Interview mit dem Chorleiter Bernhard Hubner
40 Jahre Chor Regenbogen Vettelschoß
Vettelschoß. Der Chor Regenbogen bereichert schon seit 40 Jahren das lebendige kulturelle Leben in Vettelschoß und St Katharinen. Trotzdem ist er nicht alt geworden und zieht mit seiner vielfältigen Liedauswahl immer wieder neue Sängerinnen und Sänger zwischen 17 und 70 Jahren an.
Der Erfolg ist auch dem unermüdlichen Einsatz des Chorleiters Bernhard Hubner zu verdanken. Ursprünglich wollte er nur den neu gegründeten Jugendchor der katholischen Kirche in den Proben am Klavier begleiten. Heute leitet Bernhard Hubner den Chor erfolgreich seit 40 Jahren. Zu diesem Anlass haben Mitglieder des Chors Regenbogen ein Interview mit Bernhard Hubner geführt:
Chor: "Du leitest den Chor Regenbogen seit vielen Jahren ehrenamtlich. Wie kam es dazu?"
Bernard Hubner: "1985 gründeten 6 Jugendliche aus der kath. Pfarrgemeinde eine Singgruppe, um neue geistliche Lieder im Gottesdienst zu fördern. Zwei Monate später kam ich, seit einem Jahr in der Jugendarbeit dort tätig, dazu, erst einmal als Mitsänger. Da ich als Einziger Klavier-Grundkenntnisse hatte, übernahm ich rasch die Aufgabe der Einstudierung, hatte aber nur passive Chorerfahrung. Damals begleiteten immer zwei Gitarren den Gesang, Klavierbegleitung bei Auftritten traute ich mir noch nicht zu. Da das Selbstvertrauen aber erstarkte, ebenso wie die Mitgliederzahl, wuchs ich über die Jahre in die heutige Chorleiterrolle hinein – die ich mir damals nie hätte vorstellen können."
Chor: "Welche Anforderungen kamen auf Dich zu, als du die Chorleitung übernommen hast?"
Bernard Hubner: "Anfangs wählten wir das Repertoire gemeinsam aus, später wurde dies meine Aufgabe. In der Frühzeit hatte ich auch „geschäftsführende“ Aufgaben, das wurde aber allmählich zu viel, also wurde erst ein Vorstand gewählt, später der Chor als Verein eingetragen. Heute bin ich für die, ich nenne es mal „musikalisch-künstlerische Gesamtleitung“ zuständig, entwickle also das Programm, leite die Proben, erarbeite die Gestaltung der Titel. Bei Choreografien habe ich aber Hilfe aus dem Chor, ebenso begleitet uns heute, neben unserer langjährigen Pianistin Helga Hülshorst, oft eine ganze Band. Für die Vorbereitung von Konzerten und den Kontakt zu anderen Chören haben wir eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Chorleiter."
Chor: "Wie ließen sich die wachsenden Anforderungen mit deiner beruflichen Tätigkeit in der eigenen Zahnarztpraxis vereinbaren?"
Bernard Hubner: "Das ist schlicht eine Frage der Organisation. Und wenn ein Hobby so viel Spaß macht, ist es auch keine Arbeit."
Chor: "Gibt es etwas, worauf du besonders stolz bist?"
Bernahrd Hubner: "Oh, da gibt es mehreres. Am meisten freut mich, dass wir, trotz Pandemie und Zwangspause, unsere Zahl von über 40 Singenden halten konnten, dass wir ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl haben und alle sich einbringen, wenn es nötig ist. Und 40 Jahre Chorleiter ist auch nicht schlecht."
Chor: "Der Chor veranstaltet alle zwei Jahre ein großes Konzert unter einem besonderen Motto. Woher kommen die Ideen und die Liedauswahl dafür?"
Bernhard Hubner: "Es gibt kaum einen Tag, an dem mir nicht irgendeine Idee zum Chor kommt. Nicht alles funktioniert und lässt sich umsetzen, aber am Ende waren immer alle zufrieden, Chor wie Publikum."
Chor: "Das nächste Konzert wird am 4. Oktober in der kath. Kirche in Vettelschoß stattfinden. Was darf das Publikum erwarten?"
Bernhard Hubner: "Wir wollen die 40 Jahre unseres Bestehens mit unseren Gästen ganz groß feiern, mit einem sehr bunten und abwechslungsreichen Melodienstrauß, vielen Musikern, einer professionellen Bühne und Technik. Bis auf Pyrotechnik (das ist im Kirchen-Konzertsaal feuerpolizeilich verboten) fahren wir alles auf, was zu einer guten Show gehört. Wir wollen unsere Zuhörer zum Lachen und Weinen bringen, gut unterhalten und uns allen einfach einen wundervollen Abend schenken. Dazu laden wir alle heute schon herzlich ein."
