Rockmobil wieder an Karl-Fries-Schule in Bendorf zu Gast
„Musik überwindet Grenzen“
Ein Beispiel guter Kooperation des Jugendhilfswerkes und des Jugendbüros
Bendorf. Bereits zum zweiten Mal begeisterten die Mitarbeiter des Rockmobils Schüler und Mitarbeiter an der Karl-Fries-Schule in Bendorf. In einem zweitägigen Nachmittagsseminar hatten die Mädchen und Jungen die seltene Gelegenheit, Musikinstrumente wie E-Gitarre, Keyboard und Schlagzeug unter professioneller Anleitung auszutesten. Bereits am zweiten Tag spielten die Schüler aktuelle Chartsongs in Band-Formation. Für den Betrachter ein ganz erstaunliches Ergebnis, da nicht alle Schüler bereits Übung mit Instrumenten haben und mit dem Start in den Workshop auch noch viel Unsicherheit und Distanz abzubauen sind. Es fällt aber schnell auf, dass Musik ein Medium ist, welches Grenzen fallen lässt und motiviert. So spielen plötzlich Altersunterschiede oder Geschlechterdifferenzen, die sonst gerne zu Auseinandersetzungen im Schulalltag führen, keine Rolle mehr. Wichtig ist nur, Spaß zu haben und etwas Neues zu entdecken und zu erleben. So mancher, der in schulischen Belangen eher unauffällig ist, entdeckt hier sein Interesse oder gar Talent. Das Seminar mit dem Rockmobil ist beispielhaft für die enge Kooperation des Jugendhilfswerkes an der Karl-Fries-Schule und dem Jugendbüro der Stadt Bendorf. Annette Bersch und Christiane Braun sind mit je einer halben Stelle als Erziehungshilfen an der Schule tätig. Mit einer halben Stelle Schulsozialarbeit ist auch Yvonne Becker und mit einer Viertel Stelle Schulsozialarbeit Benjamin Franz dort beschäftigt. Bei anhaltend hohen Schülerzahlen ist deren Tätigkeit immer intensiver gefordert. So steigt die Zahl der Hilfefälle, in denen das Team Unterstützung und Hilfestellung in Familie geben muss, rapide an. Dieser Intervention wird im wachsenden Umfang präventive Arbeit entgegengesetzt. „Hier ist die enge Verknüpfung zu Kommunalen Jugendarbeit von großem Vorteil“, so Annette Bersch. „Seit Jahren gehen wir Kooperationen mit Schule ein, schließlich haben wir einen großen Teil unserer Klientel gemeinsam“, ergänzt Jugendpflegerin Ines Lindemann-Günther. Angebote in Form von Selbstbehauptungskursen, Theaterveranstaltungen, Drogenberatungsseminaren, Musik, Tanz- oder Sportveranstaltungen, wie ein gemeinsamer Besuch des Kletterwaldes sind wichtige Elemente unserer Präventionsarbeit. Hier lernen die Schüler Selbstvertrauen, Teamwork, Problemlösungsstrategien und vieles mehr. Dies fördert wiederum eine positive Entwicklung des Einzelnen und der Gruppe und ist nicht zuletzt wertvoll für ein gutes Miteinander auch außerhalb von Schule. Die Jugendpflege Bendorf hat in den letzten Jahren die Zusammenarbeit mit Schulen intensiviert und möchte an diesem Trend festhalten. Weitere Informationen: Stadtverwaltung Bendorf, Jugendförderung, Ines Lindemann-Günther, Tel. (0 26 22) 70 31 60, Mail: Lindemann-guenther@bendorf.de.Pressemitteilung der
Stadtverwaltung Bendorf