Allgemeine Berichte | 25.07.2014

Spannende Entdeckungsreise am Krufter Bach

Spritzige Umweltbildung in der Kita Arche Noah

Die Kinder hatten viel Spaß daran, Tiere und Pflanzen aus dem Bach zu fischen. privat

Kreis MYK. Plitsch! Platsch! Schon von Weitem hört man die 22 kleinen Gummistiefelpaare durch das Wasser patschen. Alle Kinder sind bewaffnet mit Kescher und Lupenbecher, lauern am Ufer auf alles, was sich bewegt. Ewig scheinen die ersten Minuten - bis endlich ein Tier ins Netz geht. „Ich hab was, ich hab was“, ruft Tim begeistert und schaut ganz aufgeregt in seinen Kescher. Schnell läuft er zu einem Eimer mit Wasser, damit dem kleinen Tierchen nichts passiert. Behutsam und mit leuchtenden Augen wird das erste Wassertier in das Lupenglas umgesetzt.

Für die kleinen Naturforscher steht nicht malen, basteln, Fußball spielen auf dem Programm, sondern sie erleben Natur hautnah. Die kleinen Abenteurer der KiTa Arche Noah aus Plaidt gehen auf Entdeckungsreise am Krufter Bach. Dieser wird im Rahmen der „Aktion Blau Plus“ des Landes Rheinland-Pfalz von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz im Herbst 2014 renaturiert, das bedeutet, er soll in seine natürliche Form zurückgebaut werden. Geplant ist, das Ufer abzuflachen und vor allem soll das Flussbett aus Beton weg. „So wie der Bach momentan ist, ist er kein schönes Zuhause für die Wassertiere, es werden viel mehr Tiere zu sehen sein, wenn der Bach wieder sein natürliches Flussbett hat“, erklärt Susanne Hildebrandt. Sie ist zuständig für das Projekt „Lebensraum Wasser“ der Umweltbildung Rhein-Mosel und betreut die Kinder auf ihrer Entdeckungstour. Tropfen Eddi ist als Maskottchen mit dabei und erklärt zu Beginn, wie das Wasser vom Himmel in den Bach gekommen ist. Der Tropfen ist aber längst nicht der einzige, der im Bach herumschwimmt.

„Ganz viel Matsch und ganz viele Tiere sind in dem Wasser“, sagt Josephine begeistert und hält mit einem stolzen Grinsen den Kescher in die Luft, damit alle sehen können, welche Schätze sie aus dem Bach gefischt hat. Ein paar Sekunden später ruft der Nächste: „Da, guck mal, da ist wieder was.“ Die Kinder sind nicht mehr zu bremsen. Jeder will so viele Tiere und Pflanzen fischen wie möglich. Am Lupenglas drücken sich alle die Nase platt: „Die sind so süß, die kleinen Tierchen“, schwärmt Niklas und kann sich kaum von dem Glas trennen. Beobachten können die Kinder Wasserskorpione, Wasserasseln, viele Bachflusskrebse und sogar einen Fisch. Spielerisch lernen die kleinen Forscher, was alles in dem Bach neben ihrer KiTa lebt. Sie wollen alles festhalten und malen die Tiere auf Papier ab, um nachher stolz zeigen zu können, was sie heute erlebt haben.

Kaum auszumalen, wie begeistert die Kleinen erst sein werden, wenn sie nach der Renaturierung wieder den Bach besichtigen werden. Ziel des Projektes ist, dass die Kinder miterleben, wie sich der Lebensraum für die Wassertiere verändert, nachdem der Bach sich wieder auf natürliche Weise durch Plaidt schlängelt. Die Kinder der Arche Noah sind mit dabei, wenn die ersten Tiere ihr neues, gemütlicheres Heim beziehen. Nächstes Jahr werden sie sich wieder auf die Jagd nach den kleinen Wassertieren machen und vergleichen, was sich seit heute in dem Bach verändert hat.

Im Kindergarten kann Umweltbildung beginnen, denn schon die Kleinsten sehen, wie wichtig der natürliche Lebensraum für das Überleben der Wassertiere ist. Die Kinder müssen sich von den Tieren verabschieden und sie wieder in den Bach zurücksetzen. Lange ist der Abschied nicht, denn bald werden sie wieder auf Entdeckungstour gehen.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Die Kinder hatten viel Spaß daran, Tiere und Pflanzen aus dem Bach zu fischen. Foto: privat

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