DRK- Auslandshilfeteam des KV Ahrweiler
3. Transport von Hilfsgütern nach Albanien
Diverse obsolete Einrichtungsgegenstände, Geräte und medizinische Hilfsmittel wurden nach Fier gebracht
Weibern. Das Auslandsteam des DRK- Kreisverbands Ahrweiler hat zusammen mit dem Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler in Bad Neuenahr erneut auf Initiative ihres Pflegedirektors B. Hetemi eine Sammlung von obsoleten Einrichtungsgegenständen, Geräten und medizinischen Hilfsmitteln, einem neuwertigen Ultraschallgerät, welches Dr. Rühle aus Ochtendung zur Verfügung stellte, sowie 48 Schultische und Schulstühle, ein Lehrerpult und eine Schulwandtafel und Bekleidung aus Beständen des DRK über das Albanische Rote Kreuz an die Stadtverwaltung in Fier in Albanien geliefert. Mittlerweile war dies der 3. Transport, den das Auslandshilfeteam des DRK- Kreisverbands Ahrweiler verantwortlich durchführte.
Der 3. Transport nach Albanien
Vor Kurzem startete das Auslandshilfeteam des DRK- Kreisverbands Ahrweiler unter Leitung von Bernd Schricker, stellvertretender Vorsitzender des DRK Kreisverbands, den Transport nach Albanien. Die Route führte über Passau, Wels, Graz, durch Slowenien, an Zagreb vorbei, über die Adria- Autobahn, die südlich von Split endet, an der dalmatinischen Küste entlang nach Montenegro. Dort musste eine Passhöhe von 1.034 Metern überwunden werden, da sich der einzige Grenzübergang für Lkw nach Albanien südlich von Podgorica, der Hauptstadt von Montenegro, befindet. In Albanien angekommen, mussten der 7,5 Tonnen- Lkw mit 10 Tonnen-Tandem- Anhänger auf dem Zollhof in Fier abgestellt werden. Fier ist eine Stadt mit 60.000 Einwohnern und liegt etwa 100 Kilometer südlich von der Hauptstadt Tirana. Als Begleitfahrzeug diente ein MTW (Kleinbus) mit Pkw-Anhänger für das persönliche Gepäck. Nach 39 Stunden und ca. 2.100 km sowie vier Grenzkontrollen - die Passkontrolle an der slowenisch- kroatischen Grenze nicht eingerechnet - wurde das Ziel erreicht. Am nächsten Morgen fuhr die Mannschaft mit der Parlaments- und Stadtratsabgeordneten Antoneta Dhima zum Zollamt in Fier. Dort wurden die Zollformalitäten erledigt. Am darauf folgenden Tag fuhr die Kolonne zum Entladen in ein Lager der Stadt Fier. Dort wartete bereits die Ablademannschaft. Während des weiteren Aufenthalts fand ein Besuch beim Bürgermeister der Stadt Fier im Rathaus statt, bei dem sich der Bürgermeister in Anwesenheit von Frau A. Dhima persönlich für die Hilfe bedankte und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.
Das neue Gesundheits- und Sozialgesetz
Dabei erläuterte er das zu Anfang des Jahres 2016 in Kraft getretene neue Gesundheits- und Sozialgesetz. Hier wurde den Kommunen die Verantwortung über Krankenhäuser, Altenheime, Schulen und Kindergärten sowie sozial Schwachen übertragen, die vordem vom Staat verwaltet wurden. Somit obliegt die Verteilung der vom Auslandshilfeteam gelieferten Hilfsgüter nunmehr der kommunalen Verwaltung der Stadt und des Bezirks Fier. Die sozialen Organisationen werden aufgefordert ihren Bedarf bei der Stadtverwaltung anzumelden, die ihrerseits die entsprechenden Güter ausgibt, um vor allen Dingen der Korruption vorzubeugen. Während dieses Empfangs überreichte der Bürgermeister Armando Subashi Bernd Schricker ein Zertifikat zum Zeichen der ausgezeichneten Zusammenarbeit und der Verbesserung der Situation auf dem Gebiet der humanitären Hilfe und Erziehung für das albanische Volk. Bei diesem Empfang waren sowohl die Presse als auch das regionale Fernsehen anwesend. Ein besonderes Lob geht an die Familie Mone, die das Auslandsteam während des Aufenthalts betreute. Das Auslandshilfeteam ist zu der Überzeugung gekommen, dass die aktuelle Unterstützung sehr dankbar aufgenommen wurde, und wird sie auch künftig fortsetzen.
Pressemitteilung
DRK- Auslandshilfeteam
des KV Ahrweiler
