Allgemeine Berichte | 24.06.2019

Ausschüttung der Gelder der Koblenzer Sportstiftung im Historischen Rathaussaal

23.500 Euro konnten übergeben werden

Die Koblenzer Sportstiftung förderteVereine, Schulen und Institutionen mit insgesamt 23.500 Euro. Fotos: BSB

Koblenz. Die 1987 nach einem Stadtratsbeschluss gegründete Koblenzer Sportstiftung hatte zur Übergabe der in diesem Jahr 23.500 Euro ausmachenden Stiftungsgelder in den Historischen Rathaussaal eingeladen. Seit 1991 bis heute konnte die Stiftung, deren Stiftungskapital aktuell bei rund 220.000 Euro liegt, mehr als 600.000 Euro an sportliche Institutionen und gemeinnützige Sportvereine aus Koblenz ausschütten. Geld, mit dem sie ihrem Zweck gerecht wird, den Leistungssport in Koblenz zu fördern sowie die Nachwuchsförderung zu unterstützen. Dass das auch bei der derzeitigen Zinspolitik der Europäischen Zentralbank funktioniert, ist insbesondere Zustiftungen der Sparkasse Koblenz, aber auch Einnahmen aus beispielsweise Bußgeldauflagen, Erbschaften oder Sportveranstaltungen zu verdanken.

Zusammensetzung der Ausschüttungssumme

Nach der Begrüßung der Anwesenden zeigte die Koblenzer Bürgermeisterin, Ulrike Mohrs, die Zusammensetzung der Ausschüttungssumme auf. Profiteure waren dieselben fünf Sportvereine und zwei Institutionen wie im Vorjahr. Darüber hinaus gab es zwei personenbezogene Förderungen. Vor der symbolischen Scheckübergabe informierte Rüdiger Sonntag, Vorstandsvorsitzender der Koblenzer Sportstiftung, über die in drei Kategorien gegliederten Förderkriterien. Als Kategorie 1 wird die Spitzenförderung genannt, deren Ziel es ist, herausragende nationale und internationale Wettkampfergebnisse zu würdigen und den Vereinen im Bereich des Nachwuchsleistungs- und Hochleistungssports eine möglichst hohe finanzielle Unterstützung zu gewähren. Kategorie 2 ist die Grundförderung. Sie soll als Anerkennung und Unterstützung für herausragende Ergebnisse bei Deutschen Meisterschaften im Bereich der Schüler, Jugend und Junioren verstanden werden. Als Kategorie 3 gilt die punktuelle Förderung für einzelne Athleten bzw. für Mannschaften.

In der Kategorie 1 förderte die Sportstiftung die Abteilung Fechten der Coblenzer Turngesellschaft 1880 (CTG) mit 2.000 Euro. Seit 2007 startet der viermalige Einzelweltmeister im Florettfechten, Peter Joppich, für den Verein. An Joppich ging außerdem eine der personenbezogenen Förderungen. Als Olympiakandidat für Tokio 2020 erhielt er 2.500 Euro als finanzielle Unterstützung für ein zusätzliches Trainingslager. Noch als mittlerweile 36-Jähriger beweist Joppich immer wieder, „dass er zu den erfolgreichsten Florettfechtern weltweit gehört“, begründete die Stiftung die Ausschüttungen. Gerade hat er mit der Mannschaft bei der Fecht-EM in Düsseldorf Silber und damit wichtige Punkte im Kampf um die Olympia-Qualifikation gewonnen.

Die zweite Spitzenförderung der Sportstiftung ging an den Koblenzer Ruderclub (KRC) Rhenania, mit seinen mehr als zwanzig Leistungssportlern, die beständig Meisterschaftserfolge erzielen. Die Ruderer Timo Piontek (Olympiakader), Max Bierwirth und Julius Müller gehörten sogar den Deutschen Nationalmannschaften an. Entsprechend ging die zweite personenbezogene Förderung mit 4.000 Euro, gleichfalls als Unterstützung für ein zusätzliches Trainingslager, an den zweiten Olympiakandidaten Timo Piontek. Bei der Ruder-EM in Luzern belegte er jetzt im Männerdoppelvierer den vierten Platz.

