Derby in der Kreisliga A – Kreis Koblenz – Saison 2014/15
Zufriedenheit trotz Nullnummer
Spitzenreiter SV Weitersburg kann nur in der ersten Halbzeit überzeugen
Bendorf. Wenn der Spitzenreiter zu einem Mittelfeldkandidaten fährt, sind die Vorzeichen normalerweise immer klar abgesteckt. Das Team im Ligamittelfeld versucht so gut wie möglich mitzuhalten, während der Spitzenreiter frühzeitig die Entscheidung erzwingen will. So sah es zunächst dann auch aus als sich die SpVgg Bendorf und der SV Weitersburg zum halbjährlichen Lieblingsderby trafen und sich am Ende mit einem 0:0 trennten. Tabellenführer Weitersburg setzte die Hausherren in einer sehr fair geführten Partie sofort unter Druck und wollte im Bendorfer Rheinstadion sofort zeigen, wer Herr im Hause ist. Und dies gelang in den ersten 45 Minuten auch vorzüglich. Was fehlte waren nur die Treffer für die Blau-Gelben. Das wiederum lag an der stark agierenden Bendorfer Abwehr oder aber am stark reagierenden Stefan Hinz im Tor der Gastgeber. So rettete der Keeper der Hausherren auch Mitte der ersten Halbzeit die Null, als der Weitersburger Rene Kryut allein auf sein Tor zumarschierte und am Torwart scheiterte.
„Spielerisch war das schon o. k., was wir bisher gezeigt haben. Einziges Manko ist die Chancenverwertung“, zeigte sich SVW-Coach Charly Grün von der Vorstellung seiner Mannschaft bis zu diesem Zeitpunkt zufrieden. Dies sollte sich aber nach der Pause ändern, denn nun waren es die Hausherren, die aufzeigten, dass auch sie mit Ball und Gegner spielen können. Hier vergaben dann Marc-Henning Schäfer (71.) und Jan Lohrum (81.) beste Gelegenheiten für einen Bendorfer Torerfolg.
„Nach der Pause hatten wir das Glück auf unserer Seite. Bendorf hatte die besten Möglichkeiten und so geht das 0:0 schon in Ordnung“, war Charly Grün dann auch nach der Partie zufrieden. Genau wie Bendorfs Spielertrainer Lars Johannsen: „Mit dem Ergebnis können beide Seiten leben. Wir haben zwei verschiedene Halbzeiten erlebt, wobei jedes Team einmal Punktsieger wurde“.
SpVgg Bendorf: Hinz, Klimowski, Johannsen, Keßler, Lohrum, B. Schäfer (65. Rutkowski), Simmat (87. Kidane), Lovric, M. Schäfer, Akbulut, Linn (80. Zöller).
SV Weitersburg: F. Walgenbach, Lindenau, Könen, Meel, Weber, Marzilius, P. Walburger, Korth, Urbas, Reichert (58. Murseli), Kryut (73. Schlimper).