Ökumenischer Pfingstgottesdienst erinnert an Konzil von Nizäa
1700 Jahre Glaubensbekenntnis
Andernach. Am Pfingstmontag fand in der Christuskirche in Andernach der ökumenische Gottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) statt. Wie in jedem Jahr kamen die Mitgliedskirchen der ACK Andernach zu diesem Anlass zusammen, um ein gemeinsames Glaubenszeichen zu setzen. Das diesjährige Thema lautete „Glaube gestern – Glaube heute“ und bezog sich auf das erste ökumenische Konzil, das vor genau 1700 Jahren im Jahr 325 in Nizäa bei Konstantinopel im heutigen Staatsgebiet der Türkei abgehalten wurde. Als zentrales Ergebnis dieses Konzils entstand das Nizänische Glaubensbekenntnis, das später zur Grundlage für das Nizäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis von 381 n. Chr. wurde. Dieses wird bis heute in der weltweiten ökumenischen Gemeinschaft gesprochen.
In seiner Predigt betonte Pfarrer Hans-Werner Schlenzig die bleibende Bedeutung dieses Bekenntnisses zu Jesus Christus als dem menschgewordenen und auferstandenen Sohn Gottes. Es könne in einer zerrissenen Welt Orientierung und Halt geben. Weil Christus die Welt nicht gottlos zurückgelassen habe, könne der Glaube in Zeiten innerer und äußerer Konflikte ein verbindendes Element für die Kirchen darstellen. Inmitten politischer Spannungen, kriegerischer Auseinandersetzungen und sozialer Ungleichheit könnten Christinnen und Christen bezeugen, dass das Leben stärker ist als der Tod und dass Liebe die Welt zu verändern vermag. Durch ein solches Bekenntnis könne ein sichtbares Zeichen für die Einheit der Kirchen und für die Welt gesetzt werden. Bischof Gerhard Feige aus Magdeburg unterstrich diese Haltung in einem Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA). Dabei betonte er die Verantwortung der Kirche: „Ich glaube, gerade was die Menschenwürde betrifft, Menschenrechte und Gerechtigkeit, also das Zusammenleben von uns Menschen, da kann und darf die Kirche nicht schweigen.“BA
