Studierende der Universität Koblenz-Landau am Campus Koblenz setzen ein deutliches Zeichen
3000 Postkarten verschickt
Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Wissenschaftsminister Konrad Wolf und Finanzministerin Doris Ahnen erhielten Post
Koblenz. Die Studierenden der Universität Koblenz-Landau am Campus Koblenz setzen ein deutliches Zeichen und erheben die Stimme für eine bessere Ausstattung der Universität. 3000 Postkarten haben sie an die Ministerpräsidentin Malu Dreyer, dem Wissenschaftsminister Konrad Wolf und der Finanzministerin Doris Ahnen geschickt. „Wir wollen die strukturellen Probleme unserer Universität der Landespolitik ebenso sichtbar machen, wie wir sie jeden Tag spüren“, so die Vorsitzende des allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) am Campus Koblenz, Sandra Nauke. Als zweitgrößte rheinland-pfälzische Universität nimmt die Universität Koblenz-Landau den Platz als trauriges Schlusslicht der Grundfinanzierung pro eingeschriebenen Studierenden ein. Die Universität Mainz erhält 9187 Euro, die TU Kaiserslautern 6050 Euro, die Universität Trier 5490 Euro und die Universität Koblenz-Landau 3370 Euro pro Studierenden.
Mit der Entscheidung, die Universität Koblenz-Landau zu trennen, bekommt die Schieflage ein neues Gewicht. Die Uni-Trennung wird teuer - allein für die Universität Koblenz wird es eine Summe im kleinen zweistelligen Millionenbereich. „Wenn die Kosten der Uni-Trennung nicht übernommen werden, droht die Handlungsunfähigkeit der Universität. In der jetzigen Situation ist es unwahrscheinlich, dass die Universität die Ziele des MWWKs einhalten kann“ so Nina Schmidt, AStA-Referentin für Universitäre Strukturen. Um die Versprechen des MWWK zu erfüllen, die in der Presseerklärung vom 19. November ein weiteres Mal bekräftigt wurden, braucht es greifbare Zahlen und zusätzliche Ressourcen für die zukünftig eigenständige Universität Koblenz. Serafin Eilmes, AStA-Referent für Transparenz und Kommunikation, ergänzt: „Wir sind keine Variablen, die man von A nach B schieben kann. Wir sind akut davon betroffen, wenn es keine Seminarplätze mehr gibt, die Dozenten keine Bachelorarbeiten mehr betreuen können und die Bibliothek nicht mehr finanziert werden kann! Um das deutlich zu machen, schicken wir die Postkarten.“
Damit sich die Situation verbessert, braucht es
Übernahme aller zusätzlichen Kosten der Uni-Trennung durch das Land.
Mehr Stellen für qualitative Lehre und Forschung.
Mehr Raum für zumutbare Studienbedingungen.
Erhöhung der auf eine angemessene Grundfinanzierung.
„Wir lehnen die Trennung der Universität nicht grundsätzlich ab und sehen ebenfalls neue Möglichkeiten für eine zukünftige eigenständige Universität Koblenz. Allerdings kann die Hochschulstrukturreform nur dann gelingen, wenn der Status Quo den vorangestellten Forderungen folgend am Campus Koblenz erheblich verbessert wird. Bestehende strukturelle Mängel müssen schnellstmöglich behoben werden, um den Standort für die anstehende Erneuerung vorzubereiten. Die Qualität der Lehre und Forschung muss wieder garantiert werden. Eine Verbesserung der Finanzierung, Transparenz und Sicherheit sind grundlegende Pfeiler für diesen Prozess. Nur dann kann eine eigenständige Universität Koblenz in Konkurrenz mit anderen Universitäten treten und ihr Potential voll ausschöpfen.“
Pressemitteilung des AStA
Universität Koblenz-Landau,
Campus Koblenz
