Kultursommer der Sayner Hütte eröffnet
„Welt in Schwarz und Weiß“
Bis Ende September ist die Veranstaltungsreihe „Expressionismus als Gesamtkunstwerk“ zu bewundern
Bendorf-Sayn. Am vergangenen Freitag eröffnete der rheinland-pfälzische Kulturstaatssekretär Walter Schumacher zusammen mit dem Freundeskreis Sayner Hütte (Stiftung Sayner Hütte) den Kultursommer auf dem Denkmalareal der ehemaligen Gießhalle in Sayn. Rehlinde Glöckner, Vorsitzende des Freundeskreises Sayner Hütte, begrüßte die Gäste aus Politik, Freunde der Sayner Hütte und Kunst- und Kulturliebhaber, die zahlreich der Einladung in die Krupp´sche Halle gefolgt waren. Es folgten unter anderem Grußworte von Bürgermeister Michael Syré und Kulturstaatssekretär Walter Schumacher, der als Vertretung für die Schirmherrin Doris Ahnen, der rheinland-pfälzischen Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, gekommen war. Musikalisch untermalt wurden die Reden durch Querflötendarbietungen von Eleonore Ciupka von der Rheinischen Philharmonie.
Areal wurde für 18 Millionen Euro saniert
Rund 10 Jahre, nachdem die Stadt Bendorf das Areal der Sayner Hütte gekauft hatte, sollen die Sanierungsarbeiten im nächsten Jahr endlich abgeschlossen werden. Bei 18 Millionen Euro, die bis zum Jahr 2017 in die Sanierung geflossen sein werden, bedarf es natürlich einer entsprechenden Nutzung des Areals.
Der Kultursommer stellt dabei ein Experiment für die Zukunft dar: Die Veranstaltungsreihe „Welt in Schwarz und Weiß - Expressionismus als Gesamtkunstwerk“ verbindet verschiedene Inszenierungen aus Kunst, Kultur, Musik und Literatur miteinander. Es soll dabei herausgefunden werden, welche Events beim Publikum ankommen und wie die Zukunft der Sayner Hütte gestaltet werden kann. Es ist der ausdrückliche Wunsch der Veranstalter, die Sayner Hütte als geschichtsträchtigen Ort zu erhalten und ihn gleichzeitig zu einem Ort der Innovation zu machen. Die Sayner Hütte soll dabei Kulisse und Plattform zugleich sein - die Bekanntheit soll in Bendorf, in der Region oder gar im Ausland gesteigert werden. Dr. Lieselotte Sauer-Kaulbach stellte an diesem Abend das Veranstaltungskonzept vor.
Die Ausstellung „Kampf ums (Über-) Leben“ zeigt im ehemaligen Direktorenwohnhaus der Sayner Hütte Holzschnitte einer spannenden Epoche, die vom Mittelrhein Museum Koblenz zur Verfügung gestellt wurden. Diese können bis zum 21. September immer Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 21 Uhr und am 14. September (Tag des offenen Denkmals) von 11 bis 21 Uhr besichtigt werden, der Eintritt ist frei. Vom 29. bis 31. August kann um 21 Uhr außerdem die Licht- und Klanginstallation von Joeressen + Kessner am Denkmalareal bewundert werden.
Bis zum 21. September finden dann verschiedene Inszenierungen mit Stummfilmen, Literatur und Konzerten auf dem Denkmalareal Sayner Hütte statt. Das ausführliche Programm und weitere Infos unter www.bendorf.de und www.freundeskreis-saynerhuette.de.
Dr. Lieselotte Sauer-Kaulbach stellte das Veranstaltungskonzept vor.