Allgemeine Berichte | 04.12.2017

5. Dezember: Stillezeiten von Koblenz bis Moers – Salutogenese ist aktuelles Projekt der EKiR

25 Jahre Haus der Stille – Feier mit Lichtmeditation im Labyrinth

Rengsdorf.Das Haus der Stille wird 25 Jahre und feiert dieses Jubiläum stilgerecht am Geburtstag, den 5. Dezember, ab 17 Uhr mit einer Lichtmeditation im Labyrinth. Eröffnet worden war das Einkehr- und Meditationszentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) am 2. Advent 1992 mit einem feierlichen Gottesdienst unter dem Motto (aus Jesaja 60,1): „Mach dich auf und werde licht“. Nicht nur in Rengsdorf, sondern an fast 30 Orten im Bereich der EKiR kommen zum 5. Dezember Menschen zusammen, um Licht zu sein - sich mit dem Haus zu verbinden und die Früchte der Stille zu sammeln: Den Tag beginnt der Kirchenkreis Düsseldorf um 9 Uhr mit einer meditativen Andacht im Haus der Kirche. Das göttliche Ja in der Stille der Gemeinschaft ist dann am Abend zu erfahren um 18 Uhr bei einer Andacht in der evangelischen Kirche Raubach, um 18:30 beim Abendgebet in der Düsseldorfer Friedenskirche und um 19:30 im Gemeindehaus Wuppertal-Barmen. In der evangelischen Stadtkirche Moers kann man um 18:30 Uhr in Form des Herzensgebets meditieren. Dinslaken zelebriert schon am Samstag, 2. Dezember, 18 Uhr eine Lichterfeier im Betsaal; am Nikolaustag lädt Neuwied um 19 Uhr zur Abendandacht in die Marktkirche und Bonn um 19 Uhr zu Gebärdengebet, Taizéliedern und stiller Zeit ins Gemeindehaus der Johanneskirche in Bad Godesberg. Sogar in Hessen und Bayern feiern Kursleitende und Gäste das Haus der Stille. Denn das Haus der Stille hat eine spannende Entwicklungsgeschichte: Es ist gegründet in einer Zeit, als sich viele Pfarrer und Pfarrerinnen stark politisch engagierten gegen das Establishment, gegen Atomkraft, Werksschließungen und patriarchale Strukturen. „Wir hatten kaum mehr Zeit zum Beten“, beschreibt Pfarrerin Renate Voswinkel die damalige Situation. Die Mainzerin wurde die erste Leiterin des Hauses der Stille, das innerhalb der EKiR einen Gegenpol zum Aktivismus bilden und geistliche Kraftquelle für die Mitarbeitenden sein sollte.

Um eine Jugendstilvilla in Rengsdorf wurde ein großzügiger Garten mit Angeboten für die spirituelle Praxis angelegt: Labyrinth, Wasserläufe, eigener Kräuter-, Obst- und Gemüseanbau. Ein Gästehaus und ein modernes Meditationshaus mit großem Saal, Räumen für Einzelgespräche und Refugium kamen hinzu. Voswinkel holte Künstler ins Haus und machte durch die Ausstellungen das Haus der Stille in der Region bekannt. Ihre Nachfolgerin Nicol Kaminsky sorgte dann für eine Konsolidierung des Betriebs und profilierte das Haus als Fortbildungsort für evangelische Geistliche. Dennoch war das Haus der Stille 2015 von der Schließung bedroht. Dagegen formierte sich lauter und schlagkräftiger Protest: Sofortspender stellten 15.000 Euro zur Verfügung, die Landessynode 2017 stimmte einhellig für den Fortbestand des stillen Zentrums. Seitdem arbeitet das Haus der Stille mit einer Fundraisingstrategie und hat dem Betrieb mit einem breiteren Kursangebot und verstärkter Öffentlichkeitsarbeit unter der Leitung von Pfarrerin Irene Hildenhagen eine neue Ausrichtung gegeben. Ihr Hauptanliegen ist die Salutogenese – die bewusste Fürsorge für die eigene, ganzheitliche Gesundheit auch im Berufsleben und Familienalltag. „Jeder Mensch braucht jedes Jahr eine Auszeit, um sich mit seinen geistlichen, emotionalen und körperlichen Kraftquellen zu verbinden“, sagt die 49-Jährige, die zuvor Gemeindepfarrerin in Düsseldorf war.

Heute bietet das Haus der Stille mit 14 Mitarbeitenden und einem großen Freundes- und Förderkreisverein das ganze Jahr über rund 140 verschiedene Tages-, Wochenend- und Wochenkurse von Tanz über Eutonie, Fasten und Schweigen bis biografischem Schreiben sowie Fortbildungen für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende der Kirchen in geistlicher Begleitung. Damit hat das Haus der Stille allen Grund zu feiern – nach der Lichtmeditation mit einem großen Sommerjubiläumsfest am 21. Juli 2018.

Pressemitteilun

Haus der Stille Rengsdorf

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