Allgemeine Berichte | 17.06.2025

31. Deutsches Mühlenfest in Antweiler – Alte Mühle Gillig

(v.l.) Daniel Schleich, Florian Krämer, Jill Weber, Jana Fabritius, Lara Jäger, Leona Adriany, Sarah Adriany, Tobias Bohn, Jonas Adriany und Mitglied des Vorstandes Jürgen Adriany (re.) Ehrung 60 Jahre Meisterbrief Ewald Gillig.  Foto: Werner Dreschers

Antweiler. Hoch war die Besucherzahl in der Alten Mühle Gillig in Antweiler. Scharenweise strömten die Besucher zur Mühle um den diesjährigen Deutschen Mühlentag zu genießen. Die Deutschen Mühlentage finden in zweijährigem Turnus statt. Seit fast 340 Jahren existiert die Mühle, sie ist eine der wenigen erhaltenen und noch funktionstüchtigen Mühlen an der Ahr. Der aufmerksame Besucher erkennt die Jahreszahl 1686 in einem Türsturz.

Die Mühle ging zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Privatbesitz über, sie zählte vorher zum Besitztum der herzoglichen Familie in Aremberg. Bis ins Jahr 1976 wurde dort sogar noch Getreide vermahlen. Ab dem Jahre 2001 hat Müllermeister Ewald Gillig mit seiner Familie die historische Mühle sorgfältig und mit viel Liebe zum Detail wieder aufleben lassen. Ein Mühlrad aus Eichenholz ist sein ganzer Stolz, es wurde vor 20 Jahren nach seinen Wünschen nach historischer Vorlage in Handarbeit gefertigt. Es ist ein beliebter Blickfang, der von zahlreichen Gästen gerne als Fotomotiv genutzt wird.

In stündlichen Führungen erläuterten Ewald Gillig im Wechsel mit Sohn Peter und Schwager Udo Mechlinski mit profunden Wissen die Historie der Mühle, fachkundig wurden technische Details vorgestellt, viele Fragen beantwortet. Das Interesse der Besucher war sehr groß. Neugierig machte die Besucher die sogenannte Kaplan-Mühlenturbine, mit der die Mühle durch die Wasserkraft bis zu 30 Haushalte im Jahr komplett mit Strom versorgen kann, und dies sogar umweltverträglich. Die Turbine wurde vor 10 Jahren installiert.

Ein besonderes Jubiläum verzeichnete Müllermeister Ewald Gillig selbst: Er ist seit 60 Jahren Meister, hatte vor dem Fest mit Stolz den Jubiläumsmeisterbrief in Empfang nehmen dürfen. Er erinnerte sich, dass er seinerzeit beim Erwerb des Meisterbriefs der jüngste Müllermeister Deutschlands war, erst 22 Jahre jung.

Das Fest wird regelmäßig von den Limbachtaler Musikanten begleitet. Diese sprachen beim Mühlenfest Ehrungen für langjährige Mitglieder aus. Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurden Sarah Adriany, Lara Jäger, Leona Adriany, Florian Krämer, Jonas Adriany, Jill Weber, Jana Fabritius, Johanna Zeyen, Katharina Gillig, Lisa Udelhofen und Johanna Gillig geehrt.

Für 20 Jahre wurden Jonas Clären, Daniel Schleich und Tobias Bohn geehrt, für 30 Jahre Jürgen Neiß und Florian Schmitz.

Neben viel Wissenswertem rund um die Mühle ist das Fest jeweils auch ein Fest für die Familie, mit musikalischer Unterhaltung und einem ansprechenden Kinderprogramm. Ob Hüpfburg, Mühlenquiz, Kinderschminken oder Ponyreiten, viel Spaß hatten die Kleinen allemal. Für Jung und Alt ist das Entenrennen auf der Ahr ein Vergnügen, ein Preisgeld für die schnellste Ente war ausgesetzt.

Musikalisch verwöhnten der Musikverein Hümmel und die Lommersdorfer Musikanten die Gäste. Immer wieder ist das Mühlenfest ein Erlebnis, und in zwei Jahren wird es sicher erneut ein abwechslungsreiches und vergnügliches Mühlenfest geben, darauf freuen sich die Gäste und Ewald Gillig mit Familie.WD

(v.l.) Daniel Schleich, Florian Krämer, Jill Weber, Jana Fabritius, Lara Jäger, Leona Adriany, Sarah Adriany, Tobias Bohn, Jonas Adriany und Mitglied des Vorstandes Jürgen Adriany (re.) Ehrung 60 Jahre Meisterbrief Ewald Gillig. Foto: Werner Dreschers Foto: Werner Dreschers Tannenweg 6 535

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