Manfred Gniffke und Manfred Pohlmann begeisterten fürs Moselfränkische
Mundart und „Moddersprooch“ für die Orgel
Bendorf/Metternich. Beide haben nicht nur den Vornamen gemeinsam, sondern auch ihre Liebe zur „Moddersprooch“ und ihre Liebe zu den Menschen: Manfred Gniffke und Manfred Pohlmann. Und das Publikum im gut gefüllten Saal des „Hauses der offenen Tür“ in Metternich zogen sie schon nach der ersten Silbe in ihren Bann. Das Publikum lachte herzlich, klatschte voller Freude bei der Musik mit, sang gelegentlich aus ganzer Kehle und erfreute sich am großen Engagement, das die Aktiven des Orgelbauvereins St. Konrad aus Metternich zeigten.
„Den Menschen eine Freude bereiten, ihnen einen gemütlichen Nachmittag bescheren und gleichzeitig etwas für unsere Orgel tun“, so kann man die Einleitung zusammenfassen. Und dabei reichte das Angebot zur Aufbesserung der Vereinskasse von herrlich-leckerem hausgebackenem Kuchen bis hin zu spritzigem Moselwein. Die Stars des Tages waren jedoch Manfred Gniffke, der getrost als Koblenzer „Original“ bezeichnet werden kann, aber auch gerne von solchen und lustigen Begebenheiten erzählte. Gniffke, der selbst eine große Herzlichkeit, Freude und Spitzbübigkeit vermittelt und mit seinen Geschichten von Wallfahrten, Gedichten vom Marktgeschehen oder vom Debbekoche begeisterte. Oder mit einem Grinsen erzählt, wie für die Anschaffung dreier Strahler für Gemälde in der „Owwerpfarrkerch“ bei einem Abend mit Erik Kothny in einem Koblenzer Gewölbekeller „gesammelt“ wurde. Sein Repertoire aber reicht viel weiter und man möchte, dass er gar nicht mehr aufhört mit seinen Anekdoten, mit selbst Erlebtem und den Erlebnissen aus der Altstadt. Aber auch im Saal ist er nicht verlegen, wenn er mit dem Geistlichen und Verantwortlichen seine Scherze macht, aber immer fein und humorvoll. Das intensive Lachen und die Freude seiner Besucher ist sein Lohn. Den genießt auch Manfred Pohlmann, der große Vertreter der moselfränkischen Musik, der seit über 40 Jahren auf der Bühne steht und eine bunte Auswahl seiner Musik hervorragend präsentierte. Ob er den Fährmann Stephan Hoffmann musikalisch zum Leben erweckte, von der „scheuen Katze“ in der alten Posthalterei in seinem Heimatort Sayn berichtete oder Schlagertitel anstimmte, das Publikum hörte begeistert zu und stimmte ein. Pohlmann untermalt seine Lieder mit Anekdoten und Geschichten und so spielte sich das Duo Gniffke und Pohlmann, die man gerne häufiger gemeinsam auf der Bühne erleben möchte, die Bälle der Pointen zu. Ein gelungener Nachmittag für die Gäste und ganz sicher auch zur Unterstützung der Orgel, die „vielleicht noch in diesem Jahr erklingen kann“, wie der Vorsitzende in Aussicht stellte.PS
Manfred Gniffke und Manfred Pohlmann zogen das Publikum in ihren Bann.