Lokalsport | 26.05.2014

Fußball im Kreis Koblenz in der Saison 2013/14

Wirrwarr in allen Fußballligen

Unsicherheit herrscht vor allem in den Fußballkreisen Koblenz und Rhein-Ahr

Koblenz. Sportlich scheint die Saison, trotz der zahlreichen Relegationsspiele, die vor allem in den verschiedenen Kreisen anstehen, beendet. Und trotzdem herrscht in vielen Ligen noch Unsicherheit, wo manches Team in der kommenden Saison auflaufen darf. Davon betroffen ist vor allem der FV Rheinland der in der Oberliga Rheinland/Pfalz-Saar sportlich zwei Absteiger stellt. Klar ist dort nur, dass der SV Roßbach/Verscheid den Weg zurück in die Rheinlandliga antreten muss. Und selbst dies ist noch nicht entschieden, da die Verantwortlichen im Wiedtal selbst sich noch nicht klar darüber sind, ob überhaupt für die höchste Klasse im Fußballverband gemeldet wird oder die erste Mannschaft komplett zurückzieht und mit der Zweiten in der Kreisliga B Westerwald/Wied neu beginnt.

„Wenn in der dritten Liga Vereine keine Lizenz bekommen, kann sich dies bis nach unten auswirken“, erklärt Hans-Bernd Hemmler, Staffelleiter der dritten Liga, der Regionalliga und der Oberliga Südwest. So wäre zum Beispiel die SpVgg Elversberg in Liga drei gerettet, wenn ein Club oberhalb des Südwest Verbandes die Rote Karte vom Ligaausschuss gezeigt bekäme. Dann könnten die Saarländer - als erster sportlicher Absteiger - doch in der dritten Bundesliga verbleiben, und würden damit die Anzahl der Absteiger in der Regionalliga Südwest verringern. So wiederum könnte sich sogar noch Wormatia Worms, hier müsste Meister Großaspach und Vizemeister Mainz der Aufstieg in die dritte Liga gelingen, an seinem sportlichen Abstieg in die Oberliga vorbeimogeln was natürlich wiederum in dieser Klasse die Abstiegskarten vollkommen neu mischen würde.

Wer spielt wo in der neuen Saison?

Und als Bonuspunkt in der ganzen Wirrwarrgeschichte kommt dazu, dass in der letzten Woche der FC Eschborn, aus der Oberliga Hessen, seine Regionalligabewerbung zurückgezogen hat und es aus dem Hessenland keinen Aufsteiger in die vierte Liga gibt, was sich wiederum auf die Anzahl der Absteiger auswirkt. Als Erster profitiert hier der anstehende Rheinlandligist SV Mehring von dieser neuen Sachlage. Das Team aus dem Bereich des Fußballbezirkes West dürfte weiterhin in der Oberliga starten und würde somit auch in der Rheinlandliga für ein Aufatmen sorgen. Erster Gewinner wäre der Sieger des Entscheidungsspiels zwischen der SG Bad Breisig und der SG Mendig, welches der FV Rheinland auf jeden Fall ansetzen muss.

Aber selbst der Drittletzte, der TSV Emmelshausen, könnte noch gerettet werden. Allerdings nur im günstigsten Fall. Würden die Wormser in der Regionalliga die Klasse halten und sich darüber hinaus der Oberligavizemeister FSV Salmrohr gegen den FC Nöttingen für die Regionalliga qualifizieren, dann wäre auch das Team aus dem Hunsrück gerettet. Und dann gäbe es in der Bezirksliga Mitte wiederum Freudentänze. Fest steht bisher allerdings nur, dass der TuS Hausen und der TuS Immendorf in ihren jeweiligen Heimatkreis zurückkehren. Und nach der aktuellen Situation eben auch der SV Niederwerth und das Team aus Gönnersdorf. Doch mit jedem Absteiger in den oberen Ligen sinkt halt auch deren Anzahl in der Bezirksliga. Je nach Sachlage könnten sich die Koblenzer Teams in der Bezirksliga bis auf den TuS Immendorf allesamt retten.

„Bei mir steht aktuell das Telefon nicht still, weil Abteilungsleiter nachfragen, wie es weitergeht. Aber ich kann vor Ende Juni keine Aussagen machen, wie sich die einzelnen Ligen zusammenstellen“, hat der Staffelleiter der Koblenzer Kreisligen A bis C, Josef Gliedner, selbst keinen Einfluss auf die aktuelle Lage. „Die Statuten des FV Rheinland sind klar. Und genau das führt zu dieser unklaren Situation“, weist er mit einem Schmunzeln darauf hin, dass das Regelwerk des FV Rheinland keinen großen Handlungsspielraum zulässt. „Ich werde jetzt die Entscheidungsspiele terminieren und, genau wie die Vereine, abwarten müssen, was dort oben passiert. Das ist nicht nur für die Vereine, sondern auch für mich unbefriedigend, aber ich kann es nicht ändern.“

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