Allgemeine Berichte | 01.03.2022

Friedens-Demo in Rheinbach

1000 Menschen setzten Zeichen gegen völkerrechtswidriges Vorgehen Russlands

Bürgermeister Ludger Banken zeigt sich beeindruckt vom Zuspruch, den die Veranstaltung aller demokratischen Kräfte im Rheinbacher Stadtrat gefunden hatte

Etwa 1000 Menschen beteiligten sich am Montagabend in Rheinbach am Schweigemarsch für den Frieden in der Ukraine: „Unsere Sorge gilt den Menschen in der Ukraine, die unter diesem Krieg leiden müssen.“ Foto: JOST

Rheinbach. Etwa 1000 Menschen zeigten am Montagabend in Rheinbach mit einem Schweigemarsch ihre Solidarität mit den Menschen in der vom russischen Präsidenten Wladimir Putin überfallenen Ukraine und setzten zugleich „ein Zeichen gegen das aggressive und völkerrechtswidrige Vorgehen Russlands, das die ganze Welt entsetzt“, so die Organisatorin Martina Koch. „Unsere Sorge gilt den Menschen in der Ukraine, die unter diesem Krieg leiden müssen.“

Koch machte klar, dass die Initiative für den Schweigemarsch zwar von der Rheinbacher SPD ausgegangen sei, sich jedoch alle demokratischen Parteien im Stadtrat sofort angeschlossen hätten und die Veranstaltung somit eine gemeinsame Kundgebung aller demokratischen Kräfte sei. An der Spitze des Schweigemarsches reihte sich Bürgermeister Ludger Banken (parteilos) ebenso ein wie die beiden Vizebürgermeister Kalle Kerstholt (SPD) und Markus Pütz (CDU), die Fraktionsvorsitzenden Heribert Schiebener (Grüne), Dieter Huth (UWG) und Jana Rentzsch (FDP) sowie zahlreiche Mitglieder des Rheinbacher Stadtrats. Die DPSG-Pfadfinder vom Stamm Antoine de Saint-Exupéry und die Kolpingfamilie Rheinbach hatte sogar ihre Fahnen mitgebracht, ansonsten prägten zahlreiche selbst gemachte Schilder den Schweigemarsch: „Solidarität mit den Menschen in der Ukraine!“, „Stopp Putin!“, „Stopp den Wahnsinnigen!“, „Freiheit für die Ukraine“, „Nie darf der Aggressor siegen“, „Menschen aus der Ukraine in Rheinbach aufnehmen“ oder „Wir bangen mit den Menschen in der Ukraine“ warenzu lesen und natürlich jede Menge „Peace“-Zeichen.

Spaziergänger kamen friedlich entgegen

Vom Himmeroder Wall über die Pützstraße führte der Weg der mehrere hundert Meter langen Kundgebung in die Hauptstraße, die für kurze Zeit für den Verkehr gesperrt worden war. In dem Moment, in dem die Friedensdemonstranten in die Bachstraße einbogen, kamen zur gleichen Zeit die „Spaziergänger“ auf ihrem Marsch gegen die Coronamaßnahmen entgegen, traten aber friedlich zur Seite und ließen die ebenfalls friedlichen Friedensdemonstranten vorbeiziehen.

Zurück auf dem Himmeroder Wall zeigte sich Bürgermeister Banken beeindruckt vom Zuspruch zu der Veranstaltung: „Das ist ein Bild, das sich in die Herzen brennt“, bedankte er sich im Namen der Stadt Rheinbach bei allen Teilnehmern, dass sie sich Zeit genommen hätten, ihre Solidarität mit denen auszudrücken, die im Moment Gewalt, Krieg und Tod erleiden müssten und die überrannt würden von einem Aggressor. „Die alle sind in unseren Gedanken und in unserem Herzen, und wir drücken ganz fest die Daumen, dass die Verantwortlichen möglichst schnell ein Einsehen haben und mit dieser brutalen Invasion aufhören und zum Frieden zurückkehren.“ Wer an diesem Abend auf die Straße gehe, zeige, dass er mitfühle und solidarisch sei. „Hoffen wir, dass wir so etwas nicht mehr lange und dann nie wieder erleben müssen. So etwas hätten wir uns überhaupt nicht vorstellen können, erst recht nicht in Europa vor unserer Haustür. Nachdem wir lange Frieden genießen durften, dürfen wir es jetzt offensichtlich nicht mehr.“

Das bestätigte auch Koch: „Die starke Beteiligung heute Abend zeigt auch, dass die Menschen, die für Frieden sind, immer noch in der Mehrheit sind, und dass es so wie in der Ukraine einfach nicht geht.“ Man werde in den nächsten Wochen schauen, wie man den Menschen in der Ukraine konkret helfen könne. „Wenn wir künftig Aktionen planen und auch dann Ihre Hilfe bekommen, werden wir einiges bewegen können“, zeigte sich überzeugt. JOST

Etwa 1000 Menschen beteiligten sich am Montagabend in Rheinbach am Schweigemarsch für den Frieden in der Ukraine: „Unsere Sorge gilt den Menschen in der Ukraine, die unter diesem Krieg leiden müssen.“ Foto: JOST Foto: Volker Jost

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