Allgemeine Berichte | 11.07.2017

„Offene Stadtmeisterschaft“ im Boule vor den Römer-Thermen in Bad Breisig

62 Teilnehmer kämpften um den Bürgermeister-Wanderpokal

Eine immer gut gelaunte Truppe: Spieler des niederländischenBoule-Clubs „Lotsemarrolle“ aus Tilburg in ihren blauen Trikots. Fotos: KMI

Bad Breisig. Ganz im Zeichen des Boulesports stand am Samstag der Park vor den Römer-Thermen. Kreuz und quer waren mit blauen Kordeln Bahnen markiert. Ein Sportereignis mit einem großen Einzugsgebiet, denn „Offene Stadtmeisterschaft“ bedeutet nicht etwa, dass alle Teilnehmer aus Bad Breisig stammen. Seit mehr als zehn Jahren nehmen auch Mannschaften aus den Niederlanden daran teil. Eine enge Freundschaft besteht zwischen dem einladenden „1. Boule Treff Bad Breisig e. V.“ und dem niederländischen Club „Lotsemarrolle“ aus Tilburg, der auch dieses Mal wieder mit acht Mannschaften vertreten war. Eine liebgewordene Tradition also, die zeigt, wie Sport Menschen aus verschiedenen Ländern verbinden kann. Weitere Spieler kamen z. B. aus Sinzig, Ahrweiler, Mülheim-Kärlich, Weißenthurm, Urmitz, Bad Honnef, Rheinbrohl, Koblenz oder sogar aus Gelsenkirchen, um nur einige zu nennen.

Acht Teams aus den Niederlanden vertreten

Wie es die Fußballfans von der Champions League her kennen, gibt es auch hier einen Wanderpokal, in den das jeweilige Jahressieger-Team eingraviert wird. Der umkämpfte Preis heißt „Bürgermeister-Wanderpokal“, weil er 2004 vom damaligen Bad Breisiger Bürgermeister im Namen der Stadt gestiftet wurde. Dass sich das große Boule-Turnier damit ausgerechnet im verflixten 13. Jahr befand, merkte man nicht. Selbst der Wettergott meinte es gut und sorgte nach ein paar kräftigen Gewittern an den Vortagen für strahlenden Sonnenschein – fast schon etwas zu gut gemeint. Auch sonst lief alles pannenfrei, weil der Bad Breisiger Boule Club in tagelanger Arbeit alles gut organisiert und vorbereitet hatte. Grillwürstchen, Salate, Brötchen, Kaffee und Kuchen und der Hitze entsprechend kühle Getränke standen für die Teilnehmer bereit.

Anmeldeschluss war 9.30 Uhr und kurz nach 10 Uhr fiel der Startschuss. Gespielt wurde – dies als Information für Boule-Kenner – in der Formation 2 gegen 2, 5 Runden, Doublette, gewertet im Schweizer System auf dem Gelände an der Albert-Mertes-Straße, wo der Boule Treff sein Vereinsheim hat: „Wir sind unheimlich froh“, so der 1. Vorsitzende des 1991 gegründeten Boule-Clubs Frank Schruhl, „dass wir unser Vereinsheim samt Bouleplatz an einem so attraktiven Punkt in Bad Breisig haben, im Park gegenüber den Römer-Thermen. Darauf sind wir stolz“.

Entsprechend dem Bürgermeister-Wanderpokal begrüßte Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch – zu Ehren der niederländischen Gäste in den Farben rot/weiß/blau gekleidet – alle Teams herzlich. Natürlich nahm sie selbst probeweise eine der Boulekugeln in die Hand und versuchte, diese möglichst nahe an das sogenannte „Schweinchen“ heranzubringen. Denn darum geht es, das kleine Kügelchen zu treffen bzw. die eigene Boule-Kugel am nächsten neben dem Schweinchen zu platzieren. Auch Guido Ernst, Mitglied des Landtags Rheinland-Pfalz, begrüßte die Sportler herzlich.

Er wies auf die besonderen Verdienste von Vereinsmitgliedern allgemein hin, ohne die solche Veranstaltungen wie hier im Park nicht möglich seinen. Sein Probewurf gelang besser, weil ihm bei seiner großen Begeisterung für den Sport alles, was mit Bällen oder Kugeln zu hat, ohnehin liegt, wie es Frau Hermann-Lersch kommentierte.

Das doppelte „Jupp-Team“ gewann den Pokal

Die Stadtbürgermeisterin wünschte allen Teams viel Glück, was natürlich am Ende nur ein einziges Team haben konnte: Das doppelte „Jupp-Team“, nämlich Jupp Gierstein und Jupp Kolligs aus Weißenthurm, die sich nach fast acht Stunden Spielzeit als Sieger durchsetzen und den Wanderpokal für ein Jahr einheimsen konnten. Den zweiten Platz belegten Bernd Krüger und Peter Buchner (ebenfalls Weißenthurm) gefolgt von den drittplatzierten Lotte Heckmann und Günter Kutscher vom TV Feldkirchen. Zur Siegerehrung erschien am Nachmittag Bad Breisigs Brunnenkönigin Laura I. und übergab den zehn Erstplatzierten die Preise und den begehrten Wanderpokal an das „doppelte Juppchen“ vom TV Weißenthurm.

Natürlich gab es auch Schaulustige, die sich das Turnier anschauen und sehen wollten, wie man Boule spielt. Wer selbst einmal probieren möchte, ob er Spaß und ein gewisses Talent hat, ist vom Bad Breisiger Verein herzlich eingeladen, ganz unverbindlich auf ein paar Probewürfe vorbeizuschauen. Gelegenheit dazu gibt es montags, mittwochs und samstags ab 14 Uhr (wenn das Wetter mitspielt). Aber auch Samstagvormittags sind oft Vereinsmitglieder des 1. Boule Treffs Bad Breisig e.V. auf dem Platz und zeigen gerne wie’s geht – natürlich mit dem legitimen Hintergedanken, das eine oder andere neue Mitglied zu gewinnen. Nach dem Spielen sitzt man vor dem Vereinshäuschen (oder im Winter etwas dicht gedrängt im kleinen Innenraum) zusammen. Nicht nur Boule wird hier groß geschrieben, sondern auch Gemütlichkeit.

KMI

Die Boule-Spieler diskutieren:Welche Kugel liegt am nächsten neben dem „Schweinchen“?

Die Boule-Spieler diskutieren: Welche Kugel liegt am nächsten neben dem „Schweinchen“?

Bürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch beimProbewurf, rechts neben ihr MdL Guido Ernst, beobachtetvon Spielern und Zuschauern des gut besuchten Boule-Turniers.

Bürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch beim Probewurf, rechts neben ihr MdL Guido Ernst, beobachtet von Spielern und Zuschauern des gut besuchten Boule-Turniers.

62 Teilnehmer kämpften um den Bürgermeister-Wanderpokal

Den begehrten Pokal übergaben (v.l.n.r.) der 1. Vorsitzendedes Bad Breisiger Boule-Clubs Frank Schruhl, die 2. VorsitzendePetra Kretschmann sowie Brunnenkönigin Laura I.an die Turniersieger, die beiden Jupps vom TV Weißenthurm.

Den begehrten Pokal übergaben (v.l.n.r.) der 1. Vorsitzende des Bad Breisiger Boule-Clubs Frank Schruhl, die 2. Vorsitzende Petra Kretschmann sowie Brunnenkönigin Laura I. an die Turniersieger, die beiden Jupps vom TV Weißenthurm.

Eine immer gut gelaunte Truppe: Spieler des niederländischen Boule-Clubs „Lotsemarrolle“ aus Tilburg in ihren blauen Trikots. Fotos: KMI

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