Allgemeine Berichte | 23.04.2019

Ausschüttung der „JoHo-Schängel-Stiftung“

7.400 Euro für 14 Koblenzer Projekte übergeben

Die von der JoHo-Schängel-Stiftung prämierten Projektverantwortlichen sowie die Stiftungs-Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Hofmann-Göttig, Joachim Deboeser, Dr. Christiane E. Herzog,Sonja Stein und Stiftungsgeschäftsführerin Steuerberaterin Alexandra Künster. Fotos: BSB

Koblenz. Die Ende 2010 von Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig als Privatmann und Hauptstifter mit Unterstützung von Zustiftern ins Leben gerufene „JoHo-Schängel-Stiftung“ konnte in diesem Jahr 7.400 Euro an 14 Koblenzer Projekte ausschütten. Das ist viel Geld für eine Stiftung, deren Kapital (aktuell 130.000 Euro) nicht durch Zinseinnahmen, sondern nur durch Spenden und Zustiftungen anwächst. Allein der Reinerlös der Ende April 2018 eröffneten Fotografie-Ausstellung „Geliebtes Koblenz“ des Alt-OB Hofmann-Göttig bescherte der Stiftung eine fünfstellige Euro-Summe.

Ein guter Grund, den satzungsmäßigen Zweck der Stiftung (die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, Umwelt, der Jugend- und Altenhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens und des Sports in Koblenz) auch dieses Jahr wieder in die Tat umzusetzen.

Alles Herzensangelegenheiten

Im Rahmen der kürzlich erfolgten offiziellen Übergabe der Fördersummen in der Geschäftsstelle der Stiftung im Steuerberaterbüro Künster erhielten die Projektverantwortlichen Gelegenheit, ihre „Herzensangelegenheit“ dem Kreis der übrigen Begünstigten vorzustellen.

Das übernahm beim Förderverein Rheinanlagen e.V., der mit 1.000 Euro die höchste Fördersumme erhielt, Dr. Claudia Ell. Der 1991 gegründete Verein, der die seit Kaiserin Augustas Zeiten beliebten Promenadenkonzerte in den Rheinanlagen wieder aufleben ließ, gab die Organisation der Konzerte inzwischen in die jüngeren Hände des Vereins „Music Live“. Von Mitte Mai bis Ende August werden in diesem Jahr insgesamt zwölf Konzerte in der Konzertmuschel neben dem Café Rheinanlagen stattfinden. Die Organisation der ersten und letzten Veranstaltung hat sich der Förderverein Rheinanlagen jedoch nicht nehmen lassen. Da kommt die Unterstützung durch die Stiftung gerade recht. Die zweithöchste Fördersumme, 800 Euro, erhielt der Kinderschutzbund Koblenz e.V. für das Präventionsprojekt der Fachberatungsstelle für sexuellen Missbrauch an Kindern, das Anke Jorzig vorstellte. Der Verein stattet KiTas und Grundschulen mit Präventionsmaterial aus, bietet Erziehern Fortbildungen zum Thema an und organisiert und finanziert Elternabende sowie interaktive Theaterstücke. Das Projekt sei besonders unterstützenswert, denn „psychisch verjährt Missbrauch nie“, stellte Hofmann-Göttig heraus.

Unterstützung von Kindern krebskranker Eltern

Mit jeweils 600 Euro bedachte die Stiftung die Vereine Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, StadttUni und MediNetz – Koblenz. Gerti Kunz, Leiterin der psychosozialen Beratungseinrichtung der Krebsgesellschaft, zeigte auf, in welcher Form Kindern krebskranker Eltern und der gesamten Familie Unterstützung angeboten wird. Mit Auszeiten für die Familien werde den Betroffenen geholfen, eine unbeschwerte Zeit gemeinsam zu verbringen, den sorgenvollen Alltag eine Weile lang zu vergessen. Dem Verein gelinge es mit seiner Arbeit, selbst in derart schweren Lebens-Situationen die Schönheiten des Lebens für die vom Krebs Betroffenen herauszustellen, würdigte Hofmann-Göttig das Engagement.

