Politik | 15.11.2013

Müllgebühren sinken 2014 um gut 10 Prozent

Neues Konzept: Ab 2016 wird Müllvermeidung belohnt

Koblenz/Kreis MYK. Ab 2014 werden die Müllgebühren um rund zehn Prozent gesenkt. Ein Zwei-Personenhaushalt zahlt dann 183 Euro pro Jahr (bisher 204). Im Drei- und Vier-Personenhaushalt werden 222 Euro fällig (bisher 249). Die dadurch entstehenden Mindereinnahmen werden durch eine Rücklage gedeckt. Diese Rücklage sollte dann bis Ende 2015, rechnete der Erste Kreisbeigeordnete Bernhard Mauel am 12. November im Kreistag vor, weitgehend aufgebraucht sein. Ab 2016 wird dann das neue Abfallwirtschaftskonzept starten, dass das bisherige radikal umkrempelt. Für das Jahr 2012 wurde ein Fehlbetrag von rund 140.000 Euro festgestellt. Für das nächste Jahr wird ein Fehlbetrag von rund 617.000 Euro einkalkuliert - die Mindereinnahmen summieren sich mit den Entlastungen beim Gewerbemüll auf 2,47 Millionen Euro. Klaus Bell (CDU) sieht im neuen Abfallwirtschaftskonzept „weit in die Zukunft reichende Entscheidungen“. Maximilian Mumm (SPD) attestierte der Verwaltung und dem Deponiezweckverband eine „vernünftige Arbeit“. Gerhard Kohl (Grüne) sage, man hatte bislang in MYK mit die höchsten Müllgebühren. Franz Breil (FWG) erinnerte, die Deponie habe auch finanziert werden müssen. Heute profitiere man davon. Dr. Herbert Fleischer (FDP) unterstrich, es sei gut, dass die ehemals langen Vertragslaufzeiten von 25 Jahren nun Geschichte sind. „Ende gut, alles gut!“ Ab 2016 wird sich für die Haushalte in Mayen-Koblenz beim Thema Müll einiges ändern. Bernhard Mauel sagte, die bisherigen Abfuhren seien nicht verursachergerecht. Zudem war der Kreis einer der Kreise mit dem höchsten Restmüllaufkommen. Dem soll ab 2016 entgegengewirkt werden.

Künftig wird es eine weitere Tonne geben, um den Müll noch weiter trennen zu können. Es wird eine eigene Restmülltonne geben und eine Biotonne. Der Restmüll wird 13 Mal pro Jahr abgeholt (in der Grundgebühr enthalten), der Biomüll alle 14 Tage. Wenn ein Haushalt die 13 Restmüll-Leerungen nicht benötigt, wird das durch Chips an der Tonne registriert. Das Nicht-Abholen-Müssen des Mülls wird schließlich gutgeschrieben. Mit anderen Worten: Wer Müll vermeidet, soll belohnt werden. Grundsätzlich aber, so der Erste Kreisbeigeordnete, wird davon ausgegangen, dass die Gebühren ab 2016 noch einmal sinken werden. Detailliert wird das Abfallwirtschaftskonzept des Kreises auf der Internetseite der Kreisverwaltung (www.kvmyk.de) erläutert. Einfach auf der Startseite den Mülleimer suchen und anklicken.

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