Musikalisches Klassenzimmer der Stommel Stiftung
90 Kinder in einer Klasse
Urbar. Zwar hatten die „Klassenlehrerinnen“ Ricarda Bauer und Julia Spiegelmacher, beide Orchestermusikerinnen bei der Rheinischen Philharmonie, zunächst einmal etwas Respekt vor der unerwarteten „Schülerlawine“, die sich in den Saal des Stiftungsgebäudes ergoss. Panik war aber nicht angesagt: Ganz aufmerksam und gespannt blieben die jungen Gäste im Alter von fünf bis acht Jahren während der ganzen Schulstunde.
Das war allerdings kein Wunder. Es wurden nicht nur ausgesucht schöne Werke für Violine und Horn aufgeführt, sondern man konnte auch erfahren, was hinter den Noten steckt: Wie der Ton beim Horn oder bei der Violine zustande kommt und warum es so unterschiedlich klingt oder welches der beiden Instrumente höher, welches tiefer spielen kann.
Jedes Kind durfte selbst ein Instrument ausprobieren
Dabei blieb aber auch viel Zeit für praktische Experimente, denn in beiden Instrumenten stecken ungeahnte Möglichkeiten: Nicht nur schöne, sondern auch merkwürdige, lustige oder gar hässliche Töne lassen sich produzieren und alle haben ihre Berechtigung – je nach dem Zusammenhang, in dem sie gespielt werden.
Zu guter Letzt durfte jedes der 90 Kinder unter fachkundiger Anleitung einmal selbst ausprobieren, wie es ist, Horn oder Violine zu spielen. Da wollte der eine oder andere schon ganz gerne einmal freiwillig „nachsitzen“. Für die beiden Musikerinnen gab es am Schluss großen Applaus für ihr humorvolles, aber sehr lehrreiches Programm.
Die Veranstaltung wird für diejenigen, die nicht teilnehmen konnten, noch einmal wiederholt. Der Termin wird noch bekannt gegeben.
