Veranstaltungdes Regioverein Koblenz im Dreikönigenhaus
13 Initiativen freuten sich über Fördergelder aus dem Regiogeldprojekt
Koblenz.Es war eine sehr gelungene feierliche Veranstaltung, als der Regioverein Koblenz im Dreikönigenhaus 13 sozialen und kulturellen Initiativen aus der Region insgesamt 4448 RegioMark überreichen konnte. Nach einem musikalischen Einstieg durch Amelie Derksen der Initiative MUSIC LIVE fand Bürgermeisterin Ulrike Mohrs die treffenden Grußworte der Stadt Koblenz. Sie betonte dabei den wichtigen Stellenwert des Regionalen sowohl im Arbeitsleben, im Kosumbereich und im Freizeitbereich. Auch in Betrachtung der klimaschützenden Auswirkungen sind regionale Abläufe stets vorzuziehen. Viele Initiativen sind dabei ein Garant für Bürgernähe und soziale Kontakte. Gerade dieser Aspekt wurde bei der Veranstaltung sehr deutlich.
Bei der Überreichung des Förderbetrags bat Walter Grambusch als Vorsitzender des Regioverein Koblenz die jeweiligen Initiativen um eine kurze Darstellung ihrer alltäglichen Arbeiten. Viele der anwesenden Gäste waren sichtlich erstaunt über die vielfältigen hilfreichenden Tätigkeiten in sozialen und kulturellen Bereichen. So berichtete Erich Weber von der Initiative „Die Schachtel“ über den oft nicht einfach zu findenden Zugang zu Obdachlosen bei ihrer Straßensozialarbeit. Petra Seidel stellte die Arbeiten des Kinder- und Jugendhauses Katharina von Bora vor und macht dabei deutlich, wie wichtig es ist, die Menschen bereits in jungen Jahren mitzunehmen.
Über ein Thema, das in vielen Fällen unausgesprochen und damit unverarbeitet bleibt, sprach Jacqueline Bröhl vom Frauennotruf. Auch hier stellt diese Initiative mit viel sensibilisierter Erfahrung eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene dar. Auch die Arbeiten von „MediNetz“ waren vielen noch unbekannt. Hier berichtete Dr. Claudia Tamm über ihr Hifsangebot an Menschen, die keine oder keine ausreichende Krankenversicherung haben, und davon gibt es auch bei uns in Deutschland traurigerweise nicht wenige Menschen. Jan Buchbender und Ingrid Lakotta haben mit ihrer Initiative Nachbarschaftshilfe Koblenz Süd viele helfende Hände, wenn es um die Unterstützung kranker oder beeinträchtigter Personen in ihrem Stadtumfeld geht. Unter der Initiative „pro plus rlp“ verbirgt sich eine unterstützende Tätigkeit im Lebensumfeld von HIV-Infizierten. Frank Scherb schilderte hier die Wichtigkeit einer Anlaufstelle für Betroffene. Auch die Lebenshilfe spielt in Koblenz eine herausragende Rolle, wenn es darum geht, Familien mit behinderten Familienangehörigen zu unterstützen. Auch hier berichtete Robert Mang anschaulich von den nur über einen großen Vertrauensbezug möglichen Hilfeleistungen seiner Einrichtung.
Seit 32 Jahren bereits bietet die Jugendkunstwerkstatt viele Kurse für Kinder und Jugendliche an. Jewgenia Weissharr und Maike Hecht wussten daher einiges zu berichten und viele nun Erwachsene erinnern sich gerne an ihre Zeit in der Jukuwe. Auch die Studierendengemeinschaft der Cusanus Hochschule, die sich ja seit einiger Zeit im Dreikönigenhaus befindet, hatten ihre Initiative zur Förderung angemeldet und konnten bereits einen Förderbetrag erhalten. Hier berichteten zwei Studierende von den Stipendienmodellen zur Finanzierung des Studiums. Ein besonderer Aspekt spielt zurzeit auch die Suche nach einem Gebäude, wo die Studiernden wohnen und arbeiten können. Ebenfalls Fördergelder erhielten der BUND-Koblenz, MUSIC LIVE, die Initiative Musik für Alle und der Förderverein Gitarrenkultur. Die Födergelder ergeben sich, wenn Betriebe bei einem Rücktausch von RegioMark in Euro einen kleinen Förderbeitrag leisten. Der Dank geht somit auch an alle Betriebe, die beim Regiogeldprojekt teilnehmen. Ein Dank auch an die Sparkasse Koblenz, die mit einer Spende dazu beitrug. Die Verteilung der Fördergelder bestimmen dabei alle Konsumenten, denn bei jedem Tauschvorgang bei einem der Ausgabestellen für die RegioMark können sie eine Initiative nennen, die sie gerne gefördert sehen möchten. Im Verhältnis zur Tauschsumme werden dem benannten Projekt Punkte zugeteilt. Die Auswertung der sich ergebenden Punkte zum Jahresende ergibt dann die Verteilung der Fördergelder. Jeder Konsument ist also daran beteiligt. Die Initiativen erhalten ihren Förderbetrag übrigens in RegioMark. Somit bleibt auch dieses Geld im regionalen Kreislauf.
Bei einem kleinen Imbiss und einem Schluck Wein ergaben sich dann während einer Pause und zum Ende viele Gespräche zum Kennenlernen oder zum Austausch von Erfahrungen und Wünschen. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung.
Pressemitteilung des
Regioverein Koblenz
Das Publikum erfuhr viel über die Arbeit der 13 sozialen und kulturellen Initiativen aus der Region.
