Allgemeine Berichte | 26.04.2021

Virtueller Girls‘ Day an der Hochschule Koblenz

28 Schülerinnen aus ganz Deutschland waren begeistert

Eine Zitronenbatterie.Quelle: Hochschule Koblenz

Koblenz/Remagen/Höhr-Grenzhausen. Mit großer Resonanz hat sich die Hochschule Koblenz mit seinen Standorten in Koblenz, Höhr-Grenzhausen und Remagen auch in diesem Jahr am Girls’Day beteiligt, der bereits im 20. Jahr bundesweit stattgefunden hat. Aufgrund der Pandemie konnten die vierstündigen Workshops des Ada-Lovelace-Projekts zwar nur digital angeboten werden – was sie jedoch auch für junge Frauen von weit her zugänglich machte. So konnten die insgesamt 28 Schülerinnen der 5. bis 11. Klassen aus 26 Schulen aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland an dem vierstündigen Online-Event teilnehmen und unter Anleitung durch spannende Experimente in die Welt von Naturwissenschaft, Mathematik und Technik eintauchen.

Die Schülerinnen hatten vorab ein Päckchen mit Material zugeschickt bekommen. Aufgeteilt in fünf Gruppen konnten sie in eigenen virtuellen Räumen online zusammen mit den Mentorinnen viele verschiedene Experimente live durchführen. Unter anderem bauten die Schülerinnen eine Zitronenbatterie, eine Kartoffeluhr und einen Elektromotor. Sie erfuhren, was Rheologie ist und was das damit zu tun hat, dass der Ketchup nicht aus der Flasche will. Darüber hinaus gab es viele Rätsel und Spiele aus der Mathematik. Dazu gehörten zum Beispiel das Vier-Farben-Spiel mit Europakarte, binäre Bilder malen oder eine Leonardo-Brücke zu bauen.

Die Workshops waren in ein gemeinsames Rahmenprogramm eingebettet, an dem die Teilnehmerinnen zusammenkamen und begrüßt wurden – je nach Standort des Workshops von Prof. Dr. Antje Liersch (Projektverantwortliche für den RheinMoselCampus und den WesterWaldCampus) oder von Prof. Dr. Babette Dellen und Christiana Hoerster (Projektverantwortliche bzw. Projektleiterin für den RheinAhrCampus). Danach konnten alle Teilnehmerinnen den Grußworten von Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, sowie der Vorstellung des Ada-Lovelace-Projekts folgen.

Nach der zweistündigen praktischen Phase mit Workshops stand in der letzten Stunde für Teilnehmerinnen gemeinsam die Präsentation der Hochschule, insbesondere des Fachbereichs Mathematik und Technik am RheinAhrCampus Remagen, auf dem Programm. Die Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts berichteten von ihren Studiengängen und ermutigten die interessierten Mädchen, ein Studium in den MINT-Fächern in Betracht zu ziehen. Die Mentorin Jennifer vom RheinAhrCampus führte die Schülerinnen am Ende virtuell durch die Hochschule und öffnete ihnen dabei einige Labore.

Nach dem offiziellen Teil und der Verabschiedung nutzten einige Schülerinnen die Möglichkeit, sich in Breakouträumen in 1:1-Gesprächen mit den Mentorinnen über ihre Studiengänge intensiv auszutauschen.

„Der virtuelle Girls´Day kann als Erfolg verbucht werden, auch wenn die Corona-Pandemie ein persönliches Treffen mit den Schülerinnen unmöglich machte und die Mädchen nicht vor Ort sein konnten“, meint Christiana Hoerster, Projektleiterin des Ada-Lovelace-Projekts am RheinAhrCampus Remagen, „auf jeden Fall freue ich mich im nächsten Jahr wieder auf eine Veranstaltung in Präsenz, damit die Schülerinnen die Vielfalt der Labore, die Ausstattung und die Atmosphäre an der Hochschule erleben können.“ Das ALP habe sich aus der aktuellen Situation sehr positiv entwickelt und könne auf professionelle online-Angebote im MINT-Bereich für Mädchen und junge Frauen verweisen. Ilona von Oppeln, ALP-Projektleiterin der Hochschulstandorte RheinMoselCampus und WesterWaldCampus, geht davon aus, dass auch in Zukunft virtuelle Angebote seitens des ALP ein wichtiges und motivierendes Instrument in der Frauenförderung darstellen werden: „Das außerordentlich positive Feedback der Nachwuchsforscherinnen zeigt uns den Bedarf, auch weiterhin Online-Angebote zu entwickeln und anzubieten.“

Das rheinland-pfälzische Ada-Lovelace-Projekt der Hochschule Koblenz unterstützt seit langem die bundesweite Girls´Day-Initiative, setzt damit ein Zeichen gegen den Einfluss von Geschlechterstereotypen und erweitert das Berufs- und Studienwahlspektrum der Mädchen. Die Studentinnen der Mathematik und Technik informieren als Mentorinnen die Schülerinnen über Studienmöglichkeiten und bieten nicht nur am Girls´Day, sondern das ganze Jahr über praxisorientierte Workshops und Arbeitsgemeinschaften in den MINT-Fächern an.

Das Ada-Lovelace-Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds, das rheinland-pfälzische Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz und das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gefördert. Weitere Informationen zum Ada-Lovelace-Projekt sowie zu den drei Standorten der Hochschule Koblenz finden sich unter www.ada-lovelace.com oder unter www.hs-koblenz.de.

Pressemitteilung der

Hochschule Koblenz

Eine Zitronenbatterie. Quelle: Hochschule Koblenz

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