Heimatverein Meckenheim
1. Vorsitzender legt Amt nieder
Meinolf Schleyer zieht sich aus persönlichen Gründen zurück
Meckenheim. Der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Meckenheim, Meinolf Schleyer, hat aus persönlichen Gründen sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Wie der Verein mitteilt, wird er ihm als Mitglied weiterhin verbunden bleiben. Schleyer wolle sich aber künftig privat voll auf den Bereich „Alter Friedhof“ in Meckenheim und Denkmalschutz konzentrieren. Hierbei hat Schleyer schon intensive Forschungen betrieben, auch aus persönlichen Gründen. Der langjährige Vorsitzende wurde von der Landschaftsversammlung Rheinland für seine besonderen ehrenamtlichen Verdienste in der landschaftlichen Kulturpflege mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet. Die für 2019 angekündigten Veranstaltungen wird er noch durchführen. Die 2. Vorsitzende, Christiane Rudloff, und Geschäftsführerin Irene Krüger haben gemeinsam den Vorsitz kommissarisch übernommen und werden die Arbeit weiter fortführen. Am 27. September wird dann eine Mitgliederversammlung mit den erforderlichen Neuwahlen stattfinden. Meinolf Schleyer hat sein Amt 16 Jahre lang ausgeübt. Durch sein tatkräftiges Engagement und das seiner Mitstreiter konnten in dieser Zeit viele große Projekte des Heimatvereins zur Bewahrung und Sichtbarmachung von Kulturgütern in Meckenheim verwirklicht werden. So wurden zum Beispiel dem Glockenspiel am Neuen Markt die Stimme wiedergegeben und seit dem Jahr 2011 über 70 Musikveranstaltungen organisiert. Ebenso wurden durch Vandalismus zerstörte Wegekreuze und ein Bildstock in Ersdorf restauriert und zahlreiche Zeittafeln installiert, die dafür sorgen, dass sich interessierte Bürgerinnen und Bürger an historischen Orten über deren Geschichte informieren können. In Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft Lüftelberg und durch größere Spenden des Heimatvereins wurden die Wiederherstellung des Mühlrades und die Errichtung eines Denkmals für Adam Schall von Bell in Lüftelberg verwirklicht. Die Geschichte der jüdischen Mitbürger in Meckenheim und ihres Friedhofs finden Ausdruck in regelmäßigen Führungen sowie auf Informationstafeln in der Dauerausstellung des Meckenheimer Stadtmuseums in Altendorf. Der denkmalgeschützte „Alte Friedhof“ an der Bonner Straße ist ein besonderes Arbeitsgebiet. Das sichtbare Ergebnis ist die aufgestellte Zeittafel an der Friedhofshalle. Für interessierte Gruppen finden seit 2018 auch Führungen über den Friedhof statt.
