Politik | 19.09.2015

SPD-Kreisverband will echte Willkommenskultur für Geflüchtete im Kreis

Runder Tisch und mehr Finanzmittel für Initiativen vor Ort gefordert

Runder Tisch und mehr Finanzmittel für Initiativen vor Ort gefordert

MYK/Mayen. „Die weltweiten Krisen, globalen Verwerfungen und humanitären Notsituationen bringen es mit sich, dass verstärkt Menschen in Europa und in Deutschland eine neue Heimat suchen. Von der Verantwortung für ebendiese Geflüchteten können und werden wir uns als Sozialdemokratie nicht verschließen“, heißt es in dem gemeinsamen Antrag des SPD-Stadtverbandes Andernacher, des Ortsvereins Kruft und der Jusos Mayen-Koblenz, den der Andernacher Stadtrat Benedikt Mediger und der Mitbegründer der Initiative „Mendig hilft!“, Sebastian Durben, gemeinsam auf dem Parteitag der SPD Mayen-Koblenz einbrachten. Beide erinnerten dabei daran, dass bei allen Debatten über angeblich sichere Drittstaaten, Grenzregime und Verteilungsschlüssel nicht vergessen werden dürfe, worum es eigentlich geht: „Viele der Menschen, die sich auf den Weg zu uns machen, tun dies unter Einsatz ihres Lebens. Sie lassen Familie und Angehörige zurück und machen sich in großen Teilen mit Booten auf den Weg nach Europa. Die traurige Tatsache ist: Viele dieser Menschen erreichen ihr Ziel nie. Das Mittelmeer ist heute zum größten Massengrab unserer Zeit geworden“, so Mediger. Es sei zudem eine Schande, dass Geflüchtete in Deutschland beschimpft, beleidigt und Opfer von physischer Gewalt würden.

Sofortiger Maßnahmenkatalog gefordert

„Die Bilder zahlreicher brennender Unterkünfte für Asylbewerberinnen und Asylbewerber erinnern dabei unweigerlich an die düsteren Kapitel von Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda. Wer aber vor Krieg und Not nach Deutschland flieht, verdient, dass wir unsere Türen öffnen – nicht zuletzt auch wegen unserer historischen Verantwortung“, erklärten Durben und Mediger den anwesenden Delegierten. Mit Blick auf die Situation der Geflüchteten im Landkreis fordern die Genossinnen und Genossen daher einen sofortigen Maßnahmenkatalog, der neben der besseren Vernetzung ehrenamtlicher Initiativen vor Ort im Rahmen eines runden Tisches auch eine Verbesserung der Finanzausstattung von Projekten durch den Landkreis vorsieht. Zudem sollen die Mittel für die Sprachförderung erhöht werden. „Uns ist dabei wichtig, dass sowohl das Ehrenamt in diesen Bereichen gestärkt wird, die öffentliche Hand sich aber gleichzeitig nicht aus entsprechenden Pflichtangeboten zurückzieht. Hierfür bedarf es entsprechender Gelder, damit es eben nicht nur bei Sonntagsreden bleibt“, so Durben, der sich selbst ehrenamtlich in einer Geflüchteteninitiative engagiert.

Abschottung vermeiden

Auch bekennen sich die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Landkreis zu einer dezentralen und humanen Unterbringung, um einer Abschottung der Mehrheitsgesellschaft vor entsprechenden Vierteln zu vermeiden. Auf einen ersten Erfolg kann man dabei bereits zurückblicken. So erläuterte Durben bei der Einbringung des Antrags: „Wir haben uns als Jusos Mayen-Koblenz bereits zu einem Austausch mit Landrat Saftig getroffen, der sich auf unser Drängen hin bereit erklärt hat, einen entsprechenden runden Tisch ins Leben zu rufen. Wir werden dieses Thema im Landkreis auch weiterhin kritisch begleiten und uns für eine Verbesserung der Situation der Geflüchteten starkmachen“, so Durben abschließend.

Pressemitteilung der

SPD Mayen-Koblenz

... Sebastian Durben referierten über echte Willkommenskultur für Geflüchtete. Fotos: privat

Benedikt Mediger und...

Runder Tisch und mehr Finanzmittel für Initiativen vor Ort gefordert
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