Förderung für Festivals

Rebecca Jakob und Lisa Kahl stellten die Projekte des StadttUni-Vereins vor. Das Fördergeld werde verwendet für die Organisation verschiedener Festivals, wie beispielsweise das „Ton-“ und das „Filmzimmer“, eine Konzert- und eine Filmreihe, und das „kaleidosKOp-Festival“. Mit diesen Angeboten will der Verein junge Kulturschaffende in Koblenz unterstützen und zugleich studentische Kultur in die Koblenzer Kulturlandschaft integrieren. Da Koblenz als Universitätsstadt zu wenig präsent sei und Studenten im gesellschaftlichen Leben kaum sichtbar seien, nannte Hofmann-Göttig die Projekte der StadttUni eine gelungene Maßnahme, durch die sich die Studierenden inmitten der Stadt noch wohler fühlen können.

Die Arbeit von MediNetz – Koblenz stellte Dr. Claudia Tamm vor. Dem Recht jedes Menschen auf medizinische Versorgung hilft der Verein, eine Gruppe von Ärzten, auf die Sprünge. Aus verschiedenen Gründen haben etliche Personen wie Migranten und Flüchtlinge, Obdachlose und sogar viele EU-Staatsbürger keinen Zugang zum deutschen Gesundheitswesen, da sie keine (ausreichende) Krankenversicherung haben. MediNetz Koblenz hilft etwa einhundert Patienten pro Jahr aus Koblenz und der Region bei der Vermittlung medizinischer Versorgung. Außerdem bietet der Verein einmal im Monat eine kostenfreie Sprechstunde an. Die Zuwendung der Stiftung wird für die im Medikamenten-Bereich entstehenden Kosten verwendet.

Die weiteren von der JoHo-Schängel-Stiftung Begünstigten und ihre Projekte sind:

Freunde der Bundesgartenschau - 500 Euro für ein zweites Sonnensegel auf dem Spielplatz vor dem Koblenzer Schloss.

Förderverein St. Kastor – 500 Euro für die Finanzierung der CD von Schülern mit Prof. Heinz-Anton Höhnens auf der Orgel der Basilika gespielten Orgelwerken. Die Stücke wurden aus Anlass des 85. Geburtstages (2017) des Organisten aufgenommen.

Rat & Tat Koblenz e.V. (ehem. Aids-Hilfe Koblenz) - 400 Euro für das Projekt „Geflüchtete in der HIV-Beratung“.

Narrenzunft Gelb-Rot 1937 e.V. - 400 Euro für die Erneuerung des Uniformen-Fundus für Kinder und Jugendliche.

Kinderbuchkartei KiBuKa – 300 Euro für die laufende Aktualisierung der Kartei und für „Kleinkram“.

Konzertorchester Koblenz – 500 Euro für die Produktion der CD des Jahreskonzertes „Tanz mit dem Teufel“, das am 4. Mai in der Rhein-Mosel-Halle aufgeführt wird.

Förderverein Grundschule Koblenz-Wallersheim – 500 Euro für den Dachbodenausbau zur Erweiterung der Schule.

Lützeler Carnevals-Verein 1974 – 300 Euro für die Erneuerung des Uniformen-Fundus.

Kultur- und Schulverwaltungsamt der Stadt Koblenz – 400 Euro für die Organisation einer öffentlichen Tanzbühne vom 15. bis 23. Juni vor dem Kurfürstlichen Schloss.

Symbolische Übergabe in Form von Torten

Die Übergabe der symbolischen Schecks an die Begünstigten erfolgte in Form von Torten, die Alexandra Künster für diesen Zweck gespendet hatte. Zusätzlich gab es für jeden eine der Orgelkonzert-CDs, den Ausstellungskatalog „Geliebtes Koblenz“ und Freikarten für das Jahreskonzert des Konzertorchesters Koblenz.

Nach Ausschüttung der diesjährigen Fördersummen darf die Stiftung sich rühmen, seit 2011 insgesamt 121 Koblenzer Projekte mit einer Gesamtsumme von 70.910 Euro unterstützt und damit Koblenz ein kleines Stück weiter vorangebracht zu haben. Joachim Hofmann-Göttig zeigte sich stolz auf die Menschen, die sich in und für Koblenz engagieren und damit die Stadt noch liebenswerter machen.

BSB

7.400 Euro für 14 Koblenzer Projekte übergeben

7.400 Euro für 14 Koblenzer Projekte übergeben

Die von der JoHo-Schängel-Stiftung prämierten Projektverantwortlichen sowie die Stiftungs- Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Hofmann-Göttig, Joachim Deboeser, Dr. Christiane E. Herzog, Sonja Stein und Stiftungsgeschäftsführerin Steuerberaterin Alexandra Künster. Fotos: BSB

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