Abiturienten des Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasiums feierten ihren Abschlussball
„Sorge dich nicht, sondern lebe“
Bendorf. 79 Abiturientinnen und Abiturienten feierten ihr Abitur. Das Motto des Tages (wie auch des Abiturjahrgangs) lautete „Hakuna Matabi“ und bezieht sich auf das afrikanische Sprichwort „Hakuna Matata“, das durch den Film „König der Löwen“ weltbekannt wurde und „Es gibt keine Probleme“ bedeutet. Entsprechend bunt ausgeschmückt fanden die Familien, Freunde und Lehrkräfte der Absolventinnen und Absolventen die Sporthalle des Gymnasiums am Vormittag vor, als sie sich dort zur festlichen Übergabe der Abiturzeugnisse einfanden.
Die Abiturfeier des Jahrgangs lief erstmals nach einem neuen Konzept ab. Das Vormittagsprogramm folgte folgendem Schema: Nach einer kurzen Begrüßung durch die Musikband und den MSS-Leiter W. Conrad richteten Repräsentanten der Schulgemeinschaft das Wort an die 79 erfolgreichen Schülerinnen und Schüler, um deren Leistungen zu würdigen. Zunächst sprach die Schulleiterin Lisa Schneider zum Abijahrgang und den anwesenden Familien. Sie blickte zurück auf die 13-jährige Schulzeit und machte neben der Vermittlung von fachlichen Inhalten auch die Vermittlung von Fähigkeiten, „die ein glückliches und zufriedenes Leben ermöglichen“, als wichtigstes Bildungsziel aus. Ihr erschien daher das Motto als sehr passend. „Sorge dich nicht, sondern lebe“ sprach Sie den Abiturientinnen und Abiturienten zu, „denn auch wenn sich mal eine Tür schließt, öffnet sich an anderer Stelle eine andere Tür.“
Auch das sei Bestandteil des „Circle of Life“, so die Schulleiterin. Ähnlich formulierte es die Studiendirektorin D. Bernhard, die den Schülern bei ihrer letzten Abiturrede mit auf den Weg gab: Nicht „Hast du Abi, bist du King“, sondern „Bist du froh, dann bist du King“ sei der Satz, den sich jeder merken müsse. Einen Rückblick auf die Schulzeit nahmen die Schüler F. Hause und J. Schmitz vor. Stellvertretend für die 13. Jahrgangsstufe wagten sie eine mit netten Bezügen und Anekdoten gespickte Rückschau auf die abgeschlossene Schullaufbahn. Treffende Worte fand die Vertreterin der Elternschaft. Sie sprach auf sehr amüsante Weise aus Elternsicht über das Projekt „Abitur“.
Danach folgte die Vergabe der Zeugnisse. Zu den besten Schülern im Jahrgang gehörten diesmal N. Titze (1,3), P. Letulé (1,4) und C. Wilberg (1,4). Weiterhin wurden Schülerinnen und Schüler mit Preisen durch die Fachschaften und den Förderkreis für ihr besonderes schulisches oder soziales Engagement ausgezeichnet: K. Zieger (Preis der Ministerin für BWWK), L. Engel (Ethik), Y. Eudenbach und J. Schmitz (Philosophie), N. Titze (Biologie, Sport: „Pierre-de-Coubertin-Preis“), P. Letulé (Mathematik, Chemie), A. Stuhlfauth (Mathematik, Physik), C. Wilberg (Geschichte), J.-P. Dunker (Latein), R. Grams (Physik), J. Tetzlaff und P. Kancock (beste Quereinsteiger), J. Swiderska (Schulsanitätsdienst). Besondere Erwähnung fanden zudem die beiden Schülerinnen L. Schindel und K. Celik, die trotz ihrer Beeinträchtigungen ein hervorragendes Abitur absolvierten.
Die restlichen Programmpunkte wurden in das Abendprogramm gelegt, das in der Neuwieder Stadthalle über die Bühne ging. Dort bot der Abijahrgang ab 19 Uhr den Eltern, Lehrkräften und anwesenden Freunden ein ansprechendes und abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, bestehend aus Akrobatik, Tanz, Ratespielen, Gesang und natürlich einem umfangreichen kulinarischen Angebot, das bis in die späten Abendstunden für ausgelassene Stimmung sorgte.
Schulleiterin Frau Lisa Schneider bei ihrer Ansprache an den Abiturjahrgang 2015.