Archäologie und Kriminalistik
Soirée in Sayn
Von Theodor Wiegand bis Agatha Christie
Bendorf. Anlässlich des 150. Geburtstages von Theodor Wiegand, Gründer des Pergamonmuseums und Ehrenbürger der Stadt Bendorf, laden das Rheinische Eisenkunstguss-Museum und sein Förderkreis zu einer unterhaltsamen Soirée, am Donnerstag, 30. Oktober, 19 Uhr, ins Schloss Sayn ein.
Der Archäologe Theodor Wiegand und spätere Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts wurde 1864 in Bendorf geboren und verbrachte 10 Jahre seiner Kindheit in seinem Heimatort. Seit 1906 setze sich Wiegand für einen Museumsneubau für den Pergamonaltar ein. Das neue Pergamonmuseum mit wurde 1930 eröffnet. Nur 6 Jahre später starb Wiegand in Berlin.
Agatha Christies Verdienste für die Archäologie sind wenig bekannt. Da sie niemals den Anspruch erhob, Archäologin zu sein, blieb dieser Bereich ihres Lebens weitgehend unbeachtet. Ab 1931, nachdem sie mit Max Mallowan verheiratet war, nahm sie regelmäßig an den Ausgrabungen ihres Mannes in Syrien und im Irak teil. Agatha Christie, damals schon weltberühmte Kriminalschriftstellerin, war eine unschätzbare Hilfe im Grabungsteam. Diese abenteuerliche zeit ihres Lebens hat die Schriftstellerin in ihrem autobiografischen Buch „Erinnerungen an glückliche Tage“ festgehalten: „Heiraten Sie nur einen Archäologen. Je älter sie werden, desto interessanter findet er Sie.“
Durch den Abend begleiten sie Barbara Friedhofen und Stephanie Geifes. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Verein erwünscht. Info unter Tourist-Information, Schloss Sayn, Abteistr. 1, 56170 Bendorf-Sayn, Tel.: (0 26 22) 90 29 13, touristinfo.sayn@bendorf.de