Allgemeine Berichte | 28.06.2017

Laienspielkreis Oberbachem ermöglicht weitere Geschwistertreffen mit einer Riesenspende

11.000 Euro gingen an den Bunten Kreis Rheinland

Bereits zum dritten Mal spenden die Schauspieler für schwerkranke Kinder und deren Geschwister

Bei der Scheckübergabe: Ruth Thelen (Spielleitung), Paul Caspari (übersetzt ins Rheinische), Jochen Schmitz mit Tochter (1. Vorsitzender und Schauspieler), Inka Orth und Anja Goertz (Maske) (v. l.).privat

Oberbachem. Unglaublich, was die Oberbachemer Laienspieler wieder einmal auf die Beine gestellt haben, um in diesem Jahr die stolze Summe von 11.000 Euro an Inka Orth, Vorsitzende des Bunten Kreis Rheinland, zu überreichen. Bereits zum dritten Mal spenden die Amateur-Schauspieler eine große Summe für schwerkranke Kindern und deren Geschwister.

„Ein großes Dankeschön an den Laienspielkreis. Wir sind überglücklich, mit dieser großen Summe unser Geschwisterprojekt in diesem Jahr weiter finanzieren zu können“ so Inka Orth. Der Alltag in Familien mit einem schwerkranken Kind ist oft geprägt von Ängsten, Sorgen und Unsicherheiten, sodass die Bedürfnisse von Geschwistern meist zu kurz kommen. Die Sozialpädagogen des Bunten Kreis Rheinland möchten mit verschiedenen Angeboten diese Kinder und Jugendliche mit Spiel und Spaß begleiten und mit ihnen gemeinsam Strategien entwickeln, wie sie mit der besonderen Lebenssituation besser umgehen können. Vor allem die einwöchigen Geschwisterfreizeiten oder eintägigen Geschwistertage bieten Zeit und Raum zur Problembewältigung. Hier lernen die Kids, dass sie nicht alleine und hilflos ihrer Situation ausgesetzt sind und dass es noch andere Gleichgesinnte gibt, denen es ganz ähnlich geht. So können in der Gruppe Hilfestellungen und Lösungsangebote erarbeitet oder in Einzelgesprächen individuelle Probleme besprochen werden.

In diesem Jahr durften die Geschwister den Gnadenhof der Dr. Axe Stiftung in Kronenburg besuchen, wo der tägliche Umgang mit den Tieren einen sehr heilsamen Effekt für jedes der Kinder hatte. Für die älteren Kinder gab es ein Übernachtungsangebot im Bonner Basecamp in coolen Wohnwagen; die Jüngeren übten sich in Zirkus-Akrobatik in Troisdorf oder buken Muttertags-Muffins im Bonner Hotel Königshof. Schatzsuche oder Klettern im Wald oder in der Halle, Museums-Pädagogik im Bonner Kunstmuseum oder Grillpartys benötigen umfassende professionelle Vorbereitung und geschulte personelle Betreuung; Kosten, die der Bunte Kreis ohne Sponsoren alleine nicht tragen kann.

„Die vertagte Hochzeitsnacht“

Die oft vergessenen Geschwister zu unterstützen, dieses Ziel haben sich die Laienspieler seit nunmehr drei Jahren auf die Fahnen geschrieben. In diesem Frühling brachten sie an 14 Wochenendtagen vor einem permanent ausverkauften Dorfsaal in Oberbachem das ins Rheinische übersetzte Stück „Die vertagte Hochzeitsnacht“ auf die Bühne. Ihre alljährlichen Aufführungen sind inzwischen ein Geheimtipp nicht nur für Liebhaber der rheinischen Mundart. Es ist wohl die Mischung aus einem hohen künstlerischen Anspruch und einer fast familiären Gästebetreuung, die den Zuschauern einen äußerst amüsanten und unvergesslichen Abend verspricht. Vom Bühnenbild bis zum Pausensnack ist alles selbst gemacht und der Erlös des Abends kommt den Geschwistern schwerkranker oder behinderter Kinder in der Region zu Gute.

Bei der Scheckübergabe: Ruth Thelen (Spielleitung), Paul Caspari (übersetzt ins Rheinische), Jochen Schmitz mit Tochter (1. Vorsitzender und Schauspieler), Inka Orth und Anja Goertz (Maske) (v. l.).Foto: privat

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