werden. Eine schöne Überraschung machte der Bendorfer Bürgermeister Michael Syré den Projektteilnehmern. Am Tag der Abreise ließ er es sich nicht nehmen die polnischen Gäste gemeinsam mit den Lehrkräften und Familien zu verabschieden.

Ermöglicht wurde die deutsch-polnische Schülerbegegnung durch die Unterstützung des Förderkreises des Wilhelm-Remy-Gymnasiums und des deutsch-polnischen Jugendwerkes (DPJW). Weitere Unterstützer des Projektes sind herzlich willkommen, denn im Oktober 2014 steht der Gegenbesuch in Polen auf dem Programm der Schülerbegegnung.

Ein vielfältiges Programm führte Austauschschüler aus Bendorf und Krotoszyn zusammen. Foto: privat

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