Allgemeine Berichte | 19.11.2013

Wilhelm-Remy-Gymnasium Bendorf

Neue Schulsanitäter-Ausbildung

Zwei Schülerinnen absolvieren die Abschlussprüfung erfolgreich in Bendorf

1. Reihe (v. l) Frank Minwegen (Ausbildungsbeauftragter im DRK Kreisverband Mayen-Koblenz), Ulla Meurer und Ralf Hoffmann (betreuende Lehrkräfte), Joanna Swiderska, Sabrina Strohe, Lisa Schneider (Schulleiterin).Pascal Badziong

Bendorf. Seit nun bereits sieben Jahren engagieren sich zwischen 15 und 20 Schülerinnen und Schüler in der AG Schulsanitätsdienst (SSD) am Wilhelm-Remy-Gymnasium (WRG) in Bendorf. Sie entlasten über einen Funkbereitschaftsdienst mit ihrem Einsatz im Bereich der Ersten Hilfe die Lehrkräfte und das Schulsekretariat erheblich.

Der Sicherheitsbeauftragte des WRG, Ralf Hoffmann, hat als SSD-Koordinator des Deutschen Roten Kreuzes in enger Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Mayen-Koblenz eine neue Ausbildung für Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter konzipiert:

Neben den klassischen Themen der Sanitätshelferausbildung des DRK wie gestörte Vitalfunktionen, Schock, Verbrennungen, Kopfverletzungen, Hitze- und Kälteschäden, Knochenbrüche und Gelenkverletzungen, Transport und Lagerung von Verletzten, Umgang mit Sauerstoffflasche, Blutdruckmessgerät oder Infusionsbesteck wird die Ausbildung um schulspezifische Themen bereichert. Da das WRG, als staatliches Gymnasium mit Integration körperlich beeinträchtigter Jugendlicher, einen Anteil von knapp vier Prozent körperlich beeinträchtigter Schülerinnen und Schüler in der Schülerschaft hat, steht nun auch der Umgang mit Rollstühlen und die Evakuierung von Rollstuhlfahrern auf der Tagesordnung des neuen Ausbildungsmodells. Weitere Themen, die vor allem am Bendorfer Gymnasium groß geschrieben werden, sind zum Beispiel das Führen des Verbandbuches, die Amok-Prävention, die sanitätsdienstliche Betreuung schulischer Sportveranstaltungen sowie eine modifizierte Rettungskette, in die unter anderem die Information der Klassenleitung über einen verletzten Schüler oder der Einsatz eines Taxis für die Fahrt zum Bereitschaftsarzt gehört.

Wenn Schülerinnen und Schüler einige Jahre in der AG Erfahrungen gesammelt und 54 Ausbildungsstunden absolviert haben, können sie sich zur Prüfung melden. Die umfasst einen schriftlichen Multiple-Choice-Test mit 50 Aufgaben und die Herz-Lungen-Wiederbelebung als praktische Einzelleistung. In einem dritten Prüfungsteil ist Teamwork gefragt: Zwei Helfer kooperieren bei einer Hilfeleistung in einer realitätsnahen Notfallsituation. Bei der diesjährigen Prüfung haben Schülerinnen der AG für ihre Mitstreiterinnen mit viel Kunstblut eine Risswunde im Bereich des Ellenbogens geschminkt. Joanna Swiderska (Jahrgangsstufe 12) und Sabrina Strohe (Klasse 9c) zeigten nicht nur in diesem praktischen Fall ihr Können, sondern absolvierten auch die beiden anderen Prüfungsteile erfolgreich, sodass sie von der Schulleiterin Lisa Schneider und vom DRK-Ausbildungsbeauftragten Frank Minwegen mit den entsprechenden Prüfungsurkunden ausgezeichnet werden konnten.

1. Reihe (v. l) Frank Minwegen (Ausbildungsbeauftragter im DRK Kreisverband Mayen-Koblenz), Ulla Meurer und Ralf Hoffmann (betreuende Lehrkräfte), Joanna Swiderska, Sabrina Strohe, Lisa Schneider (Schulleiterin). Foto: Pascal Badziong

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