Sayner E-Jugend trotz Krankheit im Spielrausch
Kopf hoch – Augen auf – Fußball spielen
Sayn. „Was wird uns heute wohl erwarten?“, mochte sich der E-Jugend-Trainer Martin Schilk gefragt haben, als er unlängst zum Hallenfußballturnier nach Höhr-Grenzhausen fuhr. Die Tage zuvor hatten ihm etliche Absagen kranker Fußball-Kinder Sorgenfalten ins Fußball-Hirn gegraben. „Da musst du durch“, ermutigte sich der Diplom-Sportlehrer und Langstreckenläufer. Unterstützung bekam er noch von den zwei jüngeren F-Jugend-Spielern Tyron und Tristan. In der Halle angekommen, schien sich die bange Frage des Coachs zu bestätigen: Kräftig gebaute, robuste und zum Teil sehr lange E-Jugendspieler der anderen Teams erwarteten die Sayner Kicker. „Welche Riesen“, murmelte Tristan, um sich dann aber zügig die Fußballschuhe zu schnüren. Bange machen, gilt schließlich nicht. Dementsprechend gab Schilk die Devise aus: „Kopf hoch – Augen auf – Fußball spielen. Wir können verlieren, aber wir spielen mit!“ Er sollte sich wundern, wie sein Rumpf-Team mitspielte. Gegen die riesenhaft anmutenden Auftakt-Gegner aus Metternich dauerte es keine Minute, bis die erste Kombination zu einer sehr guten Chance führte.
Ein einziger Spielrausch
Was sich danach abspielte, war ein einziger Spielrausch von Tyron, Max, Justus, Can, Tristan und Salin. Obwohl das Team mitnichten eingespielt war, auf zwei jüngere F-Jugend-Spieler zurückgreifen musste und mit Can Ercetin einen Debütanten in seinen Reihen aufwies, spielten die Jungs ihre Gegner teilweise schwindlig. Schnelle Pässe, Lauf- und Stellungsspiel mit viel Überblick, starkes Dribbling und erfolgreiche Torabschlüsse gipfelten in einem 5:0-Erfolg gegen die Riesen aus Metternich.
Wunderbare Spiele
Die Frage war, ob dieses hohe Tempo durchgehalten werden konnte. Es konnte. Gegen sehr starke Gegner folgten noch zwei Unentschieden (0:0 gegen die Rheindörfer, 1:1 gegen Waldesch), eine einzige Niederlage gegen Höhr-Grenzhausen (0:3) und ein überzeugendes 4:0 gegen die Untermosel. „Erwartet habe ich zahlreiche Klatschen, erarbeitet haben wir uns wunderbare Spiele. Schade nur, dass die vielen Torchancen nicht effizient genug genutzt werden konnten. Sonst hätten wir die beiden Unentschieden auch als Siege verbuchen können“, freute sich Trainer Schilk. „Besonders beeindruckt hat mich das immens gute Teamverhalten aller Spieler, die allesamt mit fast jedem Spielzug den Mitspieler mit im Blick hatten. Das war erfrischendes Kombinations- und Mannschaftsspiel“, kommentierte Geschäftsführer Descourvières den Sayner Turnierauftritt.
Strafraumspiel.