Allgemeine Berichte | 21.07.2016

Wehrer Watzmänner auf dem Weg durch das Brohltal

42 Kilometer durch die verschiedensten Landschaften

Marathonwanderung über den Bad Breisiger Quellenweg

Die Wanderer an einer ihrer Zwischenstationen, Burgtor Brohleck.privat

Wehr. Der vulkanologisch geprägte Landstrich rund um Bad Breisig verfügt über eine Vielzahl von Mineralquellen. Die bekanntesten sind der Geyr-Sprudel in Bad Breisig, der Brohler Mineralbrunnen, der Tönissteiner Sprudel und die Rhodius-Quelle in Burgbrohl. In einer knackigen, ca. 26 Kilometer langen Runde verbindet sie alle der Bad Breisiger Quellenweg. Auf Wald- und Wiesenwegen und erdigen Waldpfaden läuft die Runde durch die hügelige Osteifel. Die Watzmänner integrieren die anspruchsvolle Streckenführung in die Marathonwanderung des „Wanderjahres 2016“ und starten in den frühen Morgenstunden am Ortsrand von Wehr in den beinharten Konditionstest. Auf örtlichen Wanderwegen geht es über Glees nach Burgbrohl. An der Pfarrkirche trifft die sechsköpfige Gruppe auf den Quellenweg. Die Bergkameraden folgen der Beschilderung an der Kaiserhalle vorbei in den Hang hinein. Ausgangs der Bebauung führt ein breiter Wiesenweg zu den Brohltalhöhen hinauf. Von hier aus schweift der Blick über das mittlere Brohltal, hinüber zur Burg Olbrück und auf die Vinxtbachtalbrücke der A 61. An einer Wanderhütte mit Brohltalblick wird kurze Rast gehalten, um dann die Ortschaft Niederlützingen zu durchwandern und den Aussichtspunkt auf der ehemaligen Mülldeponie anzulaufen. In Serpentinen geht es hinab ins Vinxtbachtal und jenseits des Tales in die Flanke des Frohnheller Berges hinein. Der Quellenweg führt an der Eifelhütte vorbei und fällt dann auf windungsreichen Saumpfaden nach Rheineck ab. Überaus steil steigt die Route jetzt zur Reuterslei hinauf. Der Quellenweg windet sich von der Reuterslei talwärts ins Lammertal, steigt noch einmal zu den Rheinhöhen hinauf und führt dann in mehreren Schleifen ins Brohltal hinein. Hier treffen die Watzmänner auf Schloss Brohleck. Ausgangs der Ortschaft Brohl-Lützing geht es am historischen Mühlbach entlang. Nach der Überquerung des Baches steigt die Route wieder in den Hang hinein und läuft mit dem Rhein-Rureifel-Weg das Brohltal hinauf. Schließlich gelangt die Gruppe zum Tönissteiner Sprudel. Die Marathonwanderer nutzen die günstige Gelegenheit, an einer Entnahmestelle für Mineralwasser ihren Getränkevorrat zu ergänzen. Nach einem weiteren Gegenanstieg führt der Quellenweg in halber Hanglage zur Seniorenresidenz Bad Tönisstein hinüber. In dem dortigen Biergarten wird Einkehr gehalten, um danach der Route des Quellenweges Lebewohl zu sagen und durch die canyonartige Wolfsschlucht hinauf nach Wassenach zu wandern. Etwa vierzig Meter tief hat sich der Tönissteiner Bach hier in den erkalteten Aschestrom des Laacher-See-Vulkans hineingeschnitten. Den absoluten Höhepunkt dieses spektakulären Streckenverlaufes durch die Wolfschlucht bildet der kleine Wasserfall am Oberlauf des Tönissteiner Baches. Über Wassenach gelangen die Bergkameraden zum Lydiaturm und wandern dann hinüber zum Laacher Kopf. Von hier aus geht es nur noch bergab, ehe die Watzmänner nach 42 Wanderkilometern den Start- und Zielort Wehr erreichen und sich im Landgasthof Ley-Esch mit einem wohlverdienten Weizenbier zuprosten können.

Die Wanderer an einer ihrer Zwischenstationen, Burgtor Brohleck.Foto: privat Foto: Picasa

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