In Kategorie 2 wurde der Fechtclub Königsbacher SC aufgrund seiner Förderleistungen für Nachwuchsfechter, die dem Landes- und Perspektivkader angehören, mit 1.500 Euro bedacht. Für das Verbundsystem „Eliteschule des Sports“ und „Sportinternat“ gab es jeweils 2.000 Euro. Damit unterstützt die Sportstiftung deren Ziel, schulische und sportliche Ausbildung von Nachwuchs-Bundeskadern auf hohem Niveau zu begleiten und zu fördern.

In Kategorie 3 schüttete die Stiftung 2.000 Euro an die Abteilungen Cheerleading und Säbelfechten der CTG aus. Mit dem Förderbetrag würdigt sie die Erfolge der Cheerleader (2018 Weltmeister als Teil der deutschen Nationalmannschaft sowie 1. und 3. Platz bei Deutschen Meisterschaften) und die guten Ansätze im Säbelfechten (so gehört z.B. Felix Kalter dem Nationalkader 2 an). Weitere 2.000 Euro gingen an die Kunstturnvereinigung (KTV) Koblenz, ein Zusammenschluss aus verschiedenen Turnvereinen. Die KTV habe „trotz widriger Umstände den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft“, begründet die Sportstiftung die Entscheidung. Dritter Begünstigter in der Kategorie 3 war der Wassersportverein Koblenz-Metternich. Mit der 1.500 Euro-Förderung soll die Basisarbeit des Vereins im Bereich des Kanu-Rennsports honoriert werden, der mit David Möntenich wieder auf einen international erfolgreichen Rennkanuten stolz sein darf.

Die einmalig ausgezahlten Fördergelder werden ergänzt durch die monatlich geleistete finanzielle Unterstützung der Spitzensportler Peter Joppich (250 Euro von Juli 2019 bis Juni 2020) und Timo Piontek (300 Euro von Juli 2019 bis Juni 2020).

Monika Sauer, Präsidentin des Sportbundes Rheinland und seit 1991 Vorsitzende der CTG, zeigte sich erfreut über die Förderungsleistung der Koblenzer Sportstiftung. Trotz der sich hier widerspiegelnden sportlichen Erfolge, blickte sie kritisch in die Zukunft. Es stünden noch einige Anstrengungen bevor, um die Leistungen im Sport in Koblenz so aufzustellen, dass langfristig sichergestellt sei, überhaupt Gelder ausschütten zu können. Der Rückzug aus dem Spitzensport, wie ihn jetzt Celina Leffler (Deutsche U23-Meisterin im Siebenkampf vom Schulsportclub (SSC) Koblenz-Karthause) vollzog, ist für die Sportstadt Koblenz eine böse Überraschung. Doch Sauer brachte Verständnis dafür auf, dass sie das sportliche Engagement nicht mit ihrem Studium vereinbaren konnte. Beides unter einen Hut zu bringen, sei nicht ganz einfach, zumal Leistungssportler hier im Lande nicht auf Rosen gebettet seien.

Die Koblenzer Sportvereine fühlten sich um so mehr angespornt, weiterhin Leistungssport zu liefern, was natürlich nur mit entsprechenden Talenten umsetzbar sei. Sauers Dank galt insbesondere den Eltern der Sportler und den vielen ausgesprochen guten Trainern in den Vereinen. Sie auch weiterhin beschäftigen zu können, sei nicht zuletzt den Ausschüttungen der Sportstiftung zu verdanken.

BSB

23.500 Euro konnten übergeben werden

23.500 Euro konnten übergeben werden

23.500 Euro konnten übergeben werden

Die Koblenzer Sportstiftung förderte Vereine, Schulen und Institutionen mit insgesamt 23.500 Euro. Fotos: BSB

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