Rudolf Stefan feiert 100. Geburtstag
100 Jahre alt, gut gelaunt und zufrieden
Bendorf/Stromberg. „Unser Rudi ist nicht zu toppen“, sind sich Freunde und Familienmitglieder von Rudolf Stefan einig. Der Stromberger hat schon immer alle mit seinen lustigen Sprüchen unterhalten und auch bei der Feier seines 100. Geburtstages am 19. September strahlte er eine große Lebensfreude aus. In die Schar der Gratulanten reihten sich auch Bürgermeister Michael Kessler und die Beigeordnete Gaby Zils ein. „Wenn man so alt werden will, darf man nicht früher sterben“, scherzte der fröhliche Jubilar mit seinen Gästen. Rudolf Stefan kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken: 1918 in Mähren geboren war er zunächst österreichischer Staatsbürger im Kaiserreich, später wurde er tschechoslowakischer Bürger und schließlich Deutscher, als Böhmen und Mähren 1938 annektiert wurden. Im Zweiten Weltkrieg kam er als Soldat mit einer Verwundung ins Lazarett nach Sayn – bei Spaziergängen lernte er seine spätere Ehefrau Therese kennen. Eine Arbeitsstelle fand er bei der Firma Steuler in Höhr-Grenzhausen, wo er lange im Bereich Qualitätskontrolle tätig war. Auch heute ist er noch praktisch veranlagt und vielseitig interessiert. Das liebste Hobby des rüstigen 100-Jährigen ist Lesen. Waren es vor ein paar Jahren noch Western, die ihn interessierten, bevorzugt er inzwischen Heimat- und Liebesromane. Auch das Schreiben liegt Rudolf Stefan am Herzen. Unter dem Titel „Heimwärts in die Fremde“ hat er ein Buch über sein Leben geschrieben, das Freunde und Verwandte zum Schwärmen bringt. Der Jubilar ist glücklich, dass er zuhause alt werden kann und er freut sich stets über Besuch seiner beiden Töchter, der Enkel und Urenkel.
Stadtverwaltung Bendorf