Allgemeine Berichte | 09.12.2016

Roentgen-Museum Neuwied zeigt Gemälde, Grafiken und Plastiken

70 Jahre Jahreskunstausstellung

Zeitgenössische mittelrheinische Künstler präsentieren ihre Werke

Gut besuchte Ausstellungseröffnung im Roentgen-Museum. Privat

Neuwied. Landrat Rainer Kaul eröffnete kürzlich im Roentgen-Museum Neuwied die Ausstellung „Gemälde, Grafiken und Plastiken zeitgenössischer mittelrheinischer Künstler“. Zur musikalischen Umrahmung der Veranstaltung spielten Yoel Cantori mit Cello und Milica Vickovic-Reffgen am Klavier. Fast 50 Künstlerinnen und Künstler aus der Mittelrhein-Region präsentieren in dieser bekannten, traditionellen Ausstellung rund 70 Gemälde, Grafiken, Fotografien sowie Skulpturen und Objekte. Die ausgestellten Arbeiten wurden von einer Fachjury ausgewählt. Wie Landrat Rainer Kaul betonte, fand bereits 1946 die erste Kunstausstellung mit regionalen Künstlern im Roentgen-Museum statt; eine lange Tradition, auf die in diesem Jahr mit Stolz auf ein 70-jähriges Bestehen zurückgeblickt werden kann.

Die Neuwieder Ausstellung sei eine der wichtigen Kunstausstellungen in der Mittelrheinregion, die auf großes Interesse bei den Künstlern und Besuchern stoße. So sei es auch dem Landkreis Neuwied als Träger des Museums immer wieder ein großes Anliegen, den Künstlern auf diese Weise Ausstellungsmöglichkeiten zu bieten. Da es sich bei dieser Präsentation nicht um eine Themenausstellung handelt, sind bei den Werken die unterschiedlichsten Motive, Techniken und Materialien vertreten.

Die ausstellenden Künstler

Ulla Windheuser-Schwarz aus Stopperich mit dem großformatigen abstrakten Ölgemälde „Stratum“ (Schicht) sowie einer Skulptur aus dem heimischen Hartbasalt und aus Edelstahl. Ulla Windheuser-Schwarz ist sicher die Künstlerin, die sich am längsten bei der Jahreskunstausstellung beteiligt. Ulrich Christian aus Dierdorf widmet sich der Radiertechnik und zeigt eine skandinavische Landschaft „Am Kattegat“, Susanne Krell aus Windhagen/Aegidienberg zeigt drei aneinander gefügte Frottagen von einer katholischen und einer protestantischen Kirche sowie von einer Moschee, und schafft so eine Verbindung zwischen der christlichen und der islamischen Welt. Jack Möller aus Neuwied beeindruckt mit dem surreal und doch naturalistisch anmutenden Gemälde „Innere Vermesslichkeit“. Dorothe Görgen aus Rheinbreitbach zeigt kleine Objekte, die zum Schmunzeln anregen, und Johanna Mohr aus Neuwied als Serigrafie „Geheimnisvolle Spuren“.

Uta Grün aus Boppard lässt die Betrachter mit ihrem Gemälde „Tierfreund“ nachdenklich werden. Christel Hermann aus Neuwied ist mit drei sehr dezent und fein ausgearbeiteten Werken mit den Titeln „frei wie ein Vogel“ und Sisyphos“ vertreten. Helene Ramershoven aus Rheinbreitbach zeigt die Farbradierung mit einer Rheinlandschaft bei Unkel und Denise Steger aus Linz kleine Papierobjekte mit dem Titel „Bausteine der Nacht“. Barbara Kochs-Kögl aus Nassau fertigte größere Skulpturen aus Eichenbalken, verbunden mit Blei, Porzellan und Draht und Antonia Fournier aus Oberdreis gibt in feiner Tuschezeichnung eine Abendstimmung wieder.

Seit den letzten Jahren finden sich folgende Künstler in der Ausstellung wieder: Heidemarie Berberich aus Kruft mit dem Acryl-Gemälde „Geisternetz“, Inge Bohr aus Neuwied mit einer feinen, zarten Tusche-Zeichnung. Siv Dibowski aus Bruchhausen mit ihren kleinen, charakterbetonenden Frauenskulpturen, Josephine Döhr aus Neuwied zeigt dieses Mal Fotografien, Rita Eller aus Mainz, die aus der hiesigen Region stammt, ihre dezent farbigen Collagen. Wolfgang Fieck aus Leubsdorf mit feiner Ölmalerei, Barbara Friebe aus Bendorf mit einem Wandobjekt aus Papier.

Firouzeh Görgen-Ossouli aus Urbar mit einer Großfotografie, Sabine Hack aus Eitorf beschäftigte sich mit „Luther“, den sie in einer Mischtechnik auf Seide portraitiert hat, und an den im folgenden Jahr besonders gedacht wird. Ole Hill aus Koblenz zeigt ein großformatiges Gemälde mit dem Titel „Hinter der Zeit“, Lilo Jaschik aus Neuwied präsentiert die „Victoriafalls“ in Collage mit Aquarell, Nicole Kienitz aus Neuwied gibt mit Mischtechnik auf Leinwand einen Blick in die „Tiefsee“, Silvia Klein aus Koblenz zeigt eine Installation und Schnittmusterzeichnung zu dem Titel „Das verlorene Ich“, Markus Kneip aus Andernach ist vertreten mit einer Tuschezeichnung mit dem Titel „Tu awara“.

Andrea Kollig aus Neuwied mit abstraktem Acryl-Gemälde, Birgit Kühlborn aus Neuwied mit dem Öl-Gemälde „Vergänglichkeit“, Sigrid Langert aus Neuwied beeindruckt mit ihren feinen Keramikskulpturen. Marlene Leal da Silva Quabeck aus Nauort mit Zeichnungen auf Streichholzschachteln, zu einem Bild zusammengestellt. Sybille Lenz aus Neuwied mit ihrem Ölgemälde „Und nachts kommen die Füchse“.

Karin Luithlen aus Andernach mit dem großformatigen beeindruckenden Gemälde „Bedrohung“. Andrea Pröls aus Dattenberg mit einer Rheinlandschaft in feiner Ölmalerei, Rainer Rossbach aus Linz mit gekonnter Collage in „Fine Art Print“. Christiane Schmidt aus Nauort mit ihrem großformatigen Blumenbild. Lars Schnackenberg aus Unkel mit zwei Bildern mit Computerdruck unter dem Titel „Grenzland“.

Daniela Schneider aus Dierdorf-Elgert mit einer Arbeit in Mixed Media. Lois Michele Wetzel aus Kasbach-Ohlenberg mit zwei Ölbildern. Heinz Wehner aus Neuwied mit der abstrakten Collage „Faltung“. Ilse Wegmann aus Bad Honnef zeigt die Löwenburg im Siebengebirge in abstrahierter Acrylmalerei. Neu dabei sind Lena Feldmann aus Koblenz, Sina Jousefnejad aus Unkel, Paul Pütz aus Bonefeld, Brigitte Struif aus Hachenburg, Wolfgang Tischler aus Dierdorf und Franz Wieland aus Neuwied.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 15. Januar zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr, samstags freier Eintritt. Heiligabend, 1. und 2. Weihnachtstag, Silvester, Neujahr sowie montags geschlossen. Alle Ausstellungsräume sind barrierefrei erreichbar.

Pressemitteilung

Roentgen-Museum Neuwied

70 Jahre Jahreskunstausstellung

Gut besuchte Ausstellungseröffnung im Roentgen-Museum.Foto: Privat

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