Der „Türkische Elternbund Bendorf e.V.“ lädt ein
„Menschenwürde und Scham“
Fachtagung am 26. Oktober
Bendorf. Zur Fachtagung „Menschenwürde und Scham“ lädt der „Türkische Elternbund Bendorf e.V.“ am 26. Oktober ein. Ein wichtiges Thema für alle, die mit Menschen arbeiten, wird beleuchtet. Der Vortrag des Sozialwissenschaftlers und Autors Dr. Stephan Marks richtet sich an Lehrer und Erzieher, Menschen in sozialen und medizinischen Berufen, an alle, die im Kontakt mit Menschen sind. „Es ist ein Thema für Alle“, so Vorsitzende Cigdem Salduz. Die Veranstaltung findet zwischen 16 und 18 Uhr in der Mensa der Karl-Fries-Realschule plus in Bendorf statt. Anmeldungen werden erbeten an tuerkischer-elternbund@gmail.com.
Worum geht es?
Scham ist eine schmerzhafte, oft übersehene Emotion, die in jeder Arbeit mit Menschen akut werden kann. In der Veranstaltung wird aus Sicht von Psychologie, Sozialpsychologie und Gehirnforschung versucht, die grundlegenden Informationen über Scham und Menschenwürde zu vermitteln. „Wie funktioniert Scham und Fremdschämen? Wie kann sich Scham zeigen? Wodurch wird sie ausgelöst? Wie reguliert sie die Würde des Menschen? Wie unterscheiden sich Scham und Schuld? Welche Bedeutung haben Schamgefühle für eine Gruppe, Organisation oder Gesellschaft“? Ziel der Veranstaltung ist es, den Teilnehmenden die grundlegende Bedeutung der Scham zu eröffnen und Möglichkeiten eines konstruktiven, menschenwürdigen Umgangs mit dieser - häufig übersehenen - Emotion zu erarbeiten. Nicht wahrgenommene Schamgefühle führen zu Verletzungen, vielleicht auch zu Depressionen, Zynismus, Wut und Trotz. Hierdurch wird die Arbeit in einer Einrichtung, z.B. in Schule, Kindergarten, Behörde noch mehr erschwert. Daher ist es für alle, die mit Menschen umgehen, mit Menschen arbeiten, wichtig, Scham zu erkennen und mit ihr wertschätzend umzugehen. Denn Scham braucht nicht schmerzen, sie ist nach Leon Wurmser die „Wächterin der Menschenwürde“. Der türkische Elternbund bietet diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Zusammenschluss „Familie sayn“ und der Kriminalprävention Rheinland-Pfalz an. PS