Allgemeine Berichte | 03.11.2020

Neues aus der Verbandsgemeinde Brohltal

15-jähriges Jubiläum als Nachtwächter

Mundart-Nachtwächterführung in Künnisfeld bot einen Blick in vergangene Zeiten

Seit 15 Jahren ist Karl-Heinz Kurth nächtens unterwegs - im Oktober zu seinem Jubiläum auch einmal in Mundart. Foto: Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal

Königsfeld. „Hört ihr Leut` und lasst euch sagen...“ – im Oktober war es wieder soweit: In typischem Gewand und ausgerüstet mit Laterne, Horn und Hellebarde führte Karl-Heinz Kurth interessierte Nachtschwärmer durch die mittelalterliche Stadt Königsfeld und berichtete allerlei Interessantes über Brauchtum und Alltagsleben vergangener Zeiten. Zeiten, in der Nachtwächter, Hirtmeister und Bürgermeister für die Sicherheit verantwortlich waren. Der Königsfelder kennt die bedeutenden Straßen und Gassen des „Stättleins“ ganz genau – hier geboren und aufgewachsen teilte er mit großer Freude sein Wissen und passierte mit den Gruppen an historische Gebäuden und idyllische Fachwerkhäuser.

Seit bereits 15 Jahren ist Karl-Heinz Kurth, im Brohltal besser bekannt als „Karli“, nun schon als Nachtwächter aktiv. Mit der Anbringung von historischen Schildern in der Ortsgemeinde Königsfeld im Jahr 2005 begann seine Karriere als „Wachmann“ und dies wurde zu einer Passion, die sich konstant weiterentwickelte, u. a. mit der Teilnahme an regelmäßigen Nachtwächter-Treffen. Der beliebte Vulkanparkführer ist ebenfalls ein großer Fan heimischer Mundart und Mitbegründer des traditionellen Mundartabends, welcher seit bereits über 20 Jahren dazu beiträgt, den Dialekt als Kulturgut zu bewahren. Da sowohl die für März 2020 regulär geplante Nachtwächterführung als auch der diesjährige Mundartabend aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt werden mussten, kam Karl-Heinz Kurth die Idee auf, seine beiden Leidenschaften zu vereinen und die Heimatsprache in seine abendlichen Rundgänge zu integrieren. Gemeinsam mit dem Kulturbüro der Verbandsgemeindeverwaltung wurden diese unter Einhaltung der vorgegebenen Hygienemaßnahmen organisiert. Besonders gefreut hat es die Organisatoren der Veranstaltung, dass neben einigen Bewohnern des Brohltals auch Gäste aus umliegenden Dörfern an den Führungen teilgenommen haben. An beiden Abenden wurden freiwillige Spenden für einen guten Zweck gesammelt. Der Erlös kommt dem Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.V. zu Gute.

Seit 15 Jahren ist Karl-Heinz Kurth nächtens unterwegs - im Oktober zu seinem Jubiläum auch einmal in Mundart. Foto: Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal

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