Allgemeine Berichte | 14.08.2014

Drei Innungen hatten zur Lossprechungsfeier nach Wehr geladen

„Ab in die Zukunft“ hieß es für die neuen Gesellen

Eine besondere Ehrung durch Urkunden und Geschenke erhielten die Prüfungsbesten der Bäcker, Fleischer und der Maler- und Lackiererinnungen durch ihre Obermeister.AB

Kreis Ahrweiler. Auch die heißen Temperaturen konnten die Stimmung im „Landgasthof Laacher See“ in Wehr nicht trüben. Dafür waren schon Kreislehrlingswart Rolf Genn und Kreishandwerksmeister Frank Wershofen Garanten. In launischen Worten führten sie durch die Lossprechungsfeier der Bäcker, Fleischer sowie der Maler- und Lackierer-Innungen des Kreises Ahrweiler. Zehn neue Gesellen schickte der Obermeister der Maler und Lackierer, Francois Etscheid, auf den neuen Lebensweg, über vier Bäckergesellen, eine Bäckergesellin und zwei neue Bäckereifachverkäuferinnen kann sich Obermeister Rolf Genn freuen, und dass es gleich drei frischgebackene Metzgergesellen in dem alten Zunftgewerbe gibt, ist für die neue Obermeisterin Dagmar Groß-Mauer der Beweis, dass auch in dieser Branche der Nachwuchs im Kommen ist. Dass das Handwerk „der Ausbilder der Nation“ ist, unterstrich die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil in ihrer Festansprache. Und als ehemalige Architektin kennt sie sich aus im Handwerk, weiß, dass jeder vierte Betrieb im Lande ein Handwerksbetrieb ist. „Fünf Millionen Menschen sind in 130 Berufen im Handwerk in Deutschland unterwegs, davon sind 400.000 Auszubildende“, betonte sie. Mancher hat’s im Kopf, doch viele auch in den Fingern, unterstrich sie die Bedeutung des Handwerks. „Gratulation für Sie alle“, sagte Mechthild Heil, „seien Sie Boten für das Handwerk, wir brauchen Sie“, forderte sie die jungen Menschen auf, vertrauensvoll in die Zukunft zu schauen. Doch der Dank der Abgeordneten galt auch den Ausbildern, den Betrieben und den Eltern der Jugendlichen, die so alle am Erfolg der Jung-Handwerker Teil gehabt hätten. Das unterstrich auch Kreishandwerksmeister Frank Wershofen, der mit seinem Satz, er hätte gehört, dass im Brohltal jeder erschossen würde, der länger als fünf Minuten rede, den „Running Gag“ des Tages kürte. Wershofen ging vor allem auf die Zukunft der jungen Menschen ein, forderte sie auf, weiter zu lernen, eventuell über die Meisterprüfung hinaus. Aber auch die Betriebsgründung bezeichnete der Handwerksmeister aus Heimersheim als ein spannendes Lebensziel. „Ihr seid für mich die wahren Weltmeister, Ihr seid Menschen, die zwar noch nicht alles wissen, aber von einer Sache unglaublich viel verstehen; davor ziehe ich den Hut“, diese Worte applaudierte die Festgemeinschaft. Auch der Oberstudiendirektor der Berufsbildenden Schule, Hans Werner Rieck, schaute in die Zukunft. Er sprach von der hervorragenden Grundlage der Gesellinnen und Gesellen, die sie nun besäßen, um mit Bildungsfleiß und den hervorragenden Möglichkeiten des Dualen Systems auch weiterhin die Zukunft zu gestalten. Und er zitierte die bei den Handwerkern so beliebte chinesische Redensart „Wähle einen Beruf, den du liebst und du brauchst niemals im Leben mehr zu arbeiten“. Einen Gruß für das Brohltal und seine Gemeinden überbrachte Johannes Bell. Der Bürgermeister zitierte keinen Chinesen, sondern Manfred Rommel, einst Oberbürgermeister von Stuttgart: „Also, erschossen würde im Brohltal so schnell niemand, doch, so Rommel, wer seine Gäste mit langen Reden quält, sei auch zu jeder anderen Grausamkeit fähig“, gratulierte er den Losgesprochenen und forderte sie auf, mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten „weiter in der kommunalen Familie des Kreises zu bleiben“. Dort sieht sich auch Michael Jünger, Bereichsleiter bei der Kreissparkasse, angesiedelt. Für ihn ist das Handwerk „Motor der heimischen Wirtschaft“ und er ist immer ein gern gesehener Gast. Hat der Banker doch immer kleine Briefumschläge im Handgepäck, mit der die Stiftung der Kasse alljährlich die Prüfungsbesten überrascht. Diese und ihre Mitausgebildeten bekamen von den Obermeistern und den Prüfungsausschussvorsitzenden Marion Loddenkötter und Bruno Bockshecker ihre Gesellenbriefe überreicht.

Die Ausbildung bestanden haben:

- im Bäckerhandwerk als Bäcker oder Bäckereifachverkäuferin: Susanne Beu, Ausbildungsbetrieb (Ab) Thomas Simon, Kreisstadt; Christian Fingerhuth, Ab Bildungswerk Bad Neuenahr-Ahrweiler; Sebastian Klapperich, Ralf Hippchen, Sinzig; Patrick Masurczak (Prüfungsbesser), Ab Jürgen Schmitz, Kreistadt; Mathias Stadtfeld, Ulrich Brand Kreisstadt; Jennifer Fuchs, AB Paul Münch, Mayschoß; Jasmin Wahle (Prüfungsbeste), AB Frank Hilger, Rieden.

- im Fleischerhandwerk: Fabian Neußer, Ab Mathias Rudolphi, Kreisstadt; Sascha Loch, Ab Mauer, Oberzissen; Andre Sturm (Prüfungsbester), Ab Rewe, Kreisstadt.

- im Maler- und Lackiererhandwerk: Christian Ahrens, Ab Cramer, Krälingen; Narkus Bergweiler, Ab Günter Faßbender, Oberzissen; Lukas Brock, Ab Markus Simons, Altenahr; Michael Dung, Ab Rönnefarth, Dernau; Marcel Eble, Ab Rigobert Eble, Kempenich; Karsten Hoss, Ab Rigobert Eble, Kempenich; Michel Kürsten, Ab Bildungswerk; Florian Melcher, Ab Patrick Mies, Ochtendung; Michael Schmitz, Ab Anno Stenz, Adenau; Karsten Surges (Prüfungsbester), Ab Mombauer, Ralf Breuer, Grafschaft.

Eine besondere Ehrung durch Urkunden und Geschenke erhielten die Prüfungsbesten der Bäcker, Fleischer und der Maler- und Lackiererinnungen durch ihre Obermeister.AB
„Ab in die Zukunft“ hieß es für die neuen Gesellen

Obermeister Rolf Genn bedankte sich bei Mechthild Heil für die Festrede bei der Lossprechungsfeier in Wehr mit einem Blumengruß.

Eine besondere Ehrung durch Urkunden und Geschenke erhielten die Prüfungsbesten der Bäcker, Fleischer und der Maler- und Lackiererinnungen durch ihre Obermeister.Fotos: AB